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Start von Apples Musikshop in Europa verzögert sich

26.06.2003 | 11:17 Uhr |

Der Start von Apples "iTunes Music Store" wird sich in Europa wohl bis 2004 verzögern. Ursprünglich sollte der Dienst noch in diesem Jahr hier zu Lande Musikliebhaber zum Kauf legaler Musik-Titel per Internet anlocken. Als Grund werden vor allem die schwierigen Lizenzverhandlungen mit den Musikstudios angegeben.

Der Start von Apples "iTunes Music Store" wird sich in Europa wohl bis 2004 verzögern. Ursprünglich sollte der Dienst noch in diesem Jahr hier zu Lande Musikliebhaber zum Kauf legaler Musik-Titel per Internet anlocken. Als Grund werden vor allem die schwierigen Lizenzverhandlungen mit den Musikstudios angegeben, berichtet die britische Tageszeitung "Independent".

Anders als in den USA stellt sich die Lizenzsituation in Europa weitaus schwieriger dar, da die Musiker in jedem Land unterschiedliche Vereinbarungen getroffen haben. "In Europa ist das rechtliche System für den Download von lizensierten Titeln komplizierter als in den USA. Das amerikanische "Ein-Preis-für-alles-System" funktioniert in Europa nicht", so Pascal Cagni, Vize-Präsident von Apples European Operations. Cagni legte sich auf keinen genauen Start-Termin fest, stellte jedoch klar, dass die kolportierten Angaben über einen Start bis September nicht der Wahrheit entsprächen. "Ich denke nicht, dass dieser Service in Europa bis zum nächsten Jahr angeboten wird", so Cagni.

Seit dem Start des Dienstes in den USA vor knapp zwei Monaten konnte Apple rund fünf Millionen Titel zu je 99 US-Cent verkaufen. Der Erfolg hängt allerdings eng mit den sehr offenen Regeln für die Weiterverarbeitung der Titel zusammen. So dürfen Apples Kunden die Titel auf CD brennen und auf andere PCs oder MP3-Player übertragen. Andere Dienste setzen auf das Abo-Modell, bei dem der Anwender für einen monatlichen Betrag eine bestimmte Anzahl Titel herunterladen kann, diese aber nicht (oder nur gegen Aufpreis) brennen oder anderweitig weiterverwenden darf.

"iTunes Music Store verändert das Kaufverhalten der Menschen, was Musik betrifft", sagte Steve Jobs, Geschäftsführer von Apple. Die Firma will sich in einem nächsten Schritt darauf konzentrieren, eine Version des Systems zu entwickeln, die auch unter der weit verbreiteten Windows-Oberfläche läuft. Ende des Jahres soll auch die PC-Variante die Kassen klingeln lassen.

Erfolg von Apples "Music Store" lockt die Konkurrenz (PC-WELT Online, 10.06.2003)

Apples Internet-Musikshop knackt 2-Millionen-Grenze (PC-WELT Online, 15.05.2003)

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