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Spam-Terror: Versender nutzen Spezial-Software

21.10.2002 | 13:16 Uhr |

Eine neue Methode für die Versender von Spam-Nachrichten haben unsere Kollegen von Trojaner-Info.de ausfindig machen können. Demnach könnten Spam-Mails der Vergangenheit angehören, stattdessen könnten bald Echtzeit-Spam-Nachrichten Windows-Anwender zur Weißglut bringen.

Eine neue Methode für die Versender von Spam-Nachrichten haben unsere Kollegen von Trojaner-Info.de ausfindig machen können. Demnach könnten Spam-Mails der Vergangenheit angehören, stattdessen könnten bald Echtzeit-Spam-Nachrichten Windows-Anwender zur Weißglut bringen.

Das Spammen könnten künftig eigens dafür entwickelte Tools übernehmen, die gesamte IP-Bereiche mit Text-Nachrichten zuschütten. Tools für diese Aufgabe gibt es bereits (siehe Screenshot oben rechts). Diese werden bereits mit fertigen IP-Ranges beispielsweise für die USA ausgeliefert. Auf Wunsch können aber auch selbst IP-Bereiche festgelegt werden.

Die Nachrichten erreichen den Anwender dann über den Windows-Nachrichtendienst, der bei Windows XP standardmäßig aktiviert ist. Normalerweise wird dieser Dienst für "net send"-Nachrichten verwendet.

In den USA soll diese neue Methode für das Versenden von Spam-Nachrichten bereits sehr beliebt sein. Sogar in Deutschland haben Anwender bereits solche Nachrichten auf ihrem Bildschirm aufpoppen sehen. Der Vorteil für die Spammer: Sie brauchen nicht mehr mühselig einen offenen Mailversender suchen, bleiben anonym und erreichen auf Anhieb Millionen von Anwender. Der Nachteil: In den Nachrichten lassen sich keine - wie bei Spam-Mails - üblich Links oder sonstige klickbaren Inhalte einbauen. Dieses Manko könnte dafür sorgen, dass nicht allzuviele Spam-Versender auf diese Methode zurückgreifen. Letztendlich bewirken Nachrichten die mit diesem Tool verschickt werden nur eins: Sie nerven den Anwender.

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