1944679

Häufige Fragen zu Smartphones geklärt

25.08.2014 | 10:34 Uhr |

Smartphone-Nutzer haben vielerlei Fragen auf dem Herzen oder schlagen sich mit ungelösten Problemen herum. Wir beantworten die wichtigsten Anliegen unserer Leser.

Wir haben unsere Leser dazu aufgerufen, ihre Fragen und persönlichen Smartphone-Problembeschreibungen bei uns einzureichen. Über unsere Facebook-Seiten unter facebook.de/pcwelt und facebook.de/androidwelt , unseren Youtube-Kanal youtube.de/pcwelt und in unserem PC-WELT-Forum kamen knapp 150 Fragen zusammen. Daraus haben wir die für weitere Kreise wichtigsten Themen herausgefiltert – und gehen nun darauf ein.

Dieser Artikel stammt aus der AndroidWelt 3/2014

Android-Power, unlöschbare Apps entfernen & Fitness mit Android im großen Outdoor-Special - das und noch vieles mehr bietet die neue AndroidWelt 03/2014 - Jetzt am Kiosk!

Im Play Store steht Ihnen nahezu eine Million Apps, also Anwendungssoftware, zur Verfügung.
Vergrößern Im Play Store steht Ihnen nahezu eine Million Apps, also Anwendungssoftware, zur Verfügung.

Was ist überhaupt eine App?

Wenn Sie ein Smartphone besitzen, dann kommen Sie um den Begriff „App“ nicht herum – doch nicht jeder weiß, was es mit einer App auf sich hat. „App“ ist die Abkürzung für das Wort „Applikation“, das eine Anwendungssoftware, also ein Computerprogramm beschreibt. Erst seit der Veröffentlichung des Apple App Stores für iOS-Geräte im Jahr 2008 wird eine App grundsätzlich mit einer „Mobil-App“ in Verbindung gebracht, sprich einer Anwendungssoftware für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. Mittlerweile wird aber auch die Software auf Desktop-PCs als App bezeichnet, vor allem beim Betriebssystem Windows 8.

Was hat es mit App-Berechtigungen auf sich?

Fast jede App, die Sie aus dem Play Store herunterladen, benötigt gewisse Berechtigungen – stimmen Sie diesen nicht zu, können Sie die Anwendung nicht installieren. Sie berechtigen mit der Zustimmung den Zugriff auf verschiedene Dienste Ihres Smartphones. So verlangt etwa ein Barcode-Scanner den Zugang zur Kamera – klar, denn die App muss auf die Kamera zugreifen, um einen Code lesen zu können.

App-Berechtigungen lassen sich mit kleinen Tricks entziehen – so sind Sie sicherer unterwegs.
Vergrößern App-Berechtigungen lassen sich mit kleinen Tricks entziehen – so sind Sie sicherer unterwegs.

Das Problem: Einige Applikationen verlangen Berechtigungen, die sie für ihre Tätigkeiten gar nicht benötigen. Wenn beispielsweise ein Cloud-Dienst Berechtigungen für Ihren Telefonstatus sowie Ihre Telefon-ID haben möchte, dann macht das normalerweise keinen Sinn. Dass die App aber auf den Speicher zugreifen will, ist dagegen in Ordnung. Kommen Ihnen gewisse Berechtigungswünsche einer App fragwürdig vor, weil sie für ihre eigentliche Arbeit gar nicht erforderlich sind, dann suchen Sie am besten nach einer Alternative. Wenn es unbedingt diese eine sein muss, können Sie mit einem kleinen Trick solchen Apps die Berechtigungen entziehen. Aber Achtung: Verweigern Sie keine Zugriffe, die die Anwendung tatsächlich braucht, denn sonst arbeitet sie nicht ordnungsgemäß. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie die Zugriffsrechte beschränken. Besitzen Sie ein Smartphone mit Android 4.3 oder 4.4, dann laden Sie sich aus dem Play Store die App „App Ops Starter“ herunter, die eine in Android verstecke Funktion freischaltet. Mit ihr können Sie ebenfalls Rechte entziehen.

So löschen Sie unnötige Bloatware von Smartphones

Rooten ist zwar ein Verstoß gegen die Garantiebestimmungen, illegal ist es aber nicht.
Vergrößern Rooten ist zwar ein Verstoß gegen die Garantiebestimmungen, illegal ist es aber nicht.

Ist ein Root denn illegal?

Der sogenannte Root ist mit einem Administrator-Konto unter Windows vergleichbar. Mit den Root-Rechten, die Sie als „Superuser“ erhalten, erlangen Sie gewisse Berechtigungen des Android-Systems, die Sie als normaler Anwender nicht besitzen. Sie können etwa eine Custom ROM installieren oder gar App-Funktionen nutzen, die Ihnen sonst nicht zugänglich wären. Zwar ist ein Root eine Veränderung des Sys-tems und ein Verstoß gegen die Garantiebestimmungen des Herstellers. Illegal ist das Rooten des eigenen Android-Smartphones allerdings nicht. Sie haben das Gerät gekauft, es gehört Ihnen – Sie können damit im Grunde machen, was Sie wollen. Übrigens erklären wir Ihnen Schritt für Schritt , wie Sie Ihr Smartphone rooten können.

Kann man einen Root rückgängig machen?

Grundsätzlich ist es möglich, einen Root rückgängig zu machen. Haben Sie etwa nur einen Root durchgeführt, ohne den Kernel oder die ROM zu flashen, dann können Sie im Normalfall über die Superuser-App einen Unroot vornehmen. Ist eine Custom ROM installiert, müssen Sie Ihr System mit der der Original-Software, auch Stock-ROM genannt, flashen. Das Original finden Sie auf etwaigen Webseiten im Internet, genau wie die Custom ROM, die Sie zuvor installiert hatten. Bei Samsung-Geräten ist es im Vergleich zu anderen Hersteller deutlich schwieriger, den Root zu entfernen oder ihn unkenntlich zu machen. Samsung integriert nämlich den sogenannten „Custom Binary Counter“, der zählt, ob und wie oft das Gerät verändert wurde. Dafür gibt es allerdings eine Lösung von Chanfire mit der App „Triangle Away“.

Bis Sie die neueste Android-Version installieren können, vergehen Monate – nur die Nexus-Geräte sind aktuell.
Vergrößern Bis Sie die neueste Android-Version installieren können, vergehen Monate – nur die Nexus-Geräte sind aktuell.

Warum bekomme ich kein neues Android?

Hersteller wie Samsung, HTC und Sony bedienen sich an dem fertigen Betriebssystem Android, legen darüber aber noch eigene Nutzeroberflächen. Das verändert nicht nur die Optik, die Hersteller integrieren mit ihr außerdem eigene Funktionen im System. Wenn Google nun eine neue Android-Version veröffentlicht, dann müssen die Unternehmen zunächst das System an das Gerät sowie die Nutzer-oberfläche an die neue Software anpassen – und das dauert. Deswegen kann es passieren, dass Aktualisierungen selbst bei neuen Topgeräten teilweise sechs Monate lang auf sich warten lassen. Wann genau Firmware-Updates tatsächlich zum Download bereit stehen, geben die Hersteller oft erst kurz vor dem Release bekannt. Weil also der Aufwand eines Software-Updates auf die nächste Android-Version recht groß ist, lohnt sich dieser bei älteren sowie bei günstigen neuen Geräten nicht. Um stets das neueste Android auf dem Smartphone zu haben, sollten Sie sich die Nexus-Reihe von Google genauer ansehen, da diese Geräte sofort mit allen Updates versorgt werden.

Cyanogen Mod bietet für viele Smartphones alternative Software-Versionen mit zusätzlichen Features.
Vergrößern Cyanogen Mod bietet für viele Smartphones alternative Software-Versionen mit zusätzlichen Features.

Neues Android trotz altem Smartphone installieren?

Der Nachteil an günstigen und alten Smartphones: Sie bekommen offiziell keine neuen Android-Versionen. Einige Modelle, vor allem Geräte von bekannten Herstellern wie Samsung, können trotzdem mit den Funktionen der neuen Software versehen werden. Dafür müssen Sie auf dem Smartphone über Root-Rechte verfügen. Daraufhin flashen Sie die alte Software mit einer Custom ROM, die Features neuer Systeme beinhaltet. Unterschiedliche ROMs zu verschiedenen Geräten finden Sie zum Beispiel bei Cyanogen Mod .

Kann ich eine Custom ROM bedenkenlos installieren?

Mit einer Custom ROM bringen Sie neue Features, optische Verbesserungen und sogar bessere Einstellungsmöglichkeiten auf Ihren Androiden. Weil die ROMs allerdings von freien Entwicklern und Community-Mitgliedern programmiert werden, besteht keine Garantie auf einwandfreie Funktionalität. Es kann sogar passieren, dass Ihre Kamera nicht mehr funktioniert oder Ihnen kein SMS-Versand mehr möglich ist. Bevor Sie eine Custom ROM herunterladen und auf Ihrem Smartphone installieren, sollten Sie unbedingt Erfahrungsberichte und Kommentare zu der Software lesen. So wissen Sie, welche Funktionen eventuell nicht mehr laufen. Sollte eine Custom ROM nicht in Ordnung sein, ist es kein Problem, eine neue oder gegebenenfalls die alte Original-Software auf dem Androiden zu installieren.

Der große Android-Speedguide

Haben Sie einen Screenshot über die Tastenkombination Power-Button + Leiser-Taste gemacht, finden Sie ihn in der Galerie im Screenshot-Ordner.
Vergrößern Haben Sie einen Screenshot über die Tastenkombination Power-Button + Leiser-Taste gemacht, finden Sie ihn in der Galerie im Screenshot-Ordner.

Wie kann ich einen Screenshot machen?

Vor nicht allzu langer Zeit war es noch recht kompliziert oder nur mithilfe einer App möglich, einen Screenshot auf dem Android auszuführen. Weil die Screenshot-Funktion immer wichtiger wurde, hat sich Google entschieden, sie im System zu integrieren und sie über einen einheitlichen Befehl auszulösen. Unter den aktuellen Android-Versionen lösen Sie das Foto über die Tastenkombination Power-Button + Leiser-Taste aus. Halten Sie die beiden Tasten gleichzeitig etwa 1,5 Sekunden lang gedrückt, wird der Screenshot ausgelöst. Das PNG-Bild wird daraufhin in Ihrer Fotogalerie gespeichert. Möchten Sie das Foto auf den PC übertragen, schließen Sie das Smartphone einfach per USB am Rechner an. Die Bilder befinden sich im Unterordner „Screenshots“ des Hauptordners „Pictures“ im internen Speicher des Smartphones.

Warum geht der Display-Trend bei Smartphones nicht zu 2K?

Auch wenn auf dem diesjährigen Mobile World Congress keine Smartphones mit 2K-Auflösung, also doppeltem HD, vorgestellt wurden, heißt das nicht, dass der Trend nicht kommt. Aktuell wird spekuliert, dass das LG G3 das erste Smartphone mit einer Display-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln sein wird. Bei der wahrscheinlichen Größe von 5,5 Zoll sind das satte 534 ppi. Weitere Hersteller werden diesem Trend folgen. Fakt ist aber, dass unsere Augen bereits bei den aktuellen Smartphone-Displays mit Full HD keine einzelnen Pixel mehr wahrnehmen. Die Punktedichte ist mit über 350 ppi schon hoch genug. Eine höhere Auflösung bedeutet übrigens gleichzeitig eine höhere Belastung und einen höheren Stromverbrauch für die CPU, weil sie mehr Bildpunkte berechnen muss.

Wie den Fehler „Der Vorgang android.process.acore wurde angehalten“ beseitigen?

Der genannte Fehler tritt bei Smartphones in Verbindung mit den Kontakten auf. Weil der Hinweis immer wieder aufkommt und die Bedienung des Smartphones erheblich beeinträchtigt, müssen Sie ihn mit ein paar Handgriffen manuell ausschalten. Schalten Sie als Erstes Ihre Internetverbindung aus, oder aktivieren Sie den „Flugmodus“. Dazu halten Sie lange den An/Aus-Knopf gedrückt und wählen „Offline-Modus“ aus. Zur Sicherheit machen Sie außerdem ein Backup Ihrer Kontakte. Öffnen Sie jetzt die Einstellungen Ihres Smartphones, und starten Sie dann den App-Manager. Wischen Sie nach links, um zu dem Reiter „Alle“ zu gelangen.

Scrollen Sie zu dem Eintrag „Google-Dienste-Framework“, und tippen Sie diesen an. Wählen Sie „Stopp erzwingen“. Anschließend gehen Sie zurück zu allen Einträgen. Scrollen Sie zu „Gmail“, machen Sie das Gleiche, und drücken Sie zusätzlich auf „Daten löschen“. Jetzt wieder zurück. Das machen Sie auch mit den Einträgen „Kontakte“ und „Kontakte-Speicher“. Starten Sie jetzt Ihr Smartphone neu, und aktivieren Sie Ihr Internet. Jetzt sollte das Gerät wieder anständig arbeiten.

Pfiffige Tipps & Tricks für Smartphones

Zwar können Sie über die Facebook-App keine Bilder im Kommentarfeld posten, dafür klappt das mit dem Mobil-Browser auch unterwegs.
Vergrößern Zwar können Sie über die Facebook-App keine Bilder im Kommentarfeld posten, dafür klappt das mit dem Mobil-Browser auch unterwegs.

Wie kann ich ein Bild im Facebook-Kommentarfeld über die App posten?

Derzeit ist es nicht möglich, ein Foto über die Facebook-App in das Kommentarfeld unter einem Beitrag zu posten. Um trotzdem unterwegs über das Smartphone ein Bild als Kommentar einzufügen, müssen Sie einen Mobil-Browser wie Chrome öffnen, Facebook aufrufen und sich mit Ihrem Account anmelden. Tippen Sie unter einem Beitrag auf „Kommentieren“, erscheint neben dem Textfeld ein Kamerasymbol. Daraufhin können Sie ein Bild aus Ihrer Galerie auswählen und hochladen.

Werkstätten wie handyreparatur123.de bieten eine schnelle Reparatur des Displays an, wenn Sie sich diese nicht selbst zutrauen
Vergrößern Werkstätten wie handyreparatur123.de bieten eine schnelle Reparatur des Displays an, wenn Sie sich diese nicht selbst zutrauen

Kaputtes Display tauschen: Selber machen oder reparieren lassen?

Fällt das Smartphone auf den Boden, zerbricht das Display in den meisten Fällen. Wenn Sie Glück haben, bleibt es bei ein, zwei Kratzern, die die Bedienung nicht einschränken. Ist der Bildschirm komplett gesprungen, ist eine Reparatur nötig. Die Materialkosten sind beim Bildschirmtausch am höchsten. Hier müssen Sie je nach Modell mit Preisen zwischen 80 und 200 Euro rechnen. Ersatzbildschirme gibt es bei Amazon, Ebay sowie weiteren Online-Händlern. Bei älteren Geräten erscheint eine Reparatur meist nicht wirtschaftlich. Bei neuen, teuren Geräten lohnt sich der Tausch schon eher. Besonders, wenn Sie den Wechsel selbst vornehmen, lässt sich viel Geld sparen. Sie sollten allerdings über etwas handwerkliches Geschick und entsprechendes Werkzeug verfügen. Wie Sie das Display tauschen, können Sie in der AndroidWelt 2/2014 nachlesen. Sollten Sie sich die Reparatur nicht selbst zutrauen, können Sie die Hilfe einer Werkstatt wie handyreparatur123 in Anspruch nehmen. Auf der Webseite finden Sie auch Infos zu den Kosten. Im Zweifelsfall ist ein Kostenvoranschlag ratsam. Zwar sind die Profi-Preise immer höher als die Reparatur, die Sie selbst durchführen, dafür haben Sie eine gewisse Sicherheit, dass der Schaden ordnungsgemäß behoben wird.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1944679