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So nutzen Sie den Testsieger zur Virenreinigung

04.01.2015 | 15:15 Uhr |

Das Programm Malwarebytes Anti-Malware Free übersah keinen einzigen Schädling und ließ beim Reinigen nicht einmal harmlose Dateireste der Viren übrig. So nutzen Sie das Tool richtig.

Das anerkannte Sicherheitslabor AV-Test hat sich 17 Antivirenprogramme vorgenommen und in rund 1000 Einzeltests geprüft, wie gut die Tools einen bereits verseuchten PC reinigen können. Sie finden die Ergebnisse des Tests in diesem Artikel .

Der Testsieger in diesem Vergleich lautete Malwarebytes Anti-Malware Free. Das Programm übersah keinen einzigen Schädling und ließ beim Reinigen nicht einmal harmlose Dateireste der Viren übrig. Eine beeindruckende Leistung, die sonst keinem Antivirenprogramm gelang. Wer das Tool in der kostenlosen Free-Version installiert, kann es in vielen Fällen sogar parallel zu seiner aktiven Antiviren-Software aufspielen. Denn dann arbeitet Malwarebytes ohne Virenwächter. So kommen sich die beiden Tools nicht so schnell in die Quere. Die kostenpflichtige Pro-Version von Malwarebytes bietet einen vollwertigen Virenschutz.

Und so nutzen Sie den Testsieger

Die Benutzung von Malwarebytes Anti Malware ist einfach. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung beseitigen Sie mit wenigen Klicks PC-Viren aller Art von Ihrem Windows-Rechner. So geht’s:

Installation des Testsiegers:  Das Programm Malwarebytes Anti Malware   ist in der kostenpflichtigen Pro-Version ein vollwertiges Antiviren-Programm. Wenn auf Ihrem PC bereits eine Antiviren-Software oder ein Internetsicherheitspaket aktiv ist, sollten Sie Malwarebytes nicht als Pro-Version installieren. Denn zwei Antiviren-Tools auf einem PC kommen sich früher oder später in die Quere. Doch die kostenlose Free-Version von Malwarebytes Anti Malware kommt ohne Virenwächter und lässt sich deshalb meist gleichzeitig mit anderen Antivirenprogrammen nutzen. Die die Free-Version von der Website des Herstellers sollte somit auch auf Ihrem System problemlos laufen. Denn erst nach Abschluss der Installation bietet Ihnen das Programm an, die Pro-Version (für einige Zeit kostenlos) zu aktivieren. Entfernen Sie neben dieser Option einfach den Haken, und nutzen Sie die funktionsreduzierte kostenlose Variante.

Bedienerführung einstellen:  Nach der Installation von Malwarebytes Anti-Malware stellen Sie zunächst die Bedienerführung von Englisch auf Deutsch um. Klicken Sie dafür oben auf „Setting“ und auf „Language -> Deutsch“. Die Änderung wird sofort wirksam. Ein Klick auf „Armaturenbrett“ bringt Sie zur Hauptseite des Programms zurück. Wer bei der Installation auf die 30-Tage-Vollversionszeit verzichtet hat, wird hier mit zwei Warnungen begrüßt: Beim Punkt „Lizenz“ und beim Punkt „Echtzeit-Schutz“ bemängelt das Programm, dass Sie nur die Free-Version nutzen. Beides können Sie ignorieren. Sollten Sie sich später dazu entscheiden, die Pro-Version für 23 Euro jährlich zu kaufen, geht das über den Link „Premium kaufen“ unter „Armaturenbrett“.

Wahrscheinlich wird noch eine weitere Warnung auf Sie warten, denn es fehlen aktuelle Updates. Diese Meldung erscheint hinter „Datenbankversion“ und lässt sich über „Jetzt aktualisieren“ beheben. Da die Free-Version nicht automatisch nach Updates sucht, sollten Sie das vor jedem Scan selber anstoßen.

Suchlauf starten:  Klicken Sie unten auf „Suchlauf starten“, um einen „Bedrohungs-Suchlauf“ genannten Scan nach Schädlingen zu aktivieren. Hat das Tool Gefährliches gefunden, meldet es das sowohl im Hauptfenster mit der Info „Potenzielle Bedrohungen erkannt“ als auch mit einem Pop-up-Fenster unten rechts über dem Infobereich von Windows. Sie werden aufgefordert, für den Fund eine Aktion zu wählen. Hat die Sicherheits-Software mehrere Schädlinge gefunden, werden alle in einer Liste aufgeführt. Zu den möglichen Aktionen zählt zunächst die „Quarantäne“. Diese macht den Virus unschädlich, löscht ihn aber nicht, sodass man die Aktion später rückgängig machen kann. Außerdem wird von Malwarebytes die Aktion „Ausschluss hinzufügen“ angeboten. Damit wird der Fund ignoriert und auch bei künftigen Scans nicht mehr gemeldet. Schließlich lässt sich noch die Aktion „Einmal ignorieren“ wählen, damit der Fund bei der nächsten Suche wieder gemeldet wird.

Fehlalarme ausschließen:  In der Regel sollte Malwarebytes Anti-Malware keine Fehlalarme verursachen, also keine harmlosen Dateien als Schädlinge melden. Wenn Sie aber Zweifel an der Einstufung haben, dann schauen Sie sich den Dateipfad zur Fundstelle an. Malwarebytes zeigt ihn direkt mit an. Führt dieser in einen Programm- oder Systemordner von Windows, handelt es sich eher nicht um eine harmlose Anwenderdatei bzw. einen Fehlalarm. Zeigt der Pfad woanders hin, sollten Sie sich den Fund näher ansehen. Über „Logdatei exportieren“ erstellt Malwarebytes einen Scanbericht im TXT-Format. Darin wird zum Speicherort auch der Dateiname des Fundes angezeigt.

Zur Kontrolle können Sie nun die im Scanbericht genannte Datei auf die Website www.virustotal.com hochladen. Dort wird sie von über 40 Antivirenscannern geprüft. So erhalten Sie Sicherheit darüber, ob es sich bei dem Fund um einen Schädling handelt oder nicht.

Hier sehen Sie, wie der Testsieger Malwarebytes Anti-Malware Free mehrere aktive Schädlinge gefunden hat und anbietet, diese in Quarantäne zu packen.
Vergrößern Hier sehen Sie, wie der Testsieger Malwarebytes Anti-Malware Free mehrere aktive Schädlinge gefunden hat und anbietet, diese in Quarantäne zu packen.

Virus beseitigen:  In den meisten Fällen wird Ihnen Malwarebytes Anti-Malware vorschlagen, einen Fund mit der Aktion „Quarantäne“ zu behandeln. Sie übernehmen den Vorschlag mit dem Button „Aktion anwenden“.

Zur Sicherheit können Sie nun einen erneuten Scan zunächst mit Malwarebytes Anti-Malware starten. So prüfen Sie, ob tatsächlich alle Virenteile beseitigt wurden. Ein anschließender Scan mit Ihrem Standard-Antivirenprogramm rundet die Suche ab.

Hinweis:  In der Spalte „Gefundene Elemente“ gibt Ihnen das Schutzprogramm noch einen Hinweis, um welche Art Schädling es sich handelt. So steht dort etwa Keylogger oder Trojaner. Die drei Buchstaben PUP stehen für potenziell unerwünschtes Programm. Das können unnötige Toolbars für den Browser sein, aber auch werbefinanzierte Programme, die Sie eigentlich behalten möchten. Schauen Sie sich deshalb bei Funden mit der Kennung „PUP“ den Dateipfad genau an.

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