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Making of Hellgate:London

18.04.2008 | 10:47 Uhr |

2003 haben sich die Diablo-Macher von Blizzard losgesagt, um ihr eigenes Spiel zu entwickeln. Was in einem Keller begann, sorgte nach der Fertigstellung für heiße Diskussionen.

Der Erwartungsdruck war immens: Im Frühjahr 2005 hatten Bill Roper, Max Schaefer, Erich Schaefer und David Brevik angekündigt, ein neues Spiel zu entwickeln. Waren doch die vier Entwickler die Köpfe hinter den Megahits Diablo und Diablo 2 und hatten 2003 ihre Mutterfirma Blizzard verlassen, um ein eigenes Studio namens Flagship zu gründen. Das mit Spannung erwartete Erstlingswerk Hellgate: London ist im November letzten Jahres erschienen – mit gemischter Resonanz. Wir haben uns mit Max Schaefer, Chief Operating Officer der Flagship Studios über die Entstehungsgeschichte von Hellgate unterhalten. Den Nachnamen haben er und sein Bruder Erich übrigens von deutschen Vorfahren, auch wenn sie selbst keine Verbindung zur Bundesrepublik mehr besitzen.

Abschied und Neuanfang

Warum haben sich die vier Flagship-Renegaten 2003 von Blizzard getrennt? Als Antwort zählt Max eine lange Reihe von Leuten auf, die die Firma im Laufe der Jahre besessen haben. Die Mitarbeiter blieben bei großen Entscheidungen außen vor, erzählt Max: "Wir haben immer nur durch Online-News von den Besitzerwechseln erfahren und uns auf Präsentationen regelmäßig gewundert, welches neue Logo wohl neben dem von Blizzard auftauchen würde.

" Irgendwann reichte es einigen Angestellten; sie forderten den damaligen Besitzer Vivendi Universal auf, das Personal von Blizzard North in so wichtige Entscheidungen wie Anteilsverkäufe mit einzubeziehen. Denn es gab Firmen, für die sie partout nicht arbeiten wollten. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, drohten Max und andere mit Kündigung. Vivendi gab nicht nach, Schaefer und Co gingen – und beschlossen, in Zukunft ihr eigenes Ding zu machen.

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