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So schnell surft Deutschland mobil

12.11.2014 | 14:25 Uhr |

Jeder Mobilfunkanbieter behauptet von sich, ein besonders schnelles Netz zu haben. Aber stimmt das auch? Der PC-WELT Netzmonitor schafft Transparenz.

Wenn es nach den Versprechungen der Netzbetreiber geht, können Sie heute schon unterwegs mit 150 MBit/s das Internet nutzen. Studiert man die Angebote genauer, trifft man auf die Formulierung „bis zu“ vor den Geschwindigkeitsangaben und Einschränkungen wie „abhängig von der lokalen Verfügbarkeit und der Netzauslastung“. Genau genommen ist es nämlich so, dass sich alle Nutzer, die zur gleichen Zeit im gleichen Netz, in der gleichen Funkzelle und mit der gleichen Technologie (3G/UMTS oder 4G/LTE) Daten übertragen, sich die maximale Kapazität teilen. Bei UMTS liegt diese je nach Netzausbau bei 7,2, 14,4, 21,6 oder 42,2 MBit/s, bei LTE bei 50, 75, 100 oder 150 MBit/s.

Regionale Unterschiede bei der Netzabdeckung

„Je nach Netzausbau“ deutet schon an, dass es innerhalb Deutschlands sehr starke regionale Unterschiede gibt. Wer bisher vor Vertragsabschluss oder Kauf einer Prepaid-Karte wissen wollte, welches Netz an seinem Wohnort oder einem anderen vorübergehenden Aufenthaltsort mit welcher Technologie verfügbar ist, den führte der Weg in der Regel zu den Netzabdeckungskarten der Mobilfunkbetreiber. Die von E-Plus finden Sie über www.eplus-gruppe.de/netzkarte , die von O2 über www.o2.de/hilfe/o2-netz , die der Telekom über www.t-mobile.de/netzausbau und die von Vodafone unter www.vodafone.de/meinnetz . Diese Karten geben aber nur ungefähre Anhaltspunkte. Zum einen basieren sie in der Regel nicht auf Messungen, sondern auf Berechnungen. Zum anderen ist dort meist nicht angegeben, in welcher Geschwindigkeitsstufe die gewählte Technologie (3G/UMTS oder 4G/LTE) am konkreten Ort verfügbar ist.

Messungen von 4Gmark-App als Grundlage

Mit dem PC-WELT Netzmonitor wollen wir dieses Problem lösen. Er basiert auf Messergebnissen von Nutzern der Geschwindigkeitstest-App „4Gmark / PC-WELT Netztest“, die Sie gratis für Android, iOS und Windows Phone in den App Stores und über http://get.4gmark.net erhalten. Weitere Infos zur App und zu den verschiedenen Messmethoden erhalten Sie in unserem Beitrag „ So schnell ist Ihr mobiles Internet “.

Startseite mit Gesamtranking

Sie finden den PC-WELT Netzmonitor unter www.pcwelt.de/netzmonitor . Auf der Startseite sehen Sie das Gesamtranking, das auf den „Full Test“-Messungen der letzten 90 Tage basiert. Die Balkengrafik zeigt den Durchschnittswert pro Mobilfunknetz, während die Kurven darunter den Verlauf der letzten 13 Wochen darstellen. Das Gesamtranking berücksichtigt nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die „Service-/Netzqualität“ (siehe unten) und damit das vollständige Nutzererlebnis. Daher basieren die Diagramme auf einer nach oben offenen Punkteskala anstatt auf Geschwindigkeitswerten.

Startseite des PC-WELT Netzmonitors
Vergrößern Startseite des PC-WELT Netzmonitors

Rechts unter den beiden Diagrammen finden Sie die Option, die Auswertung, die standardmäßig alle Netztechnologien berücksichtigt, auf 2G/3G (GPRS/EDGE & UMTS/HSDPA) oder 4G (LTE) einzugrenzen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn Sie einen Tarif oder ein Smartphone ohne LTE-Unterstützung nutzen. Denn dann wird es Sie kaum interessieren, wie gut die LTE-Netze funktionieren. Wenn Sie die beiden einzeln heruntergebrochenen Auswertungen betrachten, werden Sie sich möglicherweise wundern, warum sie – zusammengerechnet und durch zwei geteilt – nicht dem Gesamtergebnis entsprechen. Das hängt mit der Menge der vorhandenen Testergebnisse und der Gewichtung zusammen. Dazu ein fiktives Beispiel:

Für 2G/3G liegen bei Mobilfunkanbieter A und B jeweils 10 Messungen vor. Bei A beträgt die durchschnittliche Punktzahl 5000, bei B 6000. Anbieter B siegt also in der Kategorie 2G/3G.

Für 4G liegen bei Anbieter A 90 Messungen mit durchschnittlich 15.000 Punkten vor und für B 10 Messungen mit durchschnittlich 16.000 Punkten. Auch in der Kategorie gewinnt Anbieter B.

Bei dem Gesamtergebnis, also unter Berücksichtigung aller Mobilfunkkategorien (2G/3G/4G), wird aber die Gesamtzahl aller Tests berücksichtigt. Für unser Beispiel bedeutet das:

- Anbieter A (5000 Punkte x 10 Tests + 15.000 Punkte x 90 Tests) geteilt durch 100 Tests = 14.000 Punkte im Durchschnitt

- Anbieter B (6000 Punkte x 10 Tests + 16.000 Punkte x 10 Tests) geteilt durch 20 Tests = 11.000 Punkte im Durchschnitt

Beim Gesamtergebnis ist also Anbieter A der klare Sieger.

Weiter unten auf der Startseite des PC-WELT Netzmonitors sehen Sie, auf wie vielen Messungen (Speedtests und Full Tests) der Netzmonitor aktuell basiert. Dem Tortendiagramm lässt sich entnehmen, wie sich die Messungen auf die vier Netzanbieter verteilen. Wenn Sie eines der Tortenstücke anklicken, erfahren Sie, wie sich dessen Werte zwischen iOS- und Android-Geräten aufteilen.

Speedranking mit Tacho-Anzeige

Weiter geht’s in der Kategorie „Speedranking“, die Sie über die obere Navigation erreichen. Wenn Sie die mobile Version des Netzmonitors benutzen, klicken Sie auf das Icon mit den drei horizontalen Balken links neben der Überschrift „PC-WELT Netzmonitor“.

Für jedes Netz gibt es Tacho, das anzeigt, wie hoch die durchschnittliche Geschwindigkeit den Messungen der letzten 90 Tage zufolge ist. Die Linien darunter zeigen den Verlauf auf Wochenbasis.

Speedranking des PC-WELT Netzmonitors
Vergrößern Speedranking des PC-WELT Netzmonitors

Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Anzahl der Messungen auf verschiedene Geschwindigkeitsstufen verteilt, sind Sie bei dem darunter stehenden Diagramm richtig. Sie erfahren damit also, ob schnelles Surfen beim jeweiligen Netz eher die Ausnahme oder die Regel ist. In eine ähnliche Kerbe schlägt die Auswertung am Ende der Seite: Sie erfahren pro Netz, welche Technologie (2G, 3G oder 4G) wie häufig für die Messungen genutzt werden konnte.

Ergebnisse des Web-Navigations- und Youtube-Tests

Der Speedtest, bei dem eine einzelne Datei herunter- und hochgeladen wird, sagt zwar aus, wie hoch die maximal nutzbare Bandbreite zu einem bestimmten Zeitpunkt war. Aber er lässt nur wenig Rückschlüsse darauf zu, wie zügig das das Laden von Web-Seiten vonstatten geht. Denn dabei müssen normalerweise mehrere Server kontaktiert werden, um die dutzenden Elemente abzurufen, aus denen sich Web-Seiten zusammensetzen.

Genau dieses Szenario berücksichtigt der Abschnitt „Web-Navigation“ des Full Test von 4Gmark. Die Ergebnisse spiegeln sich im ersten Diagramm des Navigationspunktes „Netzqualität“ wieder. Die Balken geben die durchschnittliche Ladezeit der für den Test definierten Web-Seiten an. Ladevorgänge, die nicht innerhalb von 60 Sekunden abgeschlossen sind, zählen in die Abbruch-Quote rein, die durch eine Linie symbolisiert wird. Kurz gesagt: Je niedriger die Balken und je niedriger die Linie, desto besser ist die Netzqualität.

Das gilt auch für die Auswertung des  Youtube-Streaming-Tests, die direkt darunter angezeigt wird. Hierfür fordert 4Gmark ein vorgegebenes 30-sekündiges Video von Youtube an. Je nach Verbindungs-Technologie (2G/3G/4G) wird eine andere Video-Qualitätsstufe und damit eine andere Bitrate gewählt. Gemessen wird, wie lange es ab der Anforderung des Videos dauert, bis es vollständig abgespielt wurde. Die Balken in dem Netzmonitor-Diagramm geben die durchschnittliche Wartezeit an. Kann die Wiedergabe nicht innerhalb von 45 Sekunden beendet werden, zählt dies in die Abbruch-Quote hinein, die wiederum durch eine Linie dargestellt wird.

LTE-Ausbau und -Geschwindigkeit pro Fläche

Das Diagramm am Ende der Seite „Netzqualität“ zeigt an, wie weitläufig LTE pro Quadratkilometer und Netz ausgebaut ist und welche Geschwindigkeitsstufen bezogen auf die Fläche den Messungen zufolge wie stark verbreitet sind. Das Diagramm ist damit eine ideale Überleitung zur vierten und letzten Kategorie.

Netzabdeckungskarte des PC-WELT Netzmonitors
Vergrößern Netzabdeckungskarte des PC-WELT Netzmonitors

Netzabdeckungskarte mit detaillierten Angaben

Das Beste kommt zum Schluss – das gilt gewissermaßen auch beim PC-WELT-Netzmonitor. Denn hinter dem Navigationspunkt „Netzabdeckung“ verbirgt sich ein ganz besonderes Highlight. Sie finden dort eine Deutschlandkarte, die basierend auf den Messungen der letzten 90 Tage auf einen halben Quadratkilometer genau anzeigt, wie hoch durchschnittlich die dort jeweils erreichbare Bandbreite oder die Service-Qualität war. Über das oberste Drop-Down-Feld wählen Sie einen Messwert aus, darunter ein Mobilfunknetz und darunter die Technologie („2G/3G“, „4G“ oder beide). Die Farbe der jeweiligen Kachel signalisiert die durchschnittliche Bandbreite beziehungsweise Qualität. Was welche Farbe genau bedeutet, erklärt die Legende am unteren Rand der Karte. Wenn Sie eine Kachel anklicken, erfahren Sie Details über die Menge der in diesem Gebiet durchgeführten Tests und deren durchschnittliche Ergebnisse.

PC-WELT Netztest & Netzmonitor: Ihre Mithilfe ist gefragt

Damit der Netzmonitor möglichst genau die Realität wiederspiegelt, ist es wichtig, dass möglichst viele Nutzer an möglichst vielen Orten am besten regelmäßig Messungen mit 4Gmark durchführen – und zwar über das Mobilfunknetz. Sollten sie per WLAN verbunden sein, trennen Sie diese Verbindung bitte vor Beginn des Tests. Am einfachsten geht das, indem Sie die WLAN-Funktion Ihres Geräts vorübergehend abschalten.

Wenn Ihnen 4Gmark gefällt, können Sie außerdem einen wertvollen Beitrag leisten, indem Sie die App weiterempfehlen. Denn wie gesagt: Je mehr Anwender Geschwindigkeits-Tests durchführen, desto genauer wird der PC-WELT Netzmonitor. Und davon profitieren alle – auch Sie!

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