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Linux-Top-20: So finden Sie Ihr Lieblings-Linux

11.02.2016 | 13:25 Uhr |

Sie haben die Nase voll von Windows? Wir helfen Ihnen bei der Qual der Wahl: Finden Sie Ihr persönliches Lieblings-Linux.

Update vom 11.02.2016: In den aktuellen Top-20 der Linux-Charts bleiben die Top-5 unverändert. "Elementary" fällt von Platz 11 auf 20 und ist somit der große Verlierer. Aus den Top-20 verschwunden ist "Simplicity", dafür konnte "Ubuntu MATE" in die Top-20 einziehen und sichert sich den 18. Platz.

So finden auch Sie Ihr Lieblings-Linux

Spätestens seit dem Ende von Windows XP und dem Support-Aus von Windows 7 spielen viele mit dem Gedanken, auf Linux umzusteigen, oder zumindest Linux als weiteres System zu nutzen. Doch welche Linux-Version, welche Distribution soll es werden? In diesem Artikel stellen wir Ihnen die beliebtesten Linux-Distributionen vor. Und führen Sie so vielleicht zu Ihrem nächsten Lieblings-Betriebssystem.

Keine Angst vor Linux

Der Einstieg oder Umstieg in die Linux-Welt gestaltet sich für Neulinge oft schwieriger als zunächst angenommen. Alleine die Fülle an unterschiedlichen Distributionen erschlägt manche potenziell neuen Nutzer. Zudem lastet Linux ein „Profi/Hacker“-Image an, das viele zurückschrecken lässt. Aber keine Angst: Es gibt genügend einsteigerfreundliche Linux-Versionen, die wir Ihnen Folgenden näher bringen.

Darum sind Debian und Ubuntu so verbreitet

Auf der Suche nach dem richtigen Linux-System bemerkt man schnell, dass sehr viele Distributionen auf Debian oder Ubuntu basieren. In unseren Galerie der Top-20 der beliebtesten Linux-Distributionen sind das alleine neun Stück, wenn wir Debian und Ubuntu noch hinzurechnen, sind wir bei über der Hälfte. Debian ist eine der ältesten freien Betriebssysteme überhaupt und verbindet den Linux-Kernel mit den grundlegenden Systemwerkzeugen des GNU-Projektes. Dank seiner sehr guten Stabilität ist es vor allem im Serverbereich weit verbreitet.

Debian wird auf Servern weltweit verwendet.
Vergrößern Debian wird auf Servern weltweit verwendet.
© Debian

Das bekannteste aller Debian-Derivate ist Ubuntu. Ziel des Ubuntu-Projektes ist ein einfach zu installierendes und leicht zu bedienendes Betriebssystem mit aufeinander abgestimmter Software zu schaffen. Das gelang auch. Seit dem Erscheinen 2004 konnte Ubuntu seine Fan-Base stetig ausbauen und wurde eine der meistgenutzten Linux-Distributionen überhaupt. Ubuntu ging mit dem Desktop-Environment Unity eigene Wege und kehrte GNOME den Rücken. Währenddessen wurde auch die neue Version der GNOME-Oberfläche: GNOME 3 bereitgestellt. Mit beidem waren die Benutzer nicht sonderlich zufrieden, so dass nicht wenige nach Alternativen gesucht haben.

Für diejenigen, die Ubuntu treu bleiben wollen, aber etwa das ursprüngliche GNOME als Oberfläche bevorzugen, sollten einen Blick auf das relativ neue Ubuntu MATE werfen. Das MATE Desktop-Environment ist ein GNOME2-Klon der stetig verbessert wird.

Ubuntu ist sehr weit verbreitet.
Vergrößern Ubuntu ist sehr weit verbreitet.
© Dell / Canonical

Linux Mint: Auf der Überholspur

Linux Mint nutzte die Gunst der Stunde. Mit Ihrem GNOME-Fork (also Abkömmling): Cinnamon traf Linux Mint genau ins Schwarze. Basierend auf der GNOME-Shell verbindet Cinnamon moderne Konzepte von "GNOME 3" mit der traditionellen "GNOME 2"-Bedienung .


Durch gute Ideen und Cinnamon konnte Linux Mint viele Fans für sich gewinnen und zählt daher nicht ohne Grund zu den heute beliebtesten Distributionen. Das herkömmliche Linux Mint basiert auf Ubuntu, es gibt jedoch auch eine Linux Mint Debian-Edition.

Linux Mint hat sich rasant zu einem der beliebtesten Distributionen entwickelt.
Vergrößern Linux Mint hat sich rasant zu einem der beliebtesten Distributionen entwickelt.
© Linux Mint

Diese Linux-Versionen sind besonders gut für den Einstieg geeignet

Ubuntu ist generell sehr einsteigerfreundlich, und falls Ihnen die Ubuntu-Oberfläche Unity nicht zusagt, suchen Sie sich eine der zahlreichen Ubuntu-Versionen mit anderen Oberflächen wie Ubuntu MATE . Eingefleischte Windows-User werden mit der Cinnamon Desktop-Oberfläche, die Linux Mint zu bieten hat, sehr gut zurechtkommen. Testen Sie am besten vorher die verschiedenen Betriebssysteme in der VirtualBox . Im virtuellen System tut auch ein Fehlgriff nicht weh - sei es ein Installationsfehler oder ein System, das Ihnen überhaupt nicht zusagt. Ihr Haupt-System bleibt von den Versuchen unbelastet.

Linux wird auch bei Spielern immer beliebter

Ein weiteres Problem-Thema im Bereich Linux war auch immer das Thema Gaming. Die Spieleschmieden hatten Linux nur in den seltensten Fällen unterstützt. Doch hier hat sich einiges getan. Der sehr bekannte Spiele-Entwickler Valve hat mit seinem SteamOS eine eigene auf Debian basierende Distribution in der Entwicklung - die sich ganz aufs Gaming konzentriert. Dieses soll auf den kommenden Steam-Machines vorinstalliert werden. Mit der Steam-Machine soll den Konsolen der Kampf angesagt werden. Einige Entwickler, nicht nur Valve selbst, sind eifrig bei der Sache und bringen nun Linux-Ports ihrer Windows-Games. SteamOS steckt momentan noch in der Beta-Phase und sollte ursprünglich 2014 erscheinen, wurde jedoch auf 2015 verschoben.

Warnung: Die momentane Beta-Version von SteamOS bietet keine Dualboot-Optionen. Daher werden bei einer Installation alle auf dem Zielcomputer gespeicherten Daten gelöscht . Testen Sie SteamOS im Zweifelsfall vorher auf einem virtuellen System wie VirtualBox .

SteamOS könnte das Tor in die Linux-Welt für PC-Spieler werden.
Vergrößern SteamOS könnte das Tor in die Linux-Welt für PC-Spieler werden.
© Valve

Die Download-Links zu Ubuntu, Linux Mint, Debian und Co. finden  Sie in unserer „Top-20 der beliebtesten Linux-Distributionen“-Galerie. Die Daten der Top-20 wurden von den DistroWatch.com -Charts übernommen. Stand: Februar 2016.

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