Am häufigsten treten Spionage-Programme als Spyware in werbefinanzierter Software auf. Es handelt sich dabei um Werbemodule, die unter anderem speichern, welche Web-Seiten Sie besuchen. Bislang gibt es nur wenige Hinweise, dass diese Module persönliche Daten ins Internet senden. Allerdings lässt sich das in den meisten Fällen nicht kontrollieren. Auf das, was mit den gesammelten Daten geschieht, hat der Anwender ebenfalls keinen Einfluss. Deshalb lehnen viele Anwender diese Werbemodule ab.
Gefahr: Spyware, Keylogger & Co.
Neben Spyware gibt es Spionage-Programme wie Keylogger, die jeden Tastenanschlag aufzeichnen, und Trojaner, die einem Angreifer kompletten Zugriff auf Ihren Rechner erlauben. Solche Programme fallen unter die Rubrik Viren & Co. und werden von Antiviren-Tools erkannt. Auf die anderen Schädlinge haben sich Anti-Spyware-Tools spezialisiert.
Abwehr: Gratis-Tools gegen Spyware
Zum Schutz vor Spyware und anderen, eher harmlosen Schädlingen stellen wir Ihnen zwei Tools vor. Aber Achtung: Einige werbefinanzierte Programme funktionieren nach dem Löschen der Spyware-Komponenten nicht mehr. Sollten Schwierigkeiten auftreten, behebt in der Regel eine Neuinstallation des werbefinanzierten Programms das Problem.
Ad-Aware 6 Standard Edition: Das Programm durchsucht den Arbeitsspeicher, die Registry und die Festplatte des Rechners nach lästiger Spyware. Wenn das Tool fündig wird, kann es die Schnüffel- Software entfernen. Registry-Einträge, die Ad-Aware als verdächtig meldet, lassen sich vor dem Löschen sichern. Diese Möglichkeit sollten Sie auf jeden Fall nutzen. Übrigens: Wenn Sie mit einer älteren Version von Ad-Aware arbeiten, lohnt sich eine Aktualisierung der Software zweifach. Zum einen hat der Anbieter die Datenbank mit Infos über bekannte Spyware aktualisiert, zum anderen arbeitet das Programm in der Version 6 wesentlich schneller als in den Vorversionen.
Spybot Search & Destroy 1.2: Das Tool bietet einen größeren Funktionsumfang als Ad-Aware 6. Nützlich ist beispielsweise die Funktion "Immunisieren". Damit machen Sie Ihr System für Spyware weniger anfällig. Das Programm lässt sich in einem Anfängermodus mit einfacher Bedienerführung oder in einem Profimodus starten. Im Anfängermodus müssen Sie auf "Datei, Überprüfung" klicken, um die Suche nach Spyware zu starten. Anschließend beseitigt das Tool auf Wunsch den gefundenen Code. Die Einstellmöglichkeiten im Profimodus sind sehr detailliert. Diese Ansicht zeigt den großen Leistungsumfang des Tools. Ein Blick in diesen Modus lohnt sich für interessierte Anwender auf jeden Fall.
Hijacker kapern den Browser
Als Hijacker bezeichnet man Programme, die die Startseite Ihres Browsers ändern. Meist handelt es sich um Active-X-Komponenten. In der fiesen Variante platzieren sie Programmcode im System. Dann nützt es nichts, wenn Sie die Startseite im Internet Explorer über "Extras, Internetoptionen, Startseite" zurücksetzen. Bei jedem Start des IE trägt der Code die eigene Website erneut als Startseite ein. Daten senden die Hijacker in der Regel nicht, ärgerlich sind sie aber allemal. Die hier vorgestellten Antispyware-Tools finden und beseitigen auch die meisten Hijacker.
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