Soziales Marketing

So funktioniert Facebook-Werbung für Unternehmen

Montag, 31.10.2011 | 08:34 von Angela West
Bildergalerie öffnen Darum lohnt sich Facebook-Werbung für Sie
© iStockphoto.com/gmutlu
Normale Facebook-Ads waren gestern. Die neuen "Sponsored Stories" sind auf der Überholspur. Wir erklären, was sie sind und wie sie sich für Ihr Unternehmen lohnen.
Anfang des Jahres hat Facebook bekannt gegeben, dass man an einem neuen "Soziale Werbung"-Programm arbeite, das es Werbern erlaubt, "ihre Werbemittel mit sozialen Aktionen zu verbinden". Nach etlichen Bedenken bezüglich der Privatsphäre und einer Sammelklage musste Facebook den Plan fallen lassen. Nun ist der Konzern aber zurück mit neuen Ideen, die er kürzlich auf der TechCrunch Disrupt Konferenz vorstellte. Nach Angaben des Direktors für Facebook-Werbung, Gokul Rajaram, sind Facebook-Werbemittel nun mit den Interessen und Aktionen anderer Nutzer verknüpft, was die Effektivität von Werbung auf Facebook deutlich erhöhe. Wie auch Ihr Unternehmen von den Veränderungen profitieren kann, wollen wir Ihnen im Einzelnen erklären.

Werbung? Nein, Sponsored Stories!

Bei Facebook heißt Werbung nicht Werbung, sondern trägt den Namen "gesponsert". Doch neben der klassischen Facebook-Werbung gibt es auch noch die "Sponsored Stories". Was dahinter steckt? Ein relativ ausgeklügeltes System, bei dem die rechts neben dem Facebook-Profil angezeigte Werbeanzeige sich mit Statusmeldungen, Check-Ins und "Gefällt mir"-Klicks verändert und anpasst. Checkt ein Facebook-Nutzer zum Beispiel per Foursquare-App bei Starbucks ein, kann Starbucks diesen Check-In in seine Werbeanzeige integrieren und die Freunde und Kontakte des Nutzers damit konfrontieren. Aus einer persönlichen Geschichte wird also eine Werbeanzeige. Angeblich bleiben diese "Sponsored Stories" im Durchschnitt 68 Prozent häufiger in den Köpfen der Facebook-Nutzer hängen als herkömmliche Facebook-Werbung, so Rajaram.

Wann sollte man zuschlagen?

Wenn Sie bereits einen soliden Facebook-Auftritt eingerichtet haben und über eine Reihe von Verbindungen verfügen, können Sie sich mit den Sponsored Stories vertraut machen. Bedenken Sie aber, dass bei dieser Werbeform die Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer berücksichtigt werden und so zum Beispiel nur für Freunde sichtbar sind. Sie können auswählen, welche Art von Produkt Sie bewerben möchten und wie Sie es bewerben möchten. Also zum Beispiel mit einem Feature-Link zu einem Blog-Eintrag über Ihr Produkt, oder mit einer "Gefällt mir"-Anzeige, wo Ihre treuen Fans ihren Freunden zeigen, dass ihnen Ihr Facebook-Auftritt gefällt. Erstere Möglichkeit zielt eher auf ein direktes Produkt-Marketing ab, während Option Nummer 2 vorrangig dazu dient, mehr Fans auf Ihre Seite zu locken.

Oder doch lieber "Facebook-Ads"?

Die normalen Facebook-Werbeanzeigen sind Standard-Display-Werbeeinblendungen, die auf der rechten Seite von Facebook angezeigt und als "gesponstert" gekennzeichnet werden. Wer sich für diese klassische Anzeigenform entscheidet wird feststellen, dass man die Anzeige an jede Person richten kann, für die man sich entscheidet. Diese Option ist vor allem geeignet, um sich auf Facebook erstmal zu etablieren und einen Freundes- und Fankreis aufzubauen. Denn erst, wenn Sie genügend Freunde und Fans haben, lohnt sich für Sie die Reichweite der "Sponsored Stories". Mit den "Facebook Ads" können Sie etwa auch lokal begrenzte Personenkreise erreichen - besonders interessant für kleine Lokal-Unternehmen.

Wie passt all das in meinen Marketing-Plan?

Wenn Ihr Marketing-Plan es vorsieht, Ihre Marke auf Facebook zu verbreiten, sind die "Sponsored Stories" der ideale Weg dorthin. Insbesondere, wenn Sie es auf ganz bestimmte Kunden mit ganz bestimmten Ansprüchen abgesehen haben. Wenn Sie eher ein kleines, lokales Unternehmen führen, das sich nicht allzu sehr darüber den Kopf zerbricht, an welcher Stelle der Suchmaschinenergebnisse es steht, aber trotzdem mit echten Kunden in Kontakt treten und sein Image pflegen will, sind die normalen "Facebook Ads" die bessere Wahl als zum Beispiel eine Google AdSense-Kampagne.Und wenn Ihr Budget zu klein ist, um gleich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, versuchen Sie es einen Monat lang so und verändern Sie Ihre Strategie im zweiten Monat. Die Resultate dürften überraschen.

Als reiner Online-Unternehmer bringt Ihnen tatsächlich eine Kombination aus den normalen "Facebook Ads" und den "Sponsored Stories" am meisten. Aber Sie sollten auch Ihre aktuelle Suchmaschinenoptimierung und Pay-per-Click-Kampagnen (PPC) nicht vernachlässigen, um bei der Web-Suche gut auffindbar zu sein. Bedenken Sie, dass es bei Facebook-Werbung vor allem um das Bekanntmachen einer Marke geht. Traditionelle PPC-Kampagnen richten sich dagegen eher an Verkäufe.

Montag, 31.10.2011 | 08:34 von Angela West
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