Speichersysteme

Neuland für Virtualisierung

Mittwoch den 16.04.2008 um 10:01 Uhr

von Martin Tutschek

Konsolidierte Speichersysteme sind besser ausgelastet und ihr Betrieb ist kostengünstiger. Virtualisierung kann dazu beitragen und zudem noch das Management der Storage-Infrastruktur vereinfachen.
In modernen Rechenzentren arbeitet eine große Zahl an Servern mit großen Speicher-Arrays zusammen. Die Verbindung zwischen diesen Komponenten wird in der Regel über Fibre-Channel-Fabrics realisiert. Einzelne Arrays unterstützen dabei hunderte - oft sogar tausende - Server und Anwendungen. Diese Architekturen haben sich im Lauf der Zeit durch umfassende Speicherkonsolidierungen entwickelt und sorgen durch gute Speicherausnutzungswerte für erhebliche Kosteneinsparungen. Ihre Verwaltung ist für die IT-Verantwortlichen allerdings deutlich schwieriger und kostenintensiver als zuvor, da sämtliche Änderungen am physikalischen Speicher hunderte von Anwendungen direkt betreffen.

Um dieses Problem zu lösen, kommen Virtualisierungstechniken ins Spiel. Diese helfen den Administratoren dabei, die Komplexität ihrer Infrastrukturen in den Griff zu bekommen und die Verwaltungskosten wieder zu senken. Die Virtualisierung vereinfacht zudem die Datenbewegungen und ermöglicht neben unkomplizierten Modifikationen an der Infrastruktur auch gestaffelte Speicherstrategien, Information Lifecycle Management (ILM) sowie die Implementierung von Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Lösungen.

Technische Hintergründe

Die Storage-Virtualisierung stellt ein logisches Abbild des physikalischen Speichers dar. Dabei kommt zwischen Servern und Speicherkomponenten eine Abstraktionsschicht zum Einsatz. Die Server kommunizieren im Betrieb dann mit dieser Abstraktionsschicht und nicht mit den Speichergeräten selbst. Der zugrunde liegende physikalische Speicher lässt sich also bei Bedarf jederzeit modifizieren, ohne dass die Anwendungen, die auf den Speicher zugreifen, dadurch beeinträchtigt werden. Die Verantwortlichen haben folglich immer Gelegenheit, Arrays zu ersetzen oder Tiered-Storage- und ILM-Strategien zu realisieren, ohne sich dabei um die Applikationen kümmern zu müssen.

Ein weiterer Vorteil der Speichervirtualisierung liegt darin, dass sämtliche Daten sich – je nach den Anforderungen der Anwendungen oder den Geschäftswert der Informationen – stets von einer Speicherkomponente auf eine andere verschieben lassen. Die physikalischen Speichereinheiten können dabei sowohl aus mehreren unterschiedlichen Arrays, als auch aus heterogenen Storage-Einheiten unterschiedlicher Hersteller bestehen.

Mittwoch den 16.04.2008 um 10:01 Uhr

von Martin Tutschek

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