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Spezial-USB-Sticks für Ihr Smartphone für mehr Speicher

06.09.2016 | 08:55 Uhr |

Die meisten Tablets und Smartphones besitzen eine USB-Schnittstelle, an der Sie zusätzlichen Speicher andocken können. Wir verraten, was Sie dazu benötigen und wie es funktioniert.

Der USB-Anschluss ist vom handelsüblichen Computer gar nicht wegzudenken. Über ihn schließen Sie beispielsweise Smartphone, Kamera, externe Festplatte, Drucker und viele weitere Geräte an den Rechner an. Und natürlich auch den altbewährten USB-Stick, auf dem Sie alle Daten mit sich tragen können. Der USB-Anschluss am Tablet und Smartphone soll Ähnliches ermöglichen, ist jedoch noch nicht ganz so leistungsfähig.

Ein PC bietet die gewohnte USB-Buchse für den USB-Stecker Typ A. Bei fast allen Tablets und Mobiltelefonen dagegen findet sich lediglich eine viel kleinere Buchse, die für einen Micro-B-Stecker. Wer also etwa eine nicht Bluetooth-fähige USB-Tastatur an seinem Android-Tablet anstecken möchte, der benötigt einen entsprechenden Adapter. Diesen gibt es bei Elektronikdiscountern oder im Internet-Versandhandel unter Bezeichnungen wie „USB Host Modus Kabel“ beziehungsweise „OTG-USB-Adapter“. Die Preise liegen bei rund fünf Euro.

Einige Adapter verfügen übrigens nicht nur über den gewohnten USB-Anschluss, sondern besitzen auch eine SD-Kartenleser.

USB am Mobilgerät: Was möglich ist und wo es noch immer hakt

Zu den USB-Geräten, die Sie an die meisten Android-Tablets und -Smartphones anschließen können, zählen Tastaturen, USB-Sticks, Digitalkameras, externe Festplatten und SD-Karten über einen USB-Kartenleseadapter.

Mit einem Universaladapter stellen Sie für Android-Smartphones und -Tablets Schnittstellen bereit, die dann beispielsweise USB-Sticks, Festplatten und Speicherkarten mit dem Mobilgerät verbinden.
Vergrößern Mit einem Universaladapter stellen Sie für Android-Smartphones und -Tablets Schnittstellen bereit, die dann beispielsweise USB-Sticks, Festplatten und Speicherkarten mit dem Mobilgerät verbinden.

Das Ende von mobil: Allerdings klappt die Erkennung einiger Geräte nicht immer zuverlässig. Während USB-Sticks kaum Schwierigkeiten machen, streiken externe USB-Festplatten am Mobilgerät oft. Die Platten ziehen nämlich mehr Strom, als der Micro-USB-Anschluss am Tablet beziehungsweise Smartphone liefert. Abhilfe schafft hier zwar ein dazwischen geschalteter aktiver USB-Hub mit eigener Stromversorgung. Das bedeutet dann jedoch auch das Ende der Mobilität. Schließlich gibt es unterwegs nur selten Steckdosen für den Stromanschluss.

USB on the go (OTG): Doch der Stromhunger ist nur eine von zwei Einschränkungen bei USB für Tablets und Smartphones. Die Zweite: Die Geräte bieten keinen vollwertigen Host-Modus, wie es ein Windows-PC tut. Denn tatsächlich lassen sich die Android-Mobilgeräte über den Micro-USB-Anschluss ja auch selbst an einen PC anschließen. Dann agieren sie als Clients und bieten dem PC-Nutzer den entsprechenden Zugriff auf das Tablet und Smartphone. Nur aufgrund der Technik USB on the go besitzen die Android-Geräte zudem eine Art Host-Modus. Neben der geringen Stromlieferung fehlt es bei USB OTG auch an einer umfangreichen Treiberunterstützung. Weshalb eben viele Geräte wie Drucker am USB-Port in der Regel nicht erkannt werden. Übrigens: Fast alle aktuellen Android-Tablets und – Smartphones verfügen über USB OTG.

Gekennzeichnet werden USB-OTG-Produkte übrigens durch das USB-Logo mit zusätzlichem grünem Pfeil auf der Unterseite und weißem „On-The-Go“-Schriftzug.

Tipp: So laden Sie Ihre USB-Geräte endlich schneller!

Speichererweiterung: Mehr Speicher für Androiden

Nur wenige Smartphones und Tablets besitzen mehr als 16 GB internen Speicher. Davon nehmen Android als Betriebssystem und installierte Apps schon einen Großteil in Anspruch, so dass für Musik, Filme und andere Inhalte nur noch wenig Platz zur Verfügung steht. Da viele Hersteller auf einen Slot für SD-Karten verzichten, sind spezialisierte USB-Sticks der Ausweg bei Speichermangel.

Sie besitzen neben der herkömmlichen USBA-Buchse zusätzlich noch einen Micro-USB-Anschluss und erlauben so den direkten Datenaustausch zwischen Stick und Android-Mobilgerät – ganz ohne zusätzlichen Adapter oder Kabel. Die Android-Geräte müssen lediglich mit Android ab Version 4.0.4 und USB-OTG-Funktionalität ausgestattet sein. Gekennzeichnet werden USB-OTG-Produkte übrigens durch das USB-Logo mit zusätzlichem grünem Pfeil auf der Unterseite und einem weißem „On- The-Go“-Schriftzug.

Der Stick verhält sich am Computer wie ein gewöhnliches Flash-Laufwerk und kann etwa im Windows-Explorer wie gewohnt mit Daten befüllt werden. Ist der Stick am Android-Smartphone und -Tablet eingesteckt, haben Sie via Dateimanager Zugriff auf die Inhalte und können beispielsweise Videos und Musikdateien in einem Player öffnen.

Checkliste USB-Stick mit OTG-Funktionen

Einsatzgebiet: USB-Sticks mit OTG-Funktion eignen sich ideal, um beispielsweise Videos, Hörbücher, Musik und E-Books mitzunehmen, die auf dem internen Speicher von Android-Tablet und -Smartphone keinen Platz finden.

Geschwindigkeit: Die schnellsten OTG-Sticks mit USB 3.0 erreichen beim Lesen Datenraten von rund 180 MB pro Sekunde. Beim Schreiben sind rund 100 MB pro Sekunde realistisch. Zum Vergleich: Herkömmliche USB-3.0-Sticks erzielen fast dreimal so hohe Transferraten.

Lebensdauer: Die Speicherzellen der Sticks unterliegen einem gewöhnlichen Verschleiß. Die Hersteller garantieren bis zu 1 Mio. Schreibzyklen pro Speicherzelle. Die Controller-Elektronik sorgt dafür, dass zu ändernde Speicherstellen nach jedem Schreiben auf einem physisch anderen Bereich abgelegt werden.

Ausfallsicherheit: USB-Sticks sind bei korrekter Handhabe quasi unverwüstlich. Es gibt sogar Modelle für den Outdoor-Einsatz, die besonders gegen Erschütterungen geschützt sind. Einige Hersteller bieten für ihre USB-Sticks sogar eine lebenslange Garantie an.

Kapazität: Modelle mit 16 GB stellen derzeit die Untergrenze dar. Weitere Größen der OTG-Sticks sind 32, 64 und 128 GB.

Preis: Schon für rund 12 Euro gibt es 16-GB-Sticks. 32-GB-Modelle kosten nur wenige Euro mehr und selbst 64 GB Speicher sind schon für rund 25 Euro zu haben.

Tempo: Am PC schnell, aber am Mobilgerät spürbar langsamer

Die höchsten Datenraten erreichen die OTG-Sticks, wenn sie mit dem USB-3.0-Controller eines PCs, Macs oder Notebooks kommunizieren. Die schnellsten OTG-Modelle bieten um die 180 MB/s beim sequenziellen Lesen sowie fast 80 MB/s beim Schreiben. Das ist vergleichsweise wenig, wenn man die Leistungsdaten herkömmlicher USB-3.0-Sticks betrachtet. Mindestens genauso wichtig wie die sequenzielle Geschwindigkeit ist bei einem OTG-Stick die Praxisdatenrate am Android-Mobilgerät. Hier fällt das Tempo deutlich geringer aus. Bei Stichproben verschiedener OTG-Sticks variiert die höchste Leserate zwischen 11 und 14 MB/s, während die Schreibrate zwischen 9 und 11 MB/s pendelt. Generell gilt hier: Die 64-GB-Sticks sind im Schnitt etwas flotter als die 32-GB-Modelle.

USB-Type-C: Einfacher, stärker, schneller

Speichererweiterung: So geht's bei iPhone & iPad

Zusatzsspeicher für das iPhone.
Vergrößern Zusatzsspeicher für das iPhone.

Wer regelmäßig Musik, Videos und E-Books auf dem iPhone und iPad speichert, stößt auch hier mit ziemlicher Sicherheit irgendwann an die Kapazitätsgrenze des internen Gerätespeichers, besonders wenn es sich um die Einstiegsmodelle mit 16 GB handelt. Apple lässt sich Speicherplatz für das iPhone und iPad traditionell üppig bezahlen. Der Aufpreis von 32 auf 128 GB liegt beim großen iPad Pro bei stolzen 180 Euro. Beim iPhone 6s Plus kosten 64 GB mehr Datenspeicher bei der Bestellung im Apple Store 110 Euro. Gut, dass es Speichererweiterungen für den Lightning-Anschluss gibt. Stellvertretend für die im Handel angebotenen Modelle stellen wir drei Produkte vor.

Sandisk Ixpand : Der Speicher-Stick mit Lightning-Anschluss von Sandisk (www.sandisk.de) nimmt über eine zugehörige iOS-App Fotos, Videos und andere Dateien entgegen. Bilder lassen sich wahlweise auch automatisch auf den Stick übertragen, sobald dieser an iPhone oder iPad angesteckt wird. Zudem spielt die App auf Ixpand gespeicherte Filme direkt ab. Ein eigener Ordner lässt sich als Tresor („Vault“) befüllen und mit Passwort versehen oder über Touch-ID am unterstützten iOS-Gerät öffnen. Die 16-GB-Ausführung kostet rund 60 Euro, der Stick mit 64 GB Speicherplatz 120 Euro.

iKlips Duo : Der in vier Farben sowie vier verschiedenen Speichergrößen (32, 64, 128 und 256 GB) erhältliche Stick von Adam Elements (www.adamelements.com) passt auch auf iPhone- und iPad-Hüllen. Für Schutz sorgt eine zusätzlichen Silikonschicht auf der Gehäuseoberseite. Die iKlips 2.0 App für den Zugriff auf die Inhalte des Sticks unterstützt 3D Touch, Mehrfachauswahl, Split-View, Passwortschutz und Verschiebefunktion. Zudem gibt es eine Integration von Apples Musik-App für direkten Zugriff auf iTunes-Einkäufe. Die Ausführung mit 32 GB Speicher kostet rund 80 US Dollar.

Leef iBridge : Ausgestattet mit einem Lightning-Stecker und dank des J-förmigen Designs sitzt die Speichererweiterung von Leef fest am iPhone und iPad. iBridge bietet auf dem iOS-Gerät Zugriff auf die eigene Film-, Musik- und Fotodatenbank und ermöglicht die Datenübertragung zum PC. Möglich macht das die dazugehörigen App. Auf der Speicherkarte gefundene Fotos landen direkt in der Fotos-App. Umgekehrt können neue Fotos auf dem Stick gespeichert werden. Der Preis für die kleinste Version mit 16 GB beträgt 65 Euro, für 32 GB 89 Euro, für 64 GB 119 Euro und für 128 GB 219 Euro. Die Variante mit 256 GB ist für 439 Euro zu haben.

Tipp: Akku-Hülle mit Zusatzspeicher

Das Mophie Space Pack ab rund 150 Euro ist eine clevere Idee: Bis zu 128 GB Zusatzplatz packt Mophie in eine Batteriehülle. Die Handhabung ist recht einfach: Zunächst schieben Sie Ihr iPhone in den größeren Teil der Abdeckung, anschließend stecken Sie das kleinere Element mit dem Lightning-Anschluss auf. Stummschalter, Laut- und Leise-Regler sowie Ein-/Ausschaltknopf des iPhone befinden sich außen am Space Pack und lassen sich gut bedienen, die Kamera liegt frei.

Eine LED-Anzeige am unteren Teil des Space Packs zeigt auf Knopfdruck den Ladezustand des Akkus an. Zugriff auf den Speicher ermöglicht die kostenlose Space-App. Sie bietet Zugriff auf eine interne Ordnerstruktur, in die automatische Musik, Videos, Fotos, Dokumente und andere Dateien einsortiert werden. Eine Synchronisationsfunktion ermöglicht das Übertragen von Bildern und Videos aus der iOS-Fotos-App, sodass diese nach erfolgtem Abgleich vom iPhone selbst gelöscht werden können. Die iPhone-6-Version ist in den Farben Schwarz und Gold erhältlich und liefert außerdem 2.300 mAh Zusatzstrom.

Speichererweiterung: USB-Stick mit WLAN-Verbindung

Fotos und viele andere Dateien lassen sich manuell auf dem Wireless- Stick ablegen.
Vergrößern Fotos und viele andere Dateien lassen sich manuell auf dem Wireless- Stick ablegen.
© Sandisk

Ein USB-Stick von Sandisk bringt bis zu 200 GB Speicher auf Mobilgeräte – drahtlos per WLAN. So überspielen Sie etwa Filme am PC auf den Stick und schauen sie unterwegs am Tablet an.

Für Android-Smartphones und Tablets gibt es OTG-Sticks, für iPhone und iPad sind Speichererweiterungen für den Lightning-Anschluss zu haben. Eine Alternative dazu ist ein handlicher USB-Stick von Sandisk, der sich per geschütztem WLAN (Wi-Fi Protected Access 2) mit bis zu drei Smartphones und Tablets gleichzeitig verbindet. Mit dem Connect Wireless Stick ist Sandisk derzeit übrigens alleine auf weiter Flur – Konkurrenzprodukte mit Drahtlostechnik sind nicht in Sicht.

Für die 16-GB-Version des Sandisk Connect Wireless Stick sind im Handel rund 25 Euro fällig. Für 32 und 64 GB Speicherplatz bezahlen Sie etwa 33 und knapp 42 Euro. Die 128-Gigabyte-Variante ist dann mit rund 83 Euro schon wieder deutlich teurer. Die mit 200 GB Kapazität größte Ausführung des Wireless Stick kostet rund zirka 115 Euro.

Ohne App geht nichts: Bevor man am iPhone und iPad beziehungsweise auf Android-Geräten auf den Sandisk Connect Wireless Stick zugreifen kann, ist die Installation der Gratis-App „Connect Drive“ erforderlich. Die Verbindung zwischen iOS-Gerät und WLAN-Stick ist im Test schnell erledigt: Über den auf der schmalen Seite angebrachten Schalter wird der Stick eingeschaltet. In den iOS-Einstellungen unter „WLAN“ wird der Sandisk-Stick ausgewählt. Zurück in der App wird er erkannt und die vorgegebene Ordnerstruktur wird angezeigt. Jetzt lässt sich zum Beispiel an bis zu drei verbundenen Geräten die Wiedergabe von Videos und Musikdateien starten, die zuvor am Windows-PC oder Mac auf den USB-Stick überspielt wurden. Das ist übrigens nicht mit maximalem USB-Tempo möglich, da beim Sandisk-Stick der langsame USB-Standard 2.0 zum Einsatz kommt. Im Test mit CrystalDiskMark messen wir rund 13,4 MB/s beim Lesen und knapp 12,7 MB/s beim Schreiben von Dateien.

Sobald der Connect Wireless Stick eingeschaltet ist, können Sie auch via PC und Aufruf der Weboberfläche über die URL sandisk.com/myconnect auf die Inhalte zugreifen. Allerdings bietet die Weboberfläche nahezu keine Einstellmöglichkeiten – das Überspielen von Dateien auf den Stick ist nicht möglich, sie lassen sich lediglich vom Connect Wireless auf den PC herunterladen.

Am Smartphone und Tablet ist die App intuitiv zu nutzen. Sie lässt sich so einrichten, dass Fotos und Videos bei der Aufnahme automatisch von der Kamera auf den Stick kopiert werden. Auch ist das manuelle Speichern von Dateien möglich. Außerdem können Fotos und Videos zur Wiedergabe an Apple TV, Google Chromecast und Amazon Fire TV gestreamt werden. Als weiteres Extra zeigt die App nicht nur den freien Speicher, sondern auch den Akkustand an. Je nach Nutzung sind bis zu acht Stunden Betriebszeit möglich.

Micro-USB-Adapter für USB-Geräte und Speicherkarten

Ein rund 8 bis 15 Euro teurer Universaladapter für den Micro-USB-Port ist immer genau dann gefragt, wenn Sie zum Beispiel die Speicherkarte der Digitalkamera am Tablet auslesen und die Fotos dort sichern möchten. Ein solches OTG Connection Kit fungiert beispielsweise als aktiver 5-in-1-USB-Hub und gleichzeitig als Lesegerät für Speicherkarten der Typen TF, SD, SDHC, SDCX, MMC, MS, M2 und MS Duo. Dank der eigenen Stromversorgung lassen sich auch stromhungrige Verbraucher wie externe Festplatten an das Connection Kit anschließen. Der so bereitgestellte Speicher wird am Tablet und Smartphone automatisch erkannt.

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