Softwarelizenzen

Die verschiedenen Volumenlizenzprogramme

Sonntag, 29.07.2012 | 07:13 von Axel Oppermann
Es gibt verschiedene Volumenlizenzprogramme. An kleine und mittlere Unternehmen richten sich Open License, Open Value, Open Value Company-wide und Open Value Subscription. Diese Programme sind alle ab fünf Lizenzen erhältlich. Unterscheiden tun sie sich in der Laufzeit, so beträgt diese für Open License 24 Monate und für alle anderen 36 Monate. Differenzen gibt es auch bei Plattformnachlässen, beim Preisschutz und bei der Zahlungsart.

Das Volumenlizenzprogramm Select Plus ab 250 Desktops-PCs eignet sich für mittelständische und große Unternehmen, zudem ist das Modell unbefristet. Software muss außerdem nicht abgenommen werden. Dies bedeutet eine höhere Flexibilität und ein vereinfachtes Software-Asset-Management.

An Unternehmen mit mindestens 250 PCs richtet sich auch das Programm Enterprise Agreement (EA). Dieses gibt es in verschiedenen Modellen. Das Enterprise-Agreement-Subscription-Modell ist für Unternehmen gedacht, die lieber mieten als kaufen. Dagegen bietet Enterprise Agreement – Enrollment for Application Platform (EAP) Optionen für die Lizenzierung von Sharepoint, SQL Server Biz Talk Server und Visual Studio. Enterprise Agreement – Enrollment for Core Infrastructure (ECI) ist für die IT-Infrastruktur im Rechenzentrum gedacht.

Das Portfolio wird durch die Software Assurance (SA) vervollständigt. SA wurde 2001 von Microsoft eingeführt. Eingangs waren die Wartungsmodelle bei den Kunden nicht sehr beliebt. Durch ein Bündel von Upgrade-Rechten, Deployment- und Wartungs-Add-ons änderte sich dies. SA entwickelte sich zu einem rentablen Geschäft für Microsoft. Großkunden erhalten mit diesem Volumenlizenzprogramm attraktive und oft unverzichtbare Leistungen und Nutzungsrechte. Versucht ein Unternehmen ohne SA auszukommen, kann dies oft zu Fehllizenzierungen oder zusätzliche Kosten führen.

Softwarelizenzierung und Cloud

 Zwischenzeitlich lassen sich klassische Softwarelizenzen mit Cloud-Lösungen kombinieren. Das Enterprise Agreement beinhaltet eine Überführungsoption von On-Premise-Lizenzen auf Online-Services und in umgekehrter Richtung. Mit dem Abonnementvertrag Online Subscription Program (MOSP) abonnieren Anwender bereits mit einer Lizenz CRM Online, Office 365, Windows Azure und Windows Intune. Die Laufzeit von MOSP beträgt ein Jahr und verlängert sich automatisch, falls nicht aktiv gekündigt wird. User haben die Möglichkeit entsprechende Nutzungsrechte pro Service, pro Gerät oder nach Nutzern abzuschließen.

Es gibt folgende Lizenztypen: User Subscription License (USL – befugt einen Anwender etwas zu nutzen) und Services Subscription License (SSL – befugt dazu einen Service zu nutzen). Bei der Azure-Plattform können User zwischen Consumption ohne Abnahmeverpflichtung und Commitment mit Abnahmeverpflichtung wählen. Lletztere Option beinhaltet einen Preisnachlass.

Sonntag, 29.07.2012 | 07:13 von Axel Oppermann
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