115834

Spam per Windows-Nachrichtendienst: Firma verklagt

07.11.2003 | 16:10 Uhr |

Die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) hat eine Firma verklagt, die Spam-Werbung über den Windows-Nachrichtendienst verschickt.

Die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) hat eine Firma verklagt, die Spam-Werbung über den Windows-Nachrichtendienst verschickt. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation " Tecchannel ".

Das Unternehmen D Squared geht dabei besonders perfide vor. In den ungefragt auf die PCs geschickten Anzeigen bewirbt es eine rund 30 US-Dollar teure Software, die eben solche Pop-ups verhindern soll, indem sie den Windows-Nachrichtendienst deaktiviert.

Im Anzeigentext drohte das Unternehmen sinngemäß, den Rechner des Opfers so lange mit Pop-ups zu bombardieren, bis dieses die Software kauft. Für die Vorgehensweise von D Squared fand Howard Beales, Chef der Verbraucherschutzabteilung der FTC, ein deutliches Wort: Erpressung.

Die Klage wurde Ende Oktober bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Maryland eingereicht, der Prozessauftakt war am Mittwoch. Die will erreichen, dass D Square dazu verurteilt wird, die unlautere Werbung sowie den Verkauf des Tools, über das die Pop-ups generiert werden, einzustellen. Außerdem sollen die Gewinne des Unternehmens beschlagnahmt und die Opfer entschädigt werden.

Windows XP SP2: Microsoft schaltet Nachrichtendienst ab (PC-WELT Online, 31.10.2003)

AOL schaltet ungefragt Windows-Nachrichtendienst ab (PC-WELT Online, 27.10.2003)

0 Kommentare zu diesem Artikel
115834