Ratgeber

Speichersicherheit – ECC

Mittwoch, 13.02.2008 | 12:20 von DR. KLAUS MANHARD
Bei der Verfügbarkeit spielen mehrere Komponenten eine Rolle, Basis ist aber die permanente Availability der entsprechenden Server. Wichtige Auswahlkriterien bei der Server-Hardware sind vor allem die Performance, die Skalierbarkeit, die Flexibilität und der Platzbedarf.

ECC-DIMM: Anders als ein herkömmliches Speichermodul
benötigt das ECC-DIMM statt acht einen zusätzlichen neunten
Speicherchip. In diesem Baustein werden Check-Bits zur
Fehlerkorrektur abgelegt.
Vergrößern ECC-DIMM: Anders als ein herkömmliches Speichermodul benötigt das ECC-DIMM statt acht einen zusätzlichen neunten Speicherchip. In diesem Baustein werden Check-Bits zur Fehlerkorrektur abgelegt.
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Vom Server-Design her genügt bei kleineren Unternehmen normalerweise schon ein Tower-System den Anforderungen. Um bei solchen Systemen Ausfälle durch defekten Hauptspeicher zu vermeiden, sollte der Server rudimentäre Sicherheitsmechanismen enthalten. Dazu gehört die Ausstattung mit ECC-Speicher (Error-Correcting Code). ECC-Module haben im Gegensatz zu normalen RAM-Bausteinen zusätzlich Funktionen, die den Datenfluss überprüfen und gegebenenfalls verändern können. Sie sind damit imstande, Fehler zu korrigieren.

ECC behebt Ein-Bit-Fehler und erkennt Zwei-Bit-Defekte. Dank der Ein-Bit-Fehlerkorrektur ignoriert der Server einen Ein-Bit-Fehler des Speicherchips auf einem DIMM-Speichermodul und läuft problemlos weiter. Laut einer IBM-Laborstudie erreicht ein mit ECC ausgestatteter Hauptspeicher eine Zuverlässigkeitsrate von 91 Prozent.

Höhere Speicherausfallsicherheit bietet das von IBM eingeführte Chipkill-Verfahren, auch als Advanced ECC bezeichnet. Es kann bis zu vier Bitfehler korrigieren und acht Bitfehler erkennen. Bei Fehlerhäufung in einem Speicherchip kann es diesen sogar ausblenden, ohne das System herunterzufahren.
Ein Vorteil der Chipkill-Technologie: Es sind keine speziellen Speichermodule notwendig, handelsübliche ECC-DIMMs genügen. Zusätzlich arbeitet das Korrekturverfahren unabhängig vom Betriebssystem und hängt somit nur vom Chipsatz und vom BIOS ab. Das Chipkill-Verfahren erreicht nach der IBM-Studie eine Ausfallsicherheit von 99,94 Prozent.

Sollen Speicherintegrität und -ausfallsicherheit weiter gesteigert werden, bieten entsprechende Chipsätze und Betriebssysteme zusätzliche Technologien wie Hot Swap, Hot Add, Hot Spare Memory, Memory Mirroring oder ProteXion.

Ausführliche Informationen zu den genannten Technologien liefert Ihnen der Artikel Sicherer Speicher für Server und Workstations .

Mittwoch, 13.02.2008 | 12:20 von DR. KLAUS MANHARD
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