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TK-Kosten senken - gewusst wie

03.03.2008 | 11:10 Uhr |

Die Kommunikationsausgaben sind für Unternehmen in den letzen Jahren kontinuierlich gesunken, doch das Thema ist noch lange nicht ausgereizt. In einer Serie zeigen wir Ihnen, welches Potenzial noch vorhanden ist.

In den letzten zehn Jahrenhat sich die Liberalisierung des deutschen TK-Marktes für die meisten Telefoniekunden in Euro und Cent bezahlt gemacht. Während vor der Liberalisierung in der Regel nur Großkonzerne von niedrigeren Tarifen profitieren konnten, so sind seitdem die TK-Gebühren für alle kontinuierlich gesunken. Für Unternehmenskunden insbesodere schien es selbst für das leidige Thema Wartungskosten der TK-Anlage eine Lösung zu geben: Kurz vor der Jahr-2000-Wende versprach Voice over IP, ein neuer Trend aus den USA, die Befreiung aus der Abhängigkeit von den etablierten Anlagenherstellern.

Alle Zeichen deuteten also auf ein gewaltiges Sparpotenzial hin. Doch die erzielten Effekte wurden schnell von kostentreibenden anderen Entwicklungen wieder aufgefressen. Hierzu zählt etwa die steigende Mobilität der Mitarbeiter. Damit diese auch unterwegs erreichbar sind, bürgerte sich das Handy als mobiles Handwerkszeug ein, zumal die viel gerühmten Null-Euro-Handys auf den ersten Blick ja keinen großen Kostenblock zu verursachen scheinen oder die User einfach ihre privaten Mobiltelefone nutzen und dann mit der Firma abrechnen.

Doch genau hier lauern die versteckten Kosten: Die gesparte Grundgebühr bezahlen die Unternehmen spätestens bei der Einzelabrechnung in der Controlling-Abteilung in Form von Arbeitskosten. Auch die weit verbreitete Sitte, einfach je nach Bedarf Einzelverträge abzuschließen, kommt die Unternehmen teuer zu stehen. Bereits mit einem Rahmenvertrag für 50 SIM-Karten, so rechnen Experten vor, lassen sich die Mobilfunkkosten um rund 30 Prozent senken. Wie Sie diese und andere Kostenfallen erkennen, zeigt Teil 2 dieser Serie.

Neben diesen vertraglichen Tricks können die Anwender auch, wie Teil 3 unserer Serie zeigen wird, mit geschickt eingesetzter Technik - beispielsweise GSM-Gateways - Geld sparen.

Zu viel bezahlen zahlreiche Unternehmen auch für ihre mobile E-Mail, die mit dem Siegeszug der Blackberrys in der Corporate-Welt Einzug hielt. Falsch gewählte Datenvolumina verursachen hier oft unnötige Kosten. Eventuell sollte aber auch die Frage erlaubt sein, ob wirklich in eine Blackberry-Infrastruktur investiert werden muss oder sich ein Push-Mail-Workflow mit herkömmlichen Handys und einem SMS-Server realisieren lässt.

Doch nicht nur im Mobilfunk lauern versteckte Kosten, sondern auch im Festnetz. So rechnet sich das gerne als besonders günstig angepriesene VoIP bei der standortübergreifenden Telefonie unter dem Strich kaum, wenn ein Unternehmen mit seinem Carrier die Verträge für die klassische Sprachtelefonie geschickt aushandelt. Dabei sollte allerdings eine jährliche Überprüfung der Verträge eine Selbstverständlichkeit sein, und Klauseln zur Preisanpassung sollten schriftlich fixiert werden. Ansonsten, darin sind sich Branchenkenner einig, bieten die heute üblichen Sprachtarife für die meisten Unternehmen wenig Luft nach unten.

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