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So erleichtern Roboter & Drohnen bald unseren Alltag

20.03.2013 | 10:29 Uhr |

Roboter nehmen einem die schwere Arbeit ab und die Menschen genießen ihre Freizeit – in naher Zukunft jedenfalls. Einiges geht aber auch schon jetzt.

Ein Androide, der uns im Haus zur Hand geht und vielleicht sogar über ein wenig menschenähnliche Intelligenz verfügt, gehört nach wie vor in den Bereich von Science-Fiction. Aber die Entwicklung der Computer- und Steuerungstechnik schreitet unentwegt voran, sodass heutzutage bereits vieles möglich ist, das noch vor wenigen Jahren undenkbar erschien.

Roboter übernehmen schon heute vielerlei Aufgaben. Ihre Stärken spielen sie vor allem in überschaubaren Räumen wie beispielsweise Fabrikationsanlagen aus. Ein großes Interesse an Kampfrobotern oder Aufklärungsdrohnen hat aber auch das Militär. Für den privaten Benutzer liegt immerhin ein Staubsaugerroboter noch in einem erschwinglichen finanziellen Rahmen. Daneben gibt es Projekte für ambitionierte Bastler, die sich selbst mit Robotertechnik beschäftigen wollen. Dieser Artikel gibt einen kurzen Einblick.

Das künstliche Gehirn

Wie das menschliche Gehirn in allen seinen Teilen funktioniert, weiß bis heute niemand so genau. Dennoch ahmt jedes Computerprogramm Teilfunktionen des Gehirns nach oder genauer gesagt, es organisiert und verarbeitet Informationen in der gleichen Weise, wie es ein Mensch macht. Einfache und bekannte Vorgänge lassen sich leicht in einem Programm abbilden, beispielsweise das Sortieren von Listen. Schwieriger wird es, wenn ein Programm vor eine bisher nicht bekannte Aufgabe gestellt wird. Der Mensch kann hier abstrahieren, also aus bereits gewonnenen Erfahrungen eine neue Problemlösung ableiten und weiter dazulernen.

Das Forschungsprojekt „ Blue Brain “ an der polytechnischen Hochschule in Lausanne versucht, den Vorgängen im Gehirn auf die Schliche zu kommen. Zurzeit wird hier der Datenaustausch zwischen den Grundbausteinen des Gehirns – der neokortikalen Säule – untersucht und simuliert. Immerhin ist man inzwischen so weit, ein Rattenhirn nachahmen zu können. Nach Meinung des Futurologen Ray Kurzweil soll es bis 2029 möglich sein, auch das menschliche Gehirn zu simulieren. Das Ziel soll aber nicht sein, den Menschen durch Roboter zu ersetzen, sondern die intelligenten Maschinen als Ergänzung zu nutzen, ähnlich wie wir schon jetzt Smartphones als Verbindung zum gesammelten menschlichen Wissen verwenden.

Mechanische Fußballspieler

Bis die Fähigkeiten eines kompletten menschlichen Gehirns in einen Roboter passen, müssen wir uns also noch etwas gedulden. In der Zwischenzeit kann ein Roboter immerhin schon einen Fußballspieler ersetzen. Für die Bundesliga reicht es auch hier noch nicht, aber doch schon für den Robocup . Die Forschungsgruppe für Autonome Intelligente Systeme an der Universität Bonn und die südkoreanische Firma Robotis haben einen humanoiden Roboter für diesen Zweck konstruiert. Der Nimbro-OP steht auf zwei Beinen und soll bei der nächsten Robocup WM im Juni 2013 zeigen, was er kann. Die Nimbro-OP-Baupläne sind Open Source. Der fertige Roboter soll etwa 20 000 Euro kosten.

14 tollkühne Technik-Trends

Autonome Saugroboter

Wer lieber die Wohnung sauber hält, als Fußball zu spielen, muss wesentlich weniger investieren. Saugroboter gibt es schon ab etwa 100 Euro. Die Geräte versuchen über diverse Sensoren, die Umgebung zu erkennen und mehr oder weniger gleichmäßig abzufahren. Ist der Akku fast leer, steuern sie automatisch ein Ladegerät an. In ebenmäßigen Büroräumen mit verhältnismäßig wenigen Möbeln, glatten Böden und ohne Höhenunterschiede funktioniert das meistens ganz gut. In Privatwohnungen mit Schwellen und Teppichböden ist die Saugleistung dagegen bisher meistens nicht befriedigend. Es kommen jedoch in nächster Zeit einige neue Modelle auf den Markt, die besser arbeiten sollen. So hat etwa Sharp den Cocorobo RX-V100 angekündigt, der mit seiner High-Concentration Plasmacluster-7000-Technologie sowie künstlicher In  telligenz auch kleinste Staubpartikel beseitigen soll. Das Gerät lässt sich zudem per WLAN und Webcam fernsteuern. Ganz billig ist aber auch dieses Vergnügen nicht. Der Preis soll bei etwa 1600 US-Dollar liegen.

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