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Ratgeber DSL

So messen Sie Ihren Traffic-Verbrauch

06.03.2015 | 10:49 Uhr |

O2 hat ein Surf-Limit eingeführt. Nach dem dreimaligen Überschreiten von 300 GB ist Schluss mit schnell. Andere Provider verfolgen ähnliche Pläne. Wissen Sie, wie viel Sie im Monat verbrauchen?

Mit ihren Plänen, alle DSL-Anschlüsse nach dem Erreichen eines Limits zu drosseln , hatte die Telekom für viel Ärger bei den DSL-Nutzern gesorgt - und ist zwischenzeitlich zurückgerudert . Ganz anders O2: Seit dem 1. Oktober 2014 gilt die DSL-Drossel bei Verträgen, die nach dem 16.10.2013 abgeschlossen wurden. Beim Tarif "O2 DSL All-in S" mit 8 MBit/s hat man 100 GB gut, bevor die Drossel auf 2 MBit/s greift. Bei "All-in M" (bis zu 16 MBit/s) und "All-in L" (bis zu 50 MBit/s) darf man in drei Folgemonaten maximal 300 GB versurfen, um nicht gedrosselt zu werden. Und bei "All-in XL" (bis zu 100 MBit/s) maximal 500 GB.

Doch weil Flatrates schon seit vielen Jahren gang und gäbe sind, wissen viele gar nicht mehr, wie viele GB bei ihnen durch die DSL-Leitung fließen. Aber dieses Wissen liegt nur ein paar Mausklicks entfernt.

Traffic mit Fritzbox messen

Die Fritzbox verfügt über einen eingebauten Traffic-Zähler.
Vergrößern Die Fritzbox verfügt über einen eingebauten Traffic-Zähler.

Am bequemsten und schnellsten gelangen Sie über Ihren Internet-Router zu Ihren monatlichen Verbrauchswerten. Besitzer einer Fritzbox wählen sich über den Internet-Browser ein, indem sie "fritz.box" ohne Anführungszeichen in die Adresszeile tippen und mit Enter bestätigen. Hangeln Sie sich dort über "Internet" und "Online-Monitor" zu dem Menüpunkt "Online-Zähler". Dort verrät die Fritzbox das heutige, das gestrige und das verbrauchten Datenvolumen des letzten und aktuellen Monats. In AVM-Routern mit älterer Firmware kann die Benennung der Menüpunkte leicht abweichen. Tipp: Wer Vista oder Windows 7 nutzt, hat seinen Internet-Traffic dank Firtzbox-Gadget immer im Blick.

Video: Fritzbox - So machen Sie ein Firmware-Update

Traffic mit Software messen

NetSpeedMonitor blendet den aktuellen Verbrauch auf Wunsch im Systray ein.
Vergrößern NetSpeedMonitor blendet den aktuellen Verbrauch auf Wunsch im Systray ein.

Bei Routern anderer Marken ist nicht immer ein Traffic-Zähler eingebaut. Falls Ihr Router keinen Zähler hat, müssen Sie aber nicht unbedingt einen neuen kaufen. Programme wie TrafficMonitor oder NetSpeedMonitor messen den Datenverbrauch auf Ihrem PC. Aber Vorsicht: Was Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet in Ihrem WLAN verbrauchen, entgeht den Windows-Tools. Das gleiche gilt für Ihren Smart-TV oder das Internet-Radio. Ideal ist somit eigentlich der Zähler im Router. Wenn Sie trotzdem auf Software setzen wollen: Vergessen Sie nicht, das Programm auf allen Rechnern zu installieren (also beispielsweise Desktop-PC und Notebook). Für das Smartphone und Tablet gibt es Apps, welche das Download-Volumen messen. Addieren Sie nach einem Monat alle Werte und Sie erhalten Ihren Verbrauch.

Wir empfehlen für Windows-PCs NetSpeedMonitor - es ist kostenlos, deutschsprachig und einfach zu bedienen. Nach der Installation fragt Sie das Programm, ob sie es im Systray integrieren wollen. Wenn Sie zustimmen, haben Sie den aktuellen Verbrauch immer im Blick, rechts unten neben der Uhrzeit. Zur Monatsübersicht gelangen Sie mit einem Klick der rechten Maustaste auf das NetSpeedMonitor-Feld im Systray. Wählen Sie dann "Datenverkehr". Übrigens: Unter "Verbindungen" sehen Sie, welche Programme den Traffic verursachen. Das ist nicht nur nützlich, um Traffic-Fresser aufzuspüren. Mit der Funktion kommen Sie eventuell sogar Malware auf die Spur, welche nach Hause telefoniert.

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