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So schützen Sie sich vor Facebook-Fallen

Einen Facebook-Account zu haben ist für viele heute so selbstverständlich wie eine Mail-Adresse sein Eigen zu nennen. Doch in dem sozialen Netzwerk lauern Gefahren für den Rechner und die Privatsphäre. Lesen Sie hier, wie Sie sich optimal schützen.

Die wenigsten Facebook-User befassen sich ausreichend mit den Privatsphäre-Einstellungen des sozialen Netzwerks. Ist ein peinliches Foto dann erst einmal publik oder gar der Facebook-Account gekapert, ist es zu spät. Dann bleibt – in letzterem Fall – nur noch, Facebook unter www.facebook.com/hacked von dem Account-Diebstahl zu informieren. Speichern Sie sich die Adresse am besten gleich als Lesezeichen im Browser ab – für den Fall der Fälle. Bis Facebook reagiert, treibt der Dieb aber in Ihrem Namen sein Unwesen!

Die perfekten Facebook-Einstellungen

Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie den Datenverkehr auf Facebook verschlüsseln. Die Option „Sicheres Durchstöbern“ macht es Passwort-Dieben sehr viel schwerer, an Ihre Daten zu kommen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, die Anmeldebenachrichtigungen zu aktivieren. So erhalten Sie jedes Mal eine E-Mail, wenn sich jemand von einem unbekannten Gerät in Ihr Facebook einloggt. Abschließend passen Sie noch die Privatsphäre-Einstellungen nach Ihren Wünschen an. Wir empfehlen die Option „Freunde“. Wenn Sie ganz unten „Aus“ wählen, werden Sie nicht ohne Weiteres über Google auf Facebook gefunden.

Hin und wieder sollten Sie außerdem einen Blick auf „Bekannte Geräte“ werfen und nicht mehr genutzte Zugangsgeräte aus der Liste streichen. Damit reduzieren Sie das Risiko, dass sich jemand über einen alten Rechner in Ihren Account einloggen kann. Das gleiche gilt für „Aktive Sitzungen“ darunter.

Gute Facebook-Einstellungen alleine reichen nicht

Die richtigen Sicherheitseinstellungen alleine schützen Sie allerdings nicht vor Links auf Ihrer Pinnwand, die auf virenbefallene Internetseiten außerhalb von Facebook führen. Wir raten Ihnen darum zu einer Antiviren-Software, die auch Facebook-Links scannt und Sie gegebenenfalls vor verseuchten Links warnt. Ein solche Funktion ist Safego, die in allen Bitdefender 2013er Lösungen enthalten ist . Dieses filtert übrigens nicht nur gefährliche Links aus, sondern überwacht auch Ihre Privatsphäre-Einstellungen.

Achtung Falle: Likejacking

Ein besonders häufiger – und perfider – Betrug bei Facebook ist das sogenannte Likejacking. Die Betrüger locken ihre Opfer mit einem witzigen, verblüffenden oder erotischen Bild in die Falle. Bild und Text des Facebook-Beitrags suggerieren: Hier finden Sie ein absolut sehenswertes Video! Doch statt dem Video klappt die Likejacking-Falle zu. Denn der Link zum vermeintlichen Video führt auf eine externe Seite, die wie ein Video-Portal aussieht. Klickt man auf den Play-Button des Videos, löst man aber statt des Videos ungewollt ein „Gefällt mir“ bei Facebook aus. Der Play-Button ist nichts anderes als ein getarnter „Gefällt mir“-Button! Ihre Facebook-Freunde wundern sich dann, was für seltsame Videos Sie anschauen und klicken vielleicht selbst darauf. So tappen auch sie in die Falle. Gemein: Wenn Sie niemand darauf anspricht, bekommen Sie von dem „Gefällt mir“-Klick gar nichts mit. Das „Like“ prangt für Besucher ewig sichtbar auf Ihrer Facebook-Chronik.
 
Werfen Sie darum unbedingt von Zeit zu Zeit einen Blick in Ihre eigene Chronik, um ungewollte Likejacking-Beiträge zu entfernen. So werden Sie die ungebetenen Gäste los: Markieren Sie den Beitrag als Spam, in dem Sie mit der Maus darüber fahren und auf das „x“ oben rechts klicken, das nun eingeblendet wird.
 
Um von vorneherein nicht in die Falle zu tappen, hilft nur große Vorsicht. Hardliner deaktivieren Javascript im Browser. Das geht im Firefox so: „Firefox, Einstellungen, Einstellungen, Inhalt“ und dort den Haken der Checkbox „JavaScript aktivieren“ entfernen. Chrome-Nutzer erreichen die Einstellung unter dem Link chrome://chrome/settings/content. Geben Sie diesen einfach in der Adress-Zeile des Google-Browsers ein. Im Internet Explorer öffnen Sie die „Internetoptionen“ im „Extras“-Menü. Wählen Sie „Sicherheit“ und dort „Internet“ (die Weltkugel). Klicken Sie dann auf „Stufe anpassen“ und scrollen Sie bis „Skripting“. Deaktivieren Sie „Active Scripting“. Das Problem, wenn Sie Javascript deaktivieren: Es funktionieren womöglich viele Webseiten, die Sie besuchen, nicht mehr korrekt oder nur teilweise. Die Option erfolgt nach dem Motto „Alles oder nichts“ – sie kann nicht selektiv „gute“ und „böse“ Angebote aussortieren.
 
Etwas umständlicher, aber weniger radikal: Loggen Sie sich beispielsweise vor dem Klick auf einen fragwürdigen Play-Button bei Facebook aus. Dann greift der „Gefällt mir“-Klick nicht, da der Likejacking-Code keine aktive Facebook-Sitzung vorfindet. Oder nutzen Sie einen zweiten Browser, in welchem Sie das Video betrachten. Am besten geschützt sind Sie natürlich, wenn Sie bei dubiosen Seiten komplett auf den Klick verzichten.

Sicherheitsapp von Bitdefender für Facebook

Das Thema Facebook-Sicherheit ist komplex. Das zeigt schon die Länge dieses Ratgebers – und dabei haben wir uns nur auf das Wichtigste beschränkt. Der Antivirenspezialist Bitdefender hat deshalb mit safego eine Facebook-App im Portfolio, die Sie bei der sicheren Facebook-Nutzung unterstützt. Nach der kurzen Installation scannt Bitdefender safego Ihre Facebook-Pinnwand und warnt gegebenenfalls vor infizierten Objekten. Diese sollten Sie dann ausblenden, löschen oder Facebook melden. Das geht, indem Sie mit dem Mauszeiger – ohne zu Klicken! – über den Beitrag fahren. Sofort erscheint ein kleines „x“ rechts oben im Beitrag. Klicken Sie darauf und wählen Sie Ihre gewünschte Methode, um die Gefahr loszuwerden.

Sehr praktisch ist auch eine Privatssphäreanzeige, die Ihnen in Ampelfarben verrät, wie gut Ihre personenbezogenen Daten geschützt sind. Wandert die Anzeige in den orangen oder gar roten Bereich, sollten Sie baldmöglichst auf das Zahnrad-Symbol unter der Anzeige klicken. Dieses bringt Sie flott in die Facebook-Optionen, wo Sie die Sichtbarkeit privater Daten einschränken können. Über den Button „Freunde einladen“ laden Sie optional andere Facebook-Nutzer ein, ebenfalls die App zu nutzen. Via „PC scannen“ können Sie sich den kostenlosen Quickscan von Bitdefender als Browser-Addon herunterladen.

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