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So installieren Sie Windows 8 nach Maß

01.10.2014 | 09:45 Uhr |

Die Windows-Installation ist zwar unkompliziert, erlaubt aber auch kaum Eingriffe. Mit einigen Tricks lässt sich das System jedoch sowohl für SSDs optimieren als auch an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Bei der Windows-Installation bietet Microsoft nicht viele Optionen. Man kann lediglich die Zielfestplatte bestimmen und danach sieht Windows so aus, wie Microsoft es sich vorstellt. Seit Windows Vista ist das Installationsverfahren sehr reduziert und entspricht damit wohl dem, was viele Benutzer erwarten. Der Windows-Profi will jedoch mehr. Microsoft bietet einige Werkzeuge an, mit denen sich das System bereits vor der Installation individuell anpassen und verschlanken lässt. Die sind allerdings für Administratoren gedacht und eher sperrig in der Benutzung. Es gibt aber Programme, mit denen sich die Windows-Installation bequem anpassen lässt – inklusive der Integration von Windows-Updates. Wie das funktioniert, erfahren Sie unter Punkt 4.

Neben der individuellen Anpassung wünschen sich viele Windows-Nutzer ein System mit weniger Platzbedarf, vor allem wenn preisgünstige SSDs mit 120 oder 240 GB Kapazität zum Einsatz kommen sollen. Mit Windows 8.1 Update 1 hat Microsoft unter der Bezeichnung „Wimboot“ eine neue Technik eingeführt. Die Systemdateien liegen dabei teilweise in einer komprimierten Image-Datei. Auf der Windows- Partition ist danach mehr Platz verfügbar als bei einem standardmäßig installierten System. Mehr dazu lesen Sie unter Punkt 5.

1. Vorbereitungen für eine individuelle Systeminstallation

Wenn Sie selbst ein individuell angepasstes Windows-Setup erstellen möchten, dann benötigen Sie dazu die Datei „Install.wim“ von der Installations-DVD. Windows-7-Anwender ohne eigene DVD finden legale Downloads der ISO-Dateien über diese Webseite .

Wer einen Datenträger oder Download von Windows 8.0 besitzt, der steht vor einem besonderen Problem. Das kostenlose Upgrade auf Windows 8.1 erhält man lediglich über den Windows Store, aber nicht als gesonderten Download. Mit einem Trick ist es jedoch möglich, an die Setup-Dateien von Windows 8.1 heranzukommen. Eine Beschreibung finden Sie in diesem Beitrag . In diesem Artikel stellen wir auch eine weitere Möglichkeit vor, die Ihnen den Download von Windows 8.1 erspart, wenn die Upgrade-Dateien noch auf dem Rechner liegen (siehe Punkt 2).

Windows vom USB-Stick im UEFI-Modus installieren

8.1-Upgrade-Dateien: Die aus dem Windows Store heruntergeladenen Dateien liegen in dem versteckten Ordner „C:\$Windows.~BT“. Sie lassen sich aber nicht direkt für eine Neuinstallation nutzen.
Vergrößern 8.1-Upgrade-Dateien: Die aus dem Windows Store heruntergeladenen Dateien liegen in dem versteckten Ordner „C:\$Windows.~BT“. Sie lassen sich aber nicht direkt für eine Neuinstallation nutzen.

2. 8.1-Installationsmedium aus Upgrade-Dateien erstellen

Nach dem Upgrade von Windows 8.0 auf 8.1 liegen die über den Windows Store heruntergeladenen Dateien in dem versteckten Verzeichnis „C:\$Windows.~BT“. Sollte der Ordner „C:\$Windows.~BT“ bereits einer Aufräumaktion zum Opfer gefallen sein, können Sie Windows 8.0 in einer virtuellen Maschine etwa unter Virtualbox neu installieren und dann alle Updates durchführen, bis Ihnen Windows 8.1 als Upgrade angeboten wird. Danach kopieren Sie den Ordner mit den Upgrade-Dateien auf Ihre Festplatte. Die Dateien sind aber nicht ohne Weiteres für die Neuinstallation oder als Upgrade für einen anderen Rechner zu gebrauchen. Mit den PC-WELT-Windows-Setup-Tools ist der Umbau jedoch schnell geschehen. Laden Sie sich das Tool herunter und installieren Sie es in einem Verzeichnis ohne Leer- und Sonderzeichen, am besten nach „C:\SetupTool“. Kopieren Sie aus „C:\$Windows.~BT“ alle Dateien sowie die Ordner „Boot“, „efi“, „Sources“ und „Support“ in das bereits vorbereitete Verzeichnis „8.1-Store- Update“ unterhalb von „C:\SetupTools\“.

Starten Sie PC-WELT Windows-Setup-Tools. Auf der Registerkarte „Setup-Tools“ sehen Sie auf der linken Seite Schaltflächen für die erforderlichen Schritte. Klicken Sie nacheinander die Schaltflächen „1. Tools und Updates für Win 8.1“, „2. PE für Windows 8.1 Update 1 erstellen“ und „3. Win 8.1-Store-Download umwandeln“ an. Warten Sie jeweils, bis die Aufgabe abgearbeitet ist, was Sie an einem „Fertig“ in der Statusleiste erkennen. In „C:\SetupTools\ISO“ liegt danach die Datei „Windows-8.1.iso“.

PC-WELT Windows-Setup-Tools: Mit unseren Tools bewältigen Sie über eine zentrale Schaltstelle die meisten Aufgaben rund um die Windows-Installation. Damit erstellen Sie auch ein platzsparendes System für eine SSD.
Vergrößern PC-WELT Windows-Setup-Tools: Mit unseren Tools bewältigen Sie über eine zentrale Schaltstelle die meisten Aufgaben rund um die Windows-Installation. Damit erstellen Sie auch ein platzsparendes System für eine SSD.

USB-Stick für die Installation erzeugen: Klicken Sie auf „4. USB-Stick für PE/Installation erstellen“. Damit starten Sie das Tool Rufus. Wählen Sie unter „Laufwerk“ Ihren USB-Stick aus. Aber Vorsicht: Der ausgewählte Datenträger wird neu formatiert und alle darauf gespeicherten Dateien gehen verloren. Hinter „Startfähiges Laufwerk erstellen mit:“ wählen Sie „ISO-Abbild“ und über die Schaltfläche dahinter die Datei „Windows-8.1.iso“ aus dem Ordner „C:\SetupTool\ISO“. Stellen Sie unter „Partitionsschema und Typ des Zielsystems“ den Eintrag „GPT Partitionsschema für UEFI-Computer“ ein. Darunter muss „FAT32“ ausgewählt sein. Bei Computern, die nicht über Uefi booten können oder sollen, wählen Sie „MBR Partitionsschema für BIOS oder UEFI-Computer“ und als Dateisystem „NTFS“. Klicken Sie zum Abschluss noch auf „Start“.

Besonderheiten bei der Installation: Das Setup-Programm startet nicht automatisch. Stattdessen sehen Sie das Tool PC-WELT-PE-App-Launcher. Klicken Sie als Nächstes auf das Icon ganz links. Damit starten Sie den Dateimanager Double Commander. Wählen Sie das DVD-Laufwerk beziehungsweise den Stick aus und starten Sie Setup.exe aus dem Hauptverzeichnis. Der Rest der Installation läuft dann wie gewohnt ab, außer dass Sie bei dieser Installationsvariante die Eingabe des Produktschlüssels überspringen können.

So funktioniert die Windows-Installation

Die Basis für eine Windows-Installation bildet die Datei „Install.wim“ im Verzeichnis „Sources“ der Windows-Installations-DVD. Diese enthält ein oder mehrere Windows-Installationsabbilder. Das Setup-Programm läuft nach dem Booten von DVD oder USB-Stick unter einem Mini-Windows (Windows PE, Preinstallation Environment), das aus der Datei „Boot.wim“ geladen wird. Es macht bei einer Neuinstallation nichts anderes, als die Partitionen sowie den Bootmanager auf der Festplatte einzurichten und den Inhalt der Install.wim auf die Windows-Partition zu kopieren.

Die eigentliche Einrichtung des Windows-Systems beginnt beim ersten Start von der Festplatte. Sie legen dann die Bezeichnung des PCs fest und erstellen ein Benutzerkonto. Wie Windows daraufhin aussieht, also beispielsweise welches Hintergrundbild der Desktop zeigt oder wie der Windows-Explorer Ordner und Dateien anzeigt, ist in einer Vorlage für neue Benutzer festgelegt.

Fast alle Einstellungen lassen sich schon vor der Installation bestimmen. Dies nutzen vor allem Gerätehersteller, um Windows mit den erforderlichen Treibern, Updates und Software-Beigaben auszustatten. Der Aufwand dabei ist relativ gering. Schwieriger sind dagegen insbesondere für Nutzer von Windows 8 die notwendigen Vorbereitungen, um an eine Install.wim heranzukommen, die sich dann bearbeiten lässt. Damit befassen sich die Punkte 2 und 3.

Vom Stick installieren: Rufus erstellt einen bootfähigen USB-Stick für PE oder für die Windows-Installation.
Vergrößern Vom Stick installieren: Rufus erstellt einen bootfähigen USB-Stick für PE oder für die Windows-Installation.

3. Abbild aus einem installierten Windows erzeugen

Wenn die Upgrade-Dateien von Windows 8.1 nicht mehr vorhanden sind und Sie zudem kein Installationsmedium für Windows 8/8.1 besitzen, gibt es auch andere Wege. Entweder Sie wandeln die Windows-Installation in eine virtuelle Maschine um oder Sie erzeugen aus der Installation ein Backup für die Neuinstallation beziehungsweise eine Install.wim. Die Umwandlung in eine virtuelle Maschine geht am einfachsten mit dem kostenlosen Tool Disk2VHD . Verwenden Sie für die virtuelle Festplatte in Virtualbox das VHD-Format.

Wenn Sie das installierte System bearbeiten möchten, benötigen Sie einen zweiten PC, auf dem Sie PC-WELT-Windows-Setup-Tools installieren. In diesem Artikel verwenden wir eine virtuelle Maschine, auf der Windows 8.1 mit Update 1 läuft. Das Verfahren auf einem echten PC läuft entsprechend ab. Bei beiden Varianten müssen Sie zuerst alle persönlichen Daten sichern, alles Unnötige deinstallieren und alle Dateien, die nicht zum System gehören, auf eine andere Festplatte verschieben. Installieren Sie außerdem sämtliche Windows-Updates. Wenn Sie Wimboot (siehe Punkt 5) nutzen wollen, muss sich das System auf dem Stand von Windows 8.1 Update 1 befinden.

Zuerst aufräumen: Mit der Datenträgerbereinigung löschen Sie die meisten überflüssigen Dateien. Erst dann macht es Sinn, das System mit Sysprep zu bearbeiten.
Vergrößern Zuerst aufräumen: Mit der Datenträgerbereinigung löschen Sie die meisten überflüssigen Dateien. Erst dann macht es Sinn, das System mit Sysprep zu bearbeiten.

Schritt 1: Wenn möglich, de-installieren Sie alle Programme, um dadurch eine möglichst saubere Neuinstallation oder ein schlankes System für die SSD zu erzeugen. Nun drücken Sie Win-R, tippen Cleanmgr ein und klicken auf „OK“. Klicken Sie auf „Systemdateien bereinigen“. Setzen Sie unter „Zu löschende Dateien“ überall ein Häkchen und klicken Sie auf „OK“.

Schritt 2: Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten und führen Sie daraufhin die Zeile

dism /online /cleaup-image /startcomponentcleaup  

aus. Damit lassen sich weitere überflüssige Dateien beseitigen.

Schritt 3: Jetzt benötigen Sie noch die Datei „Winre.wim“ der Systemwiederherstellung, aus der später der Setup-Stick erzeugt wird. Geben Sie auf der Kommandozeile reagentc / disable ein. Danach finden Sie „Winre.wim“ in dem versteckten Verzeichnis „C:\Windows\ System32\Recovery“. Wenn Sie das Verzeichnis nicht sehen, blenden Sie die Systemordner ein, wie im Kasten „Alles sehen im Windows-Explorer“ beschrieben. Kopieren Sie die Datei in das Verzeichnis „C:\SetupTool\Wim“. Im Anschluss daran aktivieren Sie das Wiederherstellungssystem mit dem Befehl reagentc /enable. Fahren Sie die virtuelle Maschine herunter.

Schritt 4: Drücken Sie nun Win-R, geben Sie diskmgmt.msc ein und bestätigen Sie mit „OK“. Gehen Sie auf „Aktion > Virtuelle Festplatte anfügen“, wählen Sie über „Durchsuchen“ die VHD-Datei Ihrer virtuellen Maschine und klicken Sie auf „OK“. Windows hängt die virtuelle Festplatte jetzt beispielsweise unter dem Laufwerksbuchstaben F: ein.

Schritt 5: In einer administrativen Eingabeaufforderung geben Sie folgende Zeile ein:

dism /capture-image /imagefile:C:\ SetupTool\Wim\install.wim /capturedir:F: /name:“Windows komplett“ /scratchdir:C:  

Damit erzeugen Sie eine Install.wim mit dem kompletten Inhalt der virtuellen Festplatte. Passen Sie die Laufwerksbuchstaben für Ihr System an.

Virtuelle Platte: Über die Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc) binden Sie die VHD-Datei ein, in die Sie in der virtuellen Maschine unter Virtualbox das Windows-System installiert haben.
Vergrößern Virtuelle Platte: Über die Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc) binden Sie die VHD-Datei ein, in die Sie in der virtuellen Maschine unter Virtualbox das Windows-System installiert haben.

Die soeben erzeugte Install.wim ist ein Backup des bisherigen Systems und enthält auch alle Benutzerkonten und persönliche Einstellungen. Sie eignet sich für die Übertragung auf eine SSD (> Punkt 5), aber nicht für eine saubere Neuinstallation. Wenn Sie dafür eine anpassbare Install.wim benötigen, hängen Sie die VHD-Datei wieder aus und starten das virtuelle System von Neuem.

Schritt 1: Öffnen Sie den Registrierungseditor (Win-R und Regedit) und gehen Sie zum Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\Setup“. Löschen Sie den Wert „Upgrade“. Gehen Sie auf „Hkey_Local_Machine\System\Setup\Sysprep- Status“ und ändern Sie die Werte „Cleanup State“ und „GeneralizationState“ jeweils auf 7.

Schritt 2: Starten Sie Sysprep.exe (Systemvorbereitungsprogramm) aus dem Verzeichnis „C:\Windows\System32\Sysprep“. Wählen Sie „Systemüberwachungsmodus aktivieren“ und „Neustart“ und klicken Sie auf OK.

Schritt 3: Nach dem Neustart lassen Sie das Sysprep-Fenster geöffnet und suchen in der Systemsteuerung nach „Benutzerkonten“. Klicken Sie auf „Benutzerkonten entfernen“. Löschen Sie alle selbst erstellten Benutzerkonten und die zugehörigen Dateien.

Im Sysprep-Fenster stellen Sie „Out-of-Box-Experience (OOBE) für System aktivieren“ sowie „Herunterfahren“ ein und setzen ein Häkchen vor „Verallgemeinern“. Nach einem Klick auf „OK“ fährt der Rechner herunter. Danach gehen Sie vor, wie oben in Schritt 5 beschrieben und erstellen mit Dism eine Install.wim.

Setup-DVD für Windows 8 herunterladen

Immer auf dem neuesten Stand: Wintoolkit lädt alle Windows-Updates herunter und integriert sie in das Installationsmedium. Dadurch ist das System nach einer Neuinstallation so aktuell wie möglich.
Vergrößern Immer auf dem neuesten Stand: Wintoolkit lädt alle Windows-Updates herunter und integriert sie in das Installationsmedium. Dadurch ist das System nach einer Neuinstallation so aktuell wie möglich.

4. Windows-Setup-Dateien individuell anpassen

Mit Wintoolkit integrieren Sie Updates und Treiber in das Windows-Installationsmedium. Das Tool kann Installationsdateien von Windows 7 oder 8/8.1 verwenden. Bei der Download-Version von Windows 8/8.1 gibt es im Verzeichnis „Sources“ allerdings nur eine Install.esd, die Sie umwandeln müssen. In PC-WELT-Windows-Setup-Tools klicken Sie dazu auf „ESD- in WIM-Datei umwandeln“.

Schritt 1: Entpacken Sie Wintoolkit in ein beliebiges Verzeichnis und starten Sie WinToolkit.exe. Wechseln Sie jetzt auf die Registerkarte „Updates“ und klicken Sie auf „Alphawaves Downloader“. Wählen Sie danach hinter „Type“ Ihr Betriebssystem aus, beispielsweise „Windows 7 x64“ oder „Windows 8.1 x64“. Wählen Sie die gewünschten Updates aus und klicken Sie auf „Download“.

Schritt 2: Klicken Sie auf „All-In-One Integrator“ und dann auf „Browse > Browse for WIM“. Öffnen Sie die Datei „Install.wim“, die Sie in einem der vorherigen Punkte erstellt haben. Wählen Sie die Windows-Variante, die Sie installieren wollen, per Doppelklick aus. Klicken Sie auf „Skip (No Preset)“. Gehen Sie auf die Registerkarte „Updates + Languages“, klicken Sie auf „Add > Add Updates + Subfolders“ und wählen Sie den Ordner aus, in dem die unter Schritt 1 heruntergeladenen Update-Dateien liegen. Klicken Sie auf „Start“ und als Nächstes auf „Accept“. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Schließen Sie nun das Fenster.

Schritt 3: Wintoolkit bietet auf der Registerkarte „Advanced“ einige Optionen an, über die Sie Windows vorkonfigurieren können. Nach einem Klick beispielsweise auf „Component Removal“ wählen Sie Komponenten aus, die Sie entfernen wollen, wie zum Beispiel den Windows Media Player. Unter „Tweaks“ ändern Sie Einstellungen für den Desktop oder den Windows-Explorer. Abschließend klicken Sie auf „Start“ und daraufhin auf „Accept“. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist und schließen Sie das Fenster.

Über „ISO Maker“ können Sie im Anschluss daran eine neue Windows-Installations-DVD erstellen oder über „USB Boot Prep“ einen bootfähigen USB-Stick für die Installation.

Alternative: Über PC-WELT-Windows-Setup-Tools und die Schaltfläche „Windows individ. anpassen (Winreducer)“ starten Sie das Tool Winreducer. Es bietet vor allem für Windows 8/8.1 viele Optionen. So lassen sich beispielsweise schon vor der Installation alle Apps entfernen, die Sie nicht benötigen.

Minisystem: Unter Windows-PE legen Sie die Partitionen für das Wimboot-System an und kopieren die Dateien auf die SSD. Die SSD muss als „Datenträger 0“ angesprochen werden.
Vergrößern Minisystem: Unter Windows-PE legen Sie die Partitionen für das Wimboot-System an und kopieren die Dateien auf die SSD. Die SSD muss als „Datenträger 0“ angesprochen werden.

5. Windows im Wimboot-Modus auf SSD installieren

Die Wimboot-Installationsmethode soll vor allem auf Tablet-PCs Platz auf dem Flash-Speicher sparen. Sie eignet sich jedoch auch für Desktop-PCs. Voraussetzungen für Wimboot sind der Uefi-Modus, eine SSD wie auch Windows 8.1 Update 1 mit 64 Bit.

So funktioniert Wimboot: Anders als beim herkömmlichen Installationsverfahren wird nicht der Inhalt der kompletten Install.wim auf die Festplatte kopiert. Die WIM-Datei liegt auf einer kleinen, eigenen Partition. Auf der Windows- Partition gibt es Zeiger, die auf die Install.wim verweisen. Nur einige für den Startvorgang erforderliche Dateien sind tatsächlich vorhanden. Dies spart bis zu 6 GB Platz. Alle neuen Dateien und auch Windows-Updates landen wie bisher auf der Systempartition.

So richten Sie Wimboot ein: Für die weitere Beschreibung gehen wir davon aus, dass Sie bereits eine Install.wim erstellt haben, wie bei den Punkten 2 oder 3 beschrieben. Diese müssen Sie jetzt nur noch in das Wimboot-taugliche Format umwandeln. Zu diesem Zweck klicken Sie in PC-WELT-Windows-Setup-Tools auf „5. Install.wim für Wimboot erzeugen“.

Unter „C:\ SetupTool\Wim“ liegt im Anschluss daran die Datei „Install-wimboot.wim“. Ebenfalls erforderlich ist ein USB-Stick mit Windows PE, den Sie per Klick auf „3. USB-Stick mit Win-PE/RE erstellen“ mit der Datei „C:\Setup Tool\ISO\Winre.iso“ befüllen.

Schritt 1: Kopieren Sie die Dateien „Install-Wimboot.wim“ und „Winre-Wimboot.wim“ aus dem Verzeichnis „C:\SetupTool\Wim“ auf den USB-Stick. Gibt es darauf nicht genügend Platz, benutzen Sie eine zusätzliche USB-Festplatte. Kopieren Sie zudem die Dateien „3.Apply WIM BootImage.cmd“ und „!CreatePartitions-WIM Boot.txt“ auf den Stick. Klemmen Sie sicherheitshalber alle internen Laufwerke außer der SSD ab. Das erleichtert die Orientierung im PE-System. Die SSD wird neu partitioniert, sichern Sie daher alle darauf befindlichen Daten.

Schritt 2: Booten Sie den PC vom USB-Stick und starten Sie den Dateimanager über das Icon ganz links. Öffnen Sie darüber hinaus eine Eingabeaufforderung mit einem Klick auf das Icon in PC-WELT-PE-App-Launcher. Im Dateimanager ermitteln Sie, auf welchem Laufwerk die WIM-Dateien und die CMD-Datei liegen. In der Eingabeaufforderung starten Sie diskpart. Der Befehl list disk zeigt Ihnen die verfügbaren Laufwerke an. Die SSD sollte als einziges Laufwerk am SATA-Controller mit der Bezeichnung „Datenträger 0“ erscheinen.

Schritt 3: Beenden Sie Diskpart mit exit. Tippen Sie diskpart /s F:\!CreatePartitions-WIMBoot.txt ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. F: ersetzen Sie durch den Laufwerksbuchstaben, auf dem die TXT-Datei zu finden ist. Damit legen Sie die Partitionen „System“ (ESP, Efi System Partition), MSR (Microsoft Reserved), „Windows“ und „Images“ auf dem Datenträger 0 an. „Windows“ erhält den Laufwerksbuchstaben „W:“ und „Images“ den Buchstaben „I:“.

Schritt 4: Starten Sie die CMD-Datei mit

F:\3.ApplyWIMBootImage.cmd F:\In stall-Wimboot.wim F:\Winre-Wim boot.wim  

F: ersetzen Sie durch den Laufwerksbuchstaben, unter dem die Dateien zu finden sind. Das Script kopiert die WIM-Dateien auf die Partition „Images“ und legt die Zeiger auf der Partition „Windows“ an. Schalten Sie den PC über das Herunterfahren-Icon aus.

Entfernen Sie den Bootstick und starten Sie den PC. Wenn Sie eine Install.wim mit einem System-Backup verwendet haben, steht Ihnen Windows gleich zur Verfügung. Anderenfalls startet die Prozedur der Ersteinrichtung.

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