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Praktische Tools zum Mitnehmen

15.05.2013 | 10:35 Uhr |

USB-Sticks eignen sich prima dazu, sowohl Fotos und MP3s als auch Software mitzunehmen. Spezielle Suiten vereinen eine Menge Tools für nahezu alle Anwendungszwecke.

Immer mehr Software-Anbieter stellen spezielle Portable-Versionen von ihren Programmen bereit. Sie lassen sich ohne Installation von Festplatte und USB-Stick ausführen und hinterlassen auf dem PC keine Rückstände. Das ist besonders dann nützlich, wenn man zum Beispiel bei einem Bekannten die Windows-Installation mit der Gratis-Anwendung Ccleaner aufräumen oder im Urlaub mittels Thunderbird seine Mail abrufen möchte. Eine gute Anlaufstelle für portable Programme bietet etwa die Webseite http://portableapps.com . In Rubriken wie Entwicklung, Bildung, Spiele, Grafik, Internet, Musik & Video, Office, Sicherheit und Utilities finden Sie zahlreiche bekannte Anwendungen für den portablen Einsatz.

Nach dem Download gehen Sie mit einem Doppelklick auf die jeweilige Datei, deren Name nach dem Schema [AppName]_Portable_x.x.paf.exe aufgebaut ist. Sie werden daraufhin nach dem Zielort gefragt und bestätigen den Laufwerksbuchstaben des angesteckten USB-Sticks.

Anschließend kann die Software auf dem Stick gestartet werden.Anstatt jedoch Programme umständlich einzeln auf dem Stick zu installieren, greifen Sie besser zu einer Sammlung wie Lupo Pensuite , Portable Apps Suite und Windows System Control Center (WSCC) . Über ein eigenes Startprogramm rufen Sie die Programme auf.

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Lupo Pensuite

Mithilfe dieser Programmsammlung für den USB-Stick sind Sie auch unterwegs gewappnet. Die Entwickler stellen drei Versionen zur Verfügung, die sich hinsichtlich der enthaltenen Anwendungen unterscheiden.Die Full-Version als Komplettpaket umfasst rund 170 Anwendungen und Spiele sowie Links zu Online-Apps. Auf dem USB-Stick beansprucht die Full-Version rund 500 MB Speicherplatz. Die abgespeckte Lite-Version bietet etwa die 40 wichtigsten Anwendungen sowie eine Hand voll Spiele und Links zu Online-Diensten.

Die gerade einmal 3,3 MB große Zero-Version umfasst ausschließlich den Launcher, also das Startprogramm. Diese Variante ist eine gute Wahl für Anwender, die ihr ganz persönliches Software-Paket zusammenstellen wollen.

Angefangen bei einem Texteditor und einem Schreibprogramm, über einen Webbrowser, ein E-Mail-Programm und einen FTP-Client bis hin zu Brenn-, Audio- und Videoprogrammen bietet die Zusammenstellung Lupo Pensuite alles, was im Computeralltag benötigt wird. Dabei dürfen natürlich Taskmanager und Defragmentierungs-Tools nicht fehlen. Alle Anwendungen sind unter einer praktischen Oberfläche zusammengefasst, sodass Sie immer schnell Zugriff auf die benötigten Funktionen erhalten.

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Die Installation der Full-Version geht schnell von der Hand: Doppelklicken Sie im Windows- Explorer die Datei Lupo_PenSuite_v2012.04_Full.exe und folgen Sie daraufhin den Anweisungen. Im Dialog „Suite Language“ entscheiden Sie sich für „Download language pack during the extraction process (online mode)“ und laden über die Installationsroutine die deutsche Sprachdatei aus dem Internet herunter. Mit einem Klick auf „Next“ fahren Sie fort und bestimmen das Zielverzeichnis. Klicken Sie auf „Browse“, wählen Sie den USB-Stick aus und starten Sie die Installation mit „Continue“. Ist der Vorgang beendet, klicken Sie auf „Finish“. Die Bedienoberfläche der Lupo Pensuite aktivieren Sie per Klick auf das Icon im Systray.

Die uns bis Redaktionsschluss vorliegenden Archive sind nicht ganz aktuell. Wer die neueste Version haben will, kann sie über ein Online-Update einspielen. Hierzu klicken Sie nach dem ersten Start der Lupo Pensuite im blauen Hinweisfenster auf „Manage“, setzen danach Häkchen vor alle drei Optionen und lassen dann bei aktiver Internetverbindung nach Updates suchen. Ein Klick auf „Update“ spielt die Aktualisierungen ein. Nun sollten Sie noch die deutsche Bedienoberfläche aktivieren. Dafür klicken Sie auf „Options“, bringen das Register „General“ nach vorne und klicken im Bereich „Language“ auf den kleinen Pfeil neben „english.xml“. Im Ausklappmenü wählen Sie „german.xml“ und schließen den Dialog mit „OK“.

Die Nutzung der Lupo Pensuite kann auf zwei Arten erfolgen. Entweder Sie verwenden die normale – an das Windows-Startmenü angelehnte – Bedienoberfläche der Lupo Pensuite oder Sie vertrauen auf die „ASuite“-Navigation, die Sie über den gleichnamigen Befehl aktivieren. Ein Vorteil der im Baumstruktur-Design gehaltenen „ASuite“ besteht darin, dass das Fenster stets im Vordergrund ist, was den Zugriff auf die Anwendungen wesentlich erleichtert. Darüber hinaus dürfen Sie die mitgelieferten Programme nach Belieben sortieren.

Per Online-Update bringen Sie die in der Lupo Pensuite enthaltenen Programme auf den neuesten Stand.
Vergrößern Per Online-Update bringen Sie die in der Lupo Pensuite enthaltenen Programme auf den neuesten Stand.

Portable Apps Suite

Mit der Portable Apps Suite haben Sie die wichtigsten Anwendungen in einer übersichtlichen und schicken Bedienerführung immer auf dem USB-Stick dabei. Die Portable Apps Suite enthält beispielsweise die Portable-Versionen von Firefox, Thunderbird, Sunbird , Clamwin , Pidgin und Abiword . Im Gegensatz zur Lupo Pensuite sind bei der Portable Apps Suite vom Start weg keine Programme dabei. Sie installieren zunächst nur den Starter auf USB-Stick und wählen danach die gewünschten Programme aus. In verschiedenen Rubriken finden Sie rund 300 Programme. Setzen Sie ein Häkchen vor den jeweiligen Listeneintrag und drücken Sie jetzt auf „Weiter“. Nacheinander werden die Programme auf den USB-Stick geladen und automatisch in den Starter eingefügt. Bei einigen Programmen müssen Sie Sprache und Lizenzvereinbarungen bestätigen, sodass keine unbeaufsichtigte Installation möglich ist. Danach steht Ihnen die Portable Apps Suite mit den installierten Programmen zur Verfügung. Die Bedienoberfläche ist dabei an das Windows-Startmenü angelehnt. In der linken Spalte sind alle integrierten Anwendungen aufgeführt, rechts sind die Standardbefehle und die Verknüpfungen auf die Benutzerordner „Dokumente“, „Musik“, „Bilder“ und „Videos“ untergebracht. Sie können mithilfe des Mausrädchens oder per Klick auf die kleinen Pfeilschaltflächen – am unteren und oberen Ende der Liste – bequem durch die Programmliste blättern. Um ein Programm zu starten, genügt es, das entsprechende Symbol mit der Maus anzuklicken. Lediglich bei Programmen, die Administratorrechte benötigen, ist ein Rechtsklick auf das Programmsymbol erforderlich. Im Kontextmenü entscheiden Sie sich dann für den Eintrag „Als Administrator ausführen“.

Die aufgeräumte Oberfläche des WSCC führt Sie dank Rubrizierung und Suche schnell zu den gewünschten Tools von Microsoft und Nirsoft.
Vergrößern Die aufgeräumte Oberfläche des WSCC führt Sie dank Rubrizierung und Suche schnell zu den gewünschten Tools von Microsoft und Nirsoft.

Windows System Control Center (WSCC)

Das nur in englischer Sprache verfügbare Windows System Control Center – kurz WSCC – ist eine reinrassige Tool-Sammlung, die vor allem für erfahrene PC-Profis und Netzwerk-Administratoren interessant ist. Denn im Gegensatz zur Portable Apps Suite und der Lupo Pensuite umfasst das WSCC keine Produktivanwendungen wie etwa Browser oder auch Multimedia-Tools. Dafür enthält es allerdings über 260 Programme von Nirsoft und Microsoft. Um das Windows System Control Center auf einem USB-Stick zu installieren, entpacken Sie die Datei wscc.zip auf den portablen Datenträger und gehen per Doppelklick auf wscc.exe. Beim erstmaligen Aufruf können Sie die Optionen anpassen und etwa auch 64-Bit-Tools in die Auswahl einbeziehen. Danach laden Sie die verfügbaren Tools aus dem Internet. Sie benötigen etwa 70 MB freien Speicherplatz auf dem Stick.

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