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Tipps & Tricks zu Winrar

05.04.2011 | 08:45 Uhr |

Der Packer Winrar kann Dateien komprimieren. Es hilft aber auch, Daten zu schützen und sinnvoll zu organisieren. Wir zeigen, wie Sie Winrar optimal einsetzen.

Das Packprogramm Winrar beherrscht neben RAR und ZIP alle wichtigen Komprimierungsformate, und es besitzt ausgefeilte Backup-Optionen und robuste Schutzfunktionen. Außerdem verbindet es eine komfortable grafische Bedienerführung für einfachere Aufgaben mit einem Profi-Modus, der vollständig per Kommandozeile steuerbar ist.
Die besten Tipps: Wir zeigen, wie Sie Winrar installieren und konfigurieren, Dateien packen, entpacken und aufteilen. Sie können solide Archive, selbstextrahierende EXE-Archive und sicher verschlüsselte Datensafes einrichten. Wir prüfen auch, wie schnell und gut Winrar packen kann. Die Ergebnisse vergleichen wir mit den Gratis-Alternativen der „Zip-komprimierten Ordner“ unter Windows und dem Open-Source-Programm 7-Zip.

1. Welche Dateien und Ordner eignen sich fürs Komprimieren?
Packen können Sie, was Sie wollen. Nennenswerten Platzgewinn erzielen Sie aber nur bei Formaten ohne eigene Komprimierung – also etwa bei Office- und PDF-Dokumenten, HTML-Seiten, BMP- und PCX-Bildern, DLL- und EXE-Code, RTF- und Text-Dateien. Bei bereits komprimierten Formaten wie JPG, MP3 und ZIP ändert sich an der Größe nichts.

2. Wie kann ich mit Winrar packen und entpacken?
Der Windows-Explorer zeigt die wichtigsten Winrar-Befehle im Kontextmenü von Dateien und Ordnern – je nachdem, wie Sie das unter „Optionen, Einstellungen, Integration“ festgelegt haben. Da wir nicht wissen, welchen Raum Sie dem Packer im Explorer einräumen, beschreiben wir die wichtigsten Aktionen unter der Winrar-eigenen Programmoberfläche.

Über Verzeichnisbaum einblenden, wird das Winrar-Fenster zum vollwertigen Dateimanager
Vergrößern Über Verzeichnisbaum einblenden, wird das Winrar-Fenster zum vollwertigen Dateimanager
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Winrar als Dateimanager:
Die meiste Übersicht bekommen Sie in Winrar mit „Optionen, Verzeichnisbaum, Datenträger-Verzeichnisse anzeigen“ oder per Shortcut [Strg]-[T]. Dann blendet Winrar als linke Spalte einen Explorer-artigen Verzeichnisbaum ein. Alle Ordner und Shellfolder zeigen dort nach einem Rechtsklick die vom Explorer gewohnten Kontextmenüs. Ferner sollten Sie die Einstellung „Optionen, Dateiliste, Gesamtansicht“ deaktivieren (am schnellsten mit dem Shortcut [Strg]-[H]). Nur so erhalten Sie auch innerhalb von Archiven eine Ordnernavigation wie vom Windows-Explorer gewohnt.
Packen: Nachdem Sie die relevanten Ordner und Dateien markiert haben, klicken Sie auf das Icon „Hinzufügen“. Es öffnet sich der Dialog „Archivname und Archivparameter einstellen“, wo Sie unter „Allgemein“ im einfachsten Fall nur den Archivnamen angeben. Wenn Sie gezielt einen bestimmten Datentyp archivieren wollen, wechseln Sie danach auf die Registerkarte „Dateien“ und geben in der Zeile „Dateien hinzufügen“ eine oder mehrere Dateimasken ein – etwa „*.xls *.jpg“.
Entpacken: Markieren Sie die komprimierte Datei im Winrar-Fenster, und wählen Sie in der Symbolleiste das Standard-Icon „Entp. nach“. Alternativ gehen Sie über das Menü „Befehle, Entpacke in angegebenes Verzeichnis“.

3. Wo lege ich meine Winrar-Vorgaben dauerhaft fest?
Unter „Optionen, Einstellungen“ finden Sie auf der Registerkarte „Komprimierung“ den Button „Standards festlegen“. Der dadurch aufgerufene Dialog „Standardkomprimierungseinstellungen festlegen“ bietet wiederum zahlreiche Registerkarten und Optionen. Sie sparen sich künftig jede Menge Klicks, wenn Sie diese Optionen einmal durchgehen und Ihre Standards definieren. Sie können hier sogar mit „Erweitert, Passwort festlegen“ Ihr Standardpasswort für RAR-Archive in der Registry hinterlegen. Damit müssen Sie es auf diesem PC und unter Ihrem Benutzerkonto nicht mehr eingeben.

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