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Statistik: Der Blick in die Glaskugel

Sie wollen mit Excel 97-2003 oder Open Office 1.x/2 wissen, was morgen passiert, und benötigen daher eine statistische Prognose. Ihnen liegt bereits eine Liste vor, beispielsweise mit Umsatzzahlen, Angaben zur Bevölkerungsentwicklung oder Temperaturwerten. Daraus möchten Sie Trends für die zukünftige Entwicklung ableiten. Wir erklären Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Sie wollen mit Excel 97-2003 oder Open Office 1.x/2 wissen, was morgen passiert, und benötigen daher eine statistische Prognose. Ihnen liegt bereits eine Liste vor, beispielsweise mit Umsatzzahlen, Angaben zur Bevölkerungsentwicklung oder Temperaturwerten. Daraus möchten Sie Trends für die zukünftige Entwicklung ableiten.

Lösung:

Excel und die Tabellenkalkulation von Open Office (Open Office Calc oder das technisch identische Star Calc) bieten mehrere Statistikfunktionen, mit denen sich Prognosen berechnen lassen. Wir demonstrieren das Verfahren anhand von Daten zur globalen Erderwärmung (Quelle: www.cru.uea.ac.uk ).

Die Dateien mit den Beispieltabellen finden Sie im Archiv :pcwStatistik . Die Spalte D enthält die Jahreszahlen von 1856 bis 2020, die Spalte E die Veränderungen der globalen Mitteltemperatur. Um die mögliche Temperatur beispielsweise für das Jahr 2007 zu berechnen, verwenden Sie die Funktion "Schätzer". Sie erwartet die Parameter "(x; YWerte; X-Werte)". "x" ist hier der Datenpunkt, dessen Wert Sie schätzen möchten, "Y-Werte" sind in unserem Beispiel die Temperaturen der Spalte E und "X-Werte" die Jahreszahlen aus Spalte "D". In der Ergebniszelle F157 sehen Sie dafür das Beispiel

=SCHÄTZER(D157;E120:E155;D120:D155)

auf Basis der Werte der Jahre von 1970 bis 2005. Wenn es um die Berechnung mehrerer Jahre geht, setzen Sie die Funktion in die zu den Jahreszahlen gehörigen Ergebniszellen ein.

Einfacher geht's mit der Trend-Funktion. Damit füllen Sie mehrere Zellen auf einmal mit den Vorhersagen. Die Parameter dafür sind "(Y-Werte; X-Werte; Neue Werte-X)". "Y-Werte" und "X-Werte" entsprechen den Angaben bei der Schätzer-Funktion. "Neue Werte-X" sind die neuen X-Werte, die die Funktion Trend für die zugehörigen Y-Werte liefern soll.

So wenden Sie die Funktion an: Markieren Sie zuerst den Bereich, der die Ergebnisse aufnehmen soll - in unserer Beispieltabelle E156 bis E170. Tragen Sie dann die Formel

=TREND(E120:E155;D120:D155;D156:D170)

ein, und schließen Sie die Eingabe mit <Strg>-<Shift>-<Return> ab. Sie weisen dadurch die Tabellenkalkulation an, eine Matrixformel zu erzeugen. Diese erscheint in geschweiften Klammern.

Open Office 1.x/2: Trendlinien
Open Office ist mit Statistikfunktionen in Diagrammen nicht ganz so gut ausgestattet wie Excel. Eine Trendlinie gibt es hier nicht. Sie können aus den vorhandenen Werten jedoch eine Regressionskurve ermitteln und daraus grafisch zumindest eine Tendenz ableiten. Dazu markieren Sie das Diagramm per Doppelklick und gehen auf "Einfügen, Statistik". Unter "Fehlerkategorie" wählen Sie die Option "Keine Funktion". Unter "Regressionskurven" stehen Ihnen mehrere Typen zur Verfügung, beispielsweise "Lineare Regression" oder "Logarithmische Regression". Wählen Sie hier die für Ihre Daten passende Option aus, und klicken Sie auf "OK".

Excel 97-2003: Formeln überwachen
Wenn Sie zur Kontrolle statt der Ergebnisse die Formeln in den Zellen eines Arbeitsblattes sehen wollen, können Sie mit <Strg>-<#> auf die Anzeige der Formeln umschalten. Mit derselben Tastenkombination kehren Sie zur gewohnten Ansicht zurück.

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