Für das Höchstmaß an Sicherheit reicht weder die Windows- noch eine Desktop-Firewall aus. Der Grund: Software kann Sicherheitslücken aufweisen. Die perfekte Lösung ist eine Hardware-Firewall, die zwischen Internet und PC sitzt. Heutige Router sind standardmäßig mit einer solchen Firewall ausgerüstet. Wichtig: Verwechseln Sie den Router nicht mit einem Internetmodem. In diesem ist keine Firewall integriert. Solche reinen DSL-Modems ohne integrierte Firewall gibt es oft beim Abschluss eines DSL-Laufzeitvertrags, beispielsweise bei Alice oder Telekom Deutschland.
Günstige Hardware: Router mit integrierter Firewall sind nicht teuer. Zur Auswahl stehen Geräte mit oder ohne Funktechnologie, sprich: WLAN. Darüber hinaus gibt es Router, die außer einer Firewall auch ein Modem umfassen. Der Vorteil: Der Anwender benötigt nur ein Gerät für den Internetzugang. Das spart Strom.
Konfiguration: Das Einrichten einer Hardware-Firewall ist nicht ganz einfach. Wir empfehlen deshalb unerfahrenen Anwendern, mit der Standardkonfiguration zu arbeiten. Bei falschen Einstellungen besteht die Gefahr, dass der Internetzugang nicht mehr funktioniert. Im Folgenden erklären wir Ihnen einige wichtige Einstellungen; die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Gerät und können deshalb von unseren Angaben leicht abweichen. Öffnen Sie als Erstes das Konfigurationsmenüs des Routers. Dazu tippen Sie in Ihrem Webbrowser die IP-Adresse des Geräts ein. Diese finden Sie im Handbuch oder auf der Unterseite des Routers. In der Regel beginnt sie mit 192.168.
Loggen Sie sich mit Benutzernamen und Kennwort ins Konfigurationsmenü ein. Diese Zugangsdaten finden Sie ebenfalls im Handbuch. Meistens handelt es sich um den Benutzernamen admin und ein simples Passwort wie 0000, 1234 oder admin. Ändern Sie dieses Standardpasswort unbedingt. So verhindern Sie, dass sich Fremde Zugang zu Ihrem Router verschaffen und Einstellungen verändern. Das Passwort setzen Sie in einem Konfigurationsmenü wie Einstellungen oder Administration.
Jetzt können Sie im Konfigurationsmenü die Standardeinstellungen der Firewall A Ihren Bedürfnissen anpassen. Es lassen sich zum Beispiel Internetadressen mit Erwachseneninhalten sperren. Weiter können Sie einzelne Ports öffnen oder schließen. Dabei handelt es sich um „Türen“ zwischen Computer und Internet, die alle eine unterschiedliche Nummer tragen. Je nach Software (z. B. Onlinegames, Mailprogramm oder Musik-Download) werden andere Ports benutzt.
Unter www.iana.org/assignments/port-numbers lesen Sie, welche Ports für was zuständig sind. Suchen Sie in dieser Liste per Ctrl+F nach der gewünschten Anwendung (etwa POP3 für eingehende E-Mails), schon finden Sie die zugehörige Port-Nummer. Als Alternative empfiehlt sich eine Google-Suche im Internet, beispielsweise mit den Stichworten Name des Computerspiels + Port oder Port für ausgehende E-Mails.
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