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Nützliche Mini-Tools selbst programmieren

13.05.2013 | 18:09 Uhr |

Das Programmieren von kleinen Tools geht einfacher als Sie vielleicht annehmen. Anhand dieses Artikels machen wir Sie Schritt für Schritt mit Object Pascal bekannt.

Der ambitionierte Heimwerker streicht Wände, montiert Lampen und baut Regale. Und auch für den PC-Nutzer muss es nicht immer Fertig-Software aus dem Internet sein. Programmieren ist einfacher als allgemein angenommen wird, und wenn es um kleine Hilfsprogramme geht, hält sich der Aufwand in Grenzen. Bei privaten Programmierprojekten sollten ohnehin eher das Bastelvergnügen und die Lust am Erforschen im Vordergrund stehen.

Der Artikel gibt zuerst einen kurzen Überblick über geeignete Programmiersprachen und Werkzeuge. Am Beispiel eines kleinen Programms erfahren Sie dann, wie sich eine Idee in gebrauchsfertige Software umsetzen lässt.

1. Die „richtige“ Programmiersprache
Es gibt kaum ein Thema, über das PC-Enthusiasten im Internet mehr diskutieren als über die Wahl der richtigen Programmiersprache. Nach Meinung vieler Experten sollte der angehende Programmierer mit einer Programmiersprache beginnen, in der die Erkenntnisse moderner Informatik am reinsten zum Ausdruck kommen. An Schulen und Universitäten kommen die Adepten daher in der Regel zuerst mit Java in Kontakt, später vielleicht mit C++ oder C#. Einst verbreitete Programmiersprachen wie Basic oder Pascal, die beide in den 60er Jahren entwickelt wurden, sind dagegen verpönt. Das liegt daran, dass beide Sprachen zuerst für wenig technikaffine Studenten gedacht waren. Die Programme waren kaum strukturiert und deshalb für andere Personen schwer zu verstehen.

Programmieren lernen mit Schrödinger lernt C++

Trotz der negativen Einstellung von Experten gehört Basic in Form von Visual Basic.Net und Pascal als Object Pascal oder Delphi mit zu den am meisten genutzten Programmiersprachen. Damit lassen sich inzwischen Programme erstellen, die mindestens genauso gut lesbar sind, wie die in Java oder C++ verfassten Tools. Für Einsteiger bieten sie einen leicht erlernbaren Sprachumfang, ausgereifte Entwicklungsumgebungen (IDE, Integrated development environment) sowie eine Vielzahl von Programmierbeispielen und eine ausgezeichnete Dokumentation. Aus diesem Grund beschreiben wir in diesem Artikel auch Lazarus , eine Open-Source-Entwicklungsumgebung für Object Pascal.

Die Vokabeln einer Sprache zu erlernen, reicht aber nicht aus. Wer systemnahe Tools erstellen will, der muss sich zudem mit den Eigenheiten des Betriebssystems auseinandersetzen. Die Entwicklungsumgebungen versuchen, es dem Programmierer so einfach wie möglich zu machen. Es gibt vordefinierte Funktionen, die die Besonderheiten des Betriebssystems verbergen. Das ist auch notwendig, damit Programme ohne große Änderungen unter Windows, Linux, Mac OS X, Android- oder iOS laufen („cross platform“).

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