11.05.2007, 15:01

Tobias Weidemann

Stampit – Briefmarken selbst drucken

Mit Stampit lassen sich Briefe und Pakete aller Art frankieren. Das System ist praktisch für alle, die nicht die richtige Briefmarke zur Hand haben. Doch nicht in allen Punkten kann das virtuelle Porto überzeugen.

Ein Brief für 55 Cent, eine Büchersendung für 85 Cent, eine Warensendung für 1,65 Euro – gerade wer nur ab und zu mal etwas mit der Post verschickt, kennt das Problem: Man hat nie die passenden Briefmarken. Also auf den Weg zur Post machen oder lieber überfrankieren? Beide Lösungen sind nicht optimal. Die Deutsche Post bietet mit Stampit eine Lösung an, die zumindest für computeraffine Menschen eine Lösung sein könnte. Dabei wird das Porto über einen handelsüblichen Drucker ausgedruckt und statt einer Briefmarke auf den Umschlag geklebt.
Nötig ist hierfür ein Internet-Zugang (mit IE ab 5.0 oder Firefox ab 1.0.7), der Adobe Reader ab Version 6.02 und ein Konto bei Stampit. Die Stampit-Home-Software kostet 6,50 Euro extra (9,50 Euro mit Anmeldung) und bietet zwar einige Vorteile, ist aber nicht zwingend erforderlich. Beispielsweise lassen sich damit Serienbriefe bequem frankieren und das Tool bietet eine Word-Schnittstelle zum bequemen Drucken aus der Microsoft-Textverarbeitung. Der einfachste und günstigste Weg, wenn man nur ein paar Sendungen hat, erfolgt über die Website www.stampitweb.de.
Der Anwender trägt hier seine Kontodaten ein und gibt im nächsten Dialog die genaue Absender- und Empfängeradresse ein (wobei die Absenderdaten praktischerweise schon vorgegeben sind und nur im Einzelfall abgeändert werden müssen). Danach erfolgt über ein Pull-down-Menü die Wahl der passenden Sendungsart. Zur Wahl stehen neben Brief und Postkarte auch Büchersendung, Warensendung und Päckchen, sowie Pakete in allen gängigen Größen. Neben Sendungen innerhalb Deutschlands lassen sich auch internationale Sendungen frankieren und gängige Zusatzleistungen (etwa Einschreiben oder Nachnahme) buchen. Nach der Auswahl sieht der Kunde die wichtigsten Daten wie maximale Größe, maximales Gewicht und Preis.
Zuletzt entscheidet der Kunde noch, auf welches Medium gedruckt werden soll und – bei Etiketten – in welches Feld. Unbedingt sollten Sie einen Probedruck durchführen, da sich der tatsächliche Druck des schachbrettartigen Musters nur ein einziges Mal ausführen lässt – dazu später mehr.
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