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So erhöhen Sie die Reichweite Ihres WLAN

01.09.2016 | 13:31 Uhr |

Mit 300 Metern Reichweite bewirbt mancher Hersteller seine Funk-Router. Doch zu Hause streikt das WLAN oft schon nur zwei Räume weiter. Mit ein paar Tricks verbessern Sie die Übertragung.

Wenn das WLAN bremst, tröpfeln Webseiten, Mails und Videos nur langsam durch den Äther. Dann ist es Zeit zu handeln, damit Ihr WLAN wieder flott wird! Innerhalb des Funkradius‘ Ihres WLAN-Routers sind Datenpakete normalerweise blitzschnell unterwegs. Doch häufig reicht schon eine dickere Zimmerwand zwischen Router und Empfänger, und die Geschwindigkeit geht massiv in den Keller. Dadurch verringert sich die Funkreichweite, der Datendurchsatz schrumpft und es kommt im schlimmsten Fall zu Unterbrechungen oder einem Verlust der Funkverbindung. Tröpfeln die Daten in Ihrem Funknetz nur – sollten Sie Gegenmaßnahmen ergreifen. Das gilt auch, wenn Sie in einigen Räumen oder auf dem Balkon kaum WLAN-Empfang haben. Mit den hier beschriebenen Tipps bekommen Sie den meisten WLAN-Übertragungsstress in den Griff.

10 TIpps für ein schnelles und stabiles WLAN

Schneckentempo im eigenen Funknetzwerk vermeiden

In der Theorie versprechen Ihnen moderne WLAN-Router Reichweiten von bis zu 300 Metern. Die Realität sieht jedoch anders aus, denn oft ist bereits nach wenigen Metern Schluss mit einem guten Signalpegel. Schlechter WLAN-Empfang an Notebook, PC, Smartphone, Tablet und Smart-TV ist die Ursache für eine Reihe von Ärgernissen wie etwa Bild- oder Tonaussetzer beim Streaming, Gesprächsunterbrechungen bei Voice over IP und Abbrüche bei größeren Downloads. Auf dem Weg zu schnelleren und stabileren WLAN-Verbindungen gilt es zunächst, schlechten Empfang innerhalb Ihres WLANs festzustellen. Ganz systematisch geht das mit dem Gratis-Tool Ekahau Heatmapper , mit dem Sie eine Empfangskarte Ihrer Räumlichkeiten erstellen.

Auch die WLAN-Signalanzeige in der Statusleiste Ihres Smartphones und Tablets ist ein wichtiger Indikator für die Verbindungsqualität zu Ihrem Funknetzwerk. Das Symbol zeigt an, wie gut die derzeitige WLAN-Signalqualität aus Sicht des Mobilgeräts ist. Je mehr Balken zu sehen sind, desto stärker ist das Signal am jeweiligen Standort. Gegen WLAN-Aussetzer oder tröpfelnden Datenfluss hilft oft bereits eine einfache Standortänderung, indem Sie Ihre Position innerhalb des Raums verändern sowie insgesamt näher zum Router gehen. Beobachten Sie dabei das Signalsymbol am Smartphone oder Tablet. Doch ist es kaum praktikabel, in den eigenen vier Wänden umherzulaufen, um einen besseren WLAN-Empfang zu bekommen.

Funklöcher durch Standortmaßnahmen reduzieren

Der TP-Link TL-WA3500RE sieht aus wie ein großes Steckernetzteil und wird in der Steckdose betrieben. Er verstärkt WLAN-Signale im Haushalt.
Vergrößern Der TP-Link TL-WA3500RE sieht aus wie ein großes Steckernetzteil und wird in der Steckdose betrieben. Er verstärkt WLAN-Signale im Haushalt.
© TP-Link

Häufig bringt bereits eine minimale Neupositionierung Ihres WLAN-Routers eine spürbare Empfangssteigerung. Generell gilt: Je weiter der Empfänger vom Router entfernt ist, desto langsamer wird die Übertragung. Die Geschwindigkeit nimmt abhängig von der Entfernung stufenweise ab. Mitunter lässt sich der Empfang schon verbessern, wenn Sie den Router nicht auf den Schreibtisch oder Fußboden, sondern auf einen Schrank stellen. Optimal ist ein zentraler, erhöhter Standort.

Platzieren Sie die WLAN-Basisstationen so, dass das Gerät möglichst in alle Richtungen frei abstrahlen kann – vermeiden Sie also das Aufstellen unter dem Schreibtisch oder in Ecken. Die Platzierung neben oder auf einem Computergehäuse oder in der Nähe von Haushalts- und Unterhaltungsgeräten sollten Sie ebenfalls auf jeden Fall vermeiden. Wollen Sie auch noch im zweiten Stock oder im Erdgeschoß surfen, sollten Sie den Router über beziehungsweise unter dem jeweiligen Zimmer aufstellen.

Tipp: Mit dem Gratis-Tool InSSIDer für Windows und Android-Geräte analysieren Sie in Ihrer Umgebung vorhandene WLAN-Netze und messen etwa deren Empfangsstärke. So können Sie etwa mit dem Notebook recht leicht den optimalen Standort des WLAN-Routers bestimmen. Für Android-Smartphone gibt’s alternativ den Wifi-Analyzer , der die Signalqualität der verfügbaren Funknetze anzeigt und ebenfalls Rückschlüsse auf den Router-Standort liefern kann.

Auch die Ausrichtung der Antenne hat einen Einfluss auf die Reichweite. Die meisten Router sind mit beweglichen Antennen ausgestattet. Testen Sie verschiedene Antennenpositionen am Gehäuse durch. Besitzt Ihr Router mehrere Antennenstäbe, richten Sie einen senkrecht und einen um etwa 45 Grad geneigt aus, um einen möglichst guten Empfang zu gewährleisten. Soll das WLAN über mehrere Stockwerke funken, so stellen Sie eine der Routerantennen waagrecht – auf diese Weise sorgen Sie für eine optimierte Abstrahlung.

Typische Störquellen im Funknetzwerk

Die tatsächliche Reichweite Ihres WLANs und proportional auch der Bereich, in dem Sie am Notebook, Smartphone oder Tablet die maximale Übertragungsgeschwindigkeit erzielen, wird von Wänden, geschlossenen Türen, Schränken und Glasflächen beeinflusst, die den Datenverkehr beeinträchtigen. Auch massive Möbel können Funksignale so stark mindern, dass sich in manchen Haushalten das Netzwerk nur über wenige Räume oder ein Stockwerk erstreckt. Vor allem Stahlbeton und Metall sind ein Hindernis. Sogar ein größeres Aquarium kann sich als WLAN-Angel erweisen. Innerhalb von Gebäuden gibt es zahlreiche weitere Störquellen wie Mikrowellen, Stromleitungen oder Stromverteilerkästen, die das WLAN-Funksignal zum Router und damit den Datendurchsatz beeinträchtigen. Auch Kabel, die dicht neben Ihrer WLAN-Basisstation verlaufen, beeinflussen unter Umständen den Empfang entscheidend. Zudem können viele benachbarte Elektrogeräte die Funksignale in einem Haus oder in einer Wohnung empfindlich stören, beispielsweise schnurlose Telefone, Babyfones, Bluetooth-Geräte, Funklautsprecher, Funkfernbedienungen von TV- und Haushaltsgeräten, Garagentorantriebe oder drahtlose Videosignaltransmitter. Ziehen Sie bei diesen Geräten probehalber den Netzstecker und beobachten Sie am Notebook oder Smartphone, ob sich das WLAN-Signal und das effektive Übertragungstempo verbessern. Wenn ja, suchen Sie für das betreffende Gerät einen anderen Aufstellort oder nutzen Sie eine schaltbare Steckdose und aktivieren Sie es nur bei Bedarf.

Auf einen alternativen Funkkanal ausweichen

Oftmals reicht es für eine bessere WLAN-Anbindung aus, den Kanal des WLAN-Routers zu wechseln, insbesondere wenn sich benachbarte WLANs in die Quere kommen und gegenseitig ausbremsen. Damit sich in Mehrfamilienhäusern die Funknetzwerke der einzelnen Parteien nicht gegenseitig blockieren, funken WLANs im populären 2,4-Gigahertz-Frequenzband auf einem von 13 Kanälen. Je weiter die in einem Gebäude verwendeten Kanäle entfernt liegen, desto weniger überlappen und stören sie sich gegenseitig. Aus diesem Grund sollten Sie bei einem geringen WLAN-Datendurchsatz auch versuchshalber im Bedienmenü Ihres Routers auf einen anderen Kanal ausweichen – empfehlenswert sind die Kanäle 1, 6 und 11. Ein Wechsel vom 2,4-Gigahertz-Frequenzband auf das weniger ausgelastete 5-Gigahertz-Band ist ebenfalls einen Versuch wert.

Um die Signalstärke und damit die Übertragungsleistung Ihres WLAN-Routers zu optimieren, experimentieren Sie mit der Ausrichtung der Antennen.
Vergrößern Um die Signalstärke und damit die Übertragungsleistung Ihres WLAN-Routers zu optimieren, experimentieren Sie mit der Ausrichtung der Antennen.
© TP-Link

Zum Kanalwechsel rufen Sie im Webbrowser die Router-Administrationsoberfläche auf und stellen danach manuell einen anderen Kanal ein. Anschließend müssen Sie die bislang mit dem Funknetz verbundenen Clients neu mit dem WLAN verbinden. Auch das am Router eingestellte Verschlüsselungsverfahren kann sich auf das WLAN-Tempo auswirken. Oft ist das zu älteren Geräten kompatible TKIP aktiviert, das die Leistung auf 54 MBit/s statt mögliche 600 MBit/s begrenzt. Fürs WLAN-Tuning wechseln Sie – wenn möglich – zu WPA2-AES, der derzeit sichersten Verschlüsselung, die ohne Tempobegrenzung auskommt.

Sendeleistung im Routermenü steigern

Beim Fritzbox Repeater 1750E lässt sich die Sendeleistung auf 6, 12, 25, 50 oder 100 Prozent einstellen.
Vergrößern Beim Fritzbox Repeater 1750E lässt sich die Sendeleistung auf 6, 12, 25, 50 oder 100 Prozent einstellen.

Bei manchen WLAN-Routern und Repeatern wie den populären Fritzbox-Modellen lässt sich die Sendeleistung des Funkmoduls anpassen. Hierfür stellen Sie im Administrationsmenü des Geräts die Sendeleistung auf 100 Prozent ein. Bei betagten Routermodellen lohnt sich zudem ein Wechsel auf neue Hardware, denn dadurch erhöht sich häufig auch die Reichweite. Am PC können Sie mit dem Gratis-Tool Heatmapper die WLAN-Stärke in den einzelnen Räumen überprüfen und herausfinden, wie sich die aufgepimpte Sendeleistung auswirkt.

Bessere Antenne einbauen

Wenn Sie Ihr Wireless LAN in einem größeren Gebäude einrichten, stoßen Sie rasch an die Grenzen der standardmäßigen Übertragungsreichweite. Denn dicke Wände und Funkwellenreflexionen schränken die theoretische Reichweite vieler Geräte von rund 300 Metern erheblich ein. Ist das der Fall, sollten Sie darüber nachdenken, sich eine leistungsfähigere Antenne zuzulegen. Im Internet-Versandhandel gibt’s zu Preisen ab rund 10 Euro eine gut sortierte Auswahl an Antennen, die zwischen 3 und 25 dB Leistungsgewinn bieten sollen. Eine 10-dB-Antenne erhöht die theoretische Reichweite eines WLANs auf rund 800 Meter. Voraussetzung für die Montage einer solchen Super-Antenne ist eine Buchse im SMA-Standard, wie sie viele moderne Access Points und Router bereits zur Verfügung stellen.

Siehe auch: Die 14 nervigsten WLAN-Probleme lösen

Eigenbau-Antennen für Tüftler

Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen für verschiedene Selbstbau-Antennen. Der Funkamateur Bodo Woyde zeigt auf seiner Webseite einige Möglichkeiten für externe Antennen. Etwas handwerkliches Geschick und eine gesunde Portion Kreativität sollte man allerdings mitbringen. Beispielsweise kann man eine WLAN-Hohlleiterantenne bauen, die aus einem kupfernen Regenwasser-Fallrohr (Durchmesser 85 mm) aus dem Baumarkt angefertigt wurde. Etwas einfacher ist die Verwendung einer handelsüblichen Konservendose. Mit Kupferdraht und einem länglichen Stück Styropor lässt sich außerdem eine Aufsteckantenne basteln, die das Signal der Standardantenne verstärken soll. Stefan Bregenzer funktioniert ein Küchensieb mit etwa Alufolie zur WLAN-Antenne um .

Repeater zur Steigerung der Reichweite einsetzen

Den Wechsel auf einen weniger frequentierten Sendekanal nehmen Sie im Bedienmenü des Routers vor.
Vergrößern Den Wechsel auf einen weniger frequentierten Sendekanal nehmen Sie im Bedienmenü des Routers vor.

Ein probates Mittel, um Funklöcher ohne Experimente zu eliminieren, ist ein WLAN-Repeater (Englisch: „Range Extender“), der die Reichweite Ihres Funknetzes vergrößert. Die Geräte, die meist nur so groß wie Schaltsteckdosen sind, eignen sich auch für weniger versierte Nutzer, denn sie werden einfach in eine Steckdose gesteckt – es gibt also keine störenden Kabel. Je nach Hersteller kosten die Geräte zwischen 30 und 80 Euro. WLAN-Repeater erhalten Sie unter anderem von AVM , TP-Link , Dlink , 7Links und Zyxel . Der Repeater muss nicht vom selben Hersteller wie der WLAN-Router stammen. Wichtig: Nur Modelle mit Dual-Band-Modus oder Crossband-Repeating unterstützen gleichzeitig das 2,4- und das 5-GHz-Band.

Die Einrichtung ist rasch erledigt, abhängig vom Repeater-Modell und dem Router genügt oft ein Tastendruck an beiden Geräten, um die Verbindung herzustellen. Konfiguriert wird der WLAN-Repeater über die WPS-Funktion (Wifi Protected Setup), die bei allen neueren WLAN-Routern Standard ist. Diese nimmt Ihnen manuelle Parametereingaben komplett ab. Dabei genügt es, kurz nacheinander den WPS-Knopf am Router sowie am WLAN-Repeater zu drücken. Bei Repeatern ohne physikalische Bedientasten aktivieren Sie WPS über das Touchdisplay oder das PC-Bedienmenü. Durch das WPS bekommt der Repeater sämtliche benötigte Informationen über den Netzwerknamen, die Verschlüsselung und das Passwort und kann sofort mit dem WLAN-Router kommunizieren.

DECT-Repeater für mehr Telefonreichweite

Sie nutzen die im WLAN-Router eingebaute DECT-Basisstation für schnurlose Telefonate und wünschen sich mehr Reichweite bei Gesprächen? Dann könnte der Fritz Dect Repeater 100 interessant für Sie sein. Das knapp 80 Euro teure Gerät verschafft Ihnen mehr Bewegungsfreiheit beim schnurlosen Telefonieren. Wenn Sie während eines Telefongespräches den DECT-Funkbereich des Routers verlassen, verbindet sich das kabellose Telefon automatisch mit dem DECT-Repeater in Reichweite, ohne dass Ihr Gespräch dabei unterbrochen wird. Zur Versorgung größerer Wohnungen oder Häuser können Sie mehrere der DECT-Repeater an einer Fritzbox anmelden und so die Reichweite in jede Richtung entsprechend erhöhen. Dank integrierter Steckdose und Zwischenstecker-Design geht die vom Repeater belegte Steckdose nicht verloren.

Bis zu drei gleichzeitige Gespräche kann das Gerät verwalten. Die Inbetriebnahme ist rasch erledigt: Zum Aufbau einer verschlüsselten Verbindung genügt es, den DECT-Knopf an der Fritzbox und am Repeater-Gehäuse zu betätigen. Zwei Signal-LEDs zeigen den Verbindungsstatus des Geräts an. Extras sind ein eingebauter Temperaturfühler sowie HD-Telefonie, die allerdings nur in Verbindung mit einem Fritz-Fon-Schnurlostelefon Verwendung finden.

Die WLAN-Erweiterung über die Steckdose ist ideal, wenn das Notebook, das Smartphone oder das Tablet auch auf Balkon und Terrasse noch ins Funknetzwerk kommen soll. In diesem Fall stecken Sie den WLAN-Repeater in eine Steckdose möglichst nahe am Balkon- oder Terrassenzugang.

WLAN-Repeater wie die Modelle der Fritz-Baureihe von AVM erhöhen zwar die Funkreichweite, halbieren dabei jedoch den Datendurchsatz.
Vergrößern WLAN-Repeater wie die Modelle der Fritz-Baureihe von AVM erhöhen zwar die Funkreichweite, halbieren dabei jedoch den Datendurchsatz.
© AVM

Eine generelle Schwäche von Repeatern ist der Umstand, dass sie den maximalen Datendurchsatz des Funknetzwerkes verringern. Die Datenrate halbiert sich, weil jedes Datenpaket doppelt gesendet werden muss. Von den bis zu 300 MBit/s bei einem Router gemäß 802.11n-Standard bleiben dann lediglich 150 MBit/s übrig. Fürs Surfen, Musikhören, Videogucken wie auch für App-Installationen ist diese Tempoeinbuße kaum relevant, beim Kopieren großer Datenmengen zwischen zwei WLAN-Rechnern dagegen schon.

Um Funklöcher in größeren Wohnungen zu vermeiden, lassen sich mehrere Repeater einsetzen. Die einzelnen Repeater müssen dabei so eingerichtet werden, dass sie jeweils das Signal des WLAN-Routers verstärken und nicht das eines anderen Repeaters. Sonst würde der Repeater die ohnehin schon halbierte WLAN-Geschwindigkeit weiter reduzieren. Ein Weg, eine solche Fehlkonfiguration auszuschließen, besteht darin, immer nur einen Repeater anzuschließen und zu konfigurieren.

Älteren WLAN-Router als Repeater einsetzen

Anstelle eines WLAN-Repeaters können Sie auch einen zusätzlichen WLAN-Router nutzen, um die Reichweite zu steigern. Der Vorteil ist dabei, dass Sie so nicht nur das WLAN um kabellose Geräte erweitern können, sondern auch kabelgebundene Geräte an den Ethernet-Anschlüssen des Zweitrouters verbinden können. Besitzen Sie beispielsweise zwei AVM-Fritzboxen, lassen sich diese als Kombination aus Basisstation und Repeater nutzen. Entsprechende Verbindungsoptionen sind in neueren Fritz-Firmwareversionen enthalten.

Rund 50 Euro kostet der Dual-Band-WLAN-Repeater WLR-1221ac von 7Links/Perl. Er wird per Tastendruck eingerichtet und vergrößert die Reichweite im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband.
Vergrößern Rund 50 Euro kostet der Dual-Band-WLAN-Repeater WLR-1221ac von 7Links/Perl. Er wird per Tastendruck eingerichtet und vergrößert die Reichweite im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband.
© 7Links

Zum Konfigurieren von Basis und Repeater öffnen Sie die Fritzbox-Bedienoberfläche und aktivieren zunächst die „erweiterte Ansicht“. Anschließend finden Sie im Menü „WLAN / Repeater“ die Option zur Reichweitenvergrößerung. Stellen Sie nun jeweils ein, welches Gerät als WLAN-Basis (Hauptrouter) und welches als Repeater arbeiten soll. Über das Menü der Fritzbox, die als Repeater zum Einsatz kommt, wählen Sie die Fritzbox aus, die in Ihrem Funknetzwerk als WLAN-Basis vorgesehen ist. Die Uplink-Liste enthält alle WLAN-Geräte, die in Ihrer Umgebung gefunden wurden. Tippen Sie jetzt noch den Netzwerkschlüssel ein, über den die zweite Fritzbox dann eine verschlüsselte und damit abhörsichere Verbindung zur ersten Box aufbaut.

Tipp: Sieben clevere WLAN-Apps für Android

Powerline: Mehrere Stockwerke überbrücken

Dlan 1200 + Wifi ac von Devolo ist ein Powerline-WLAN-Hotspot für die Steckdose, der die Reichweite Ihres Funknetzwerks über das Stromnetz steigert.
Vergrößern Dlan 1200 + Wifi ac von Devolo ist ein Powerline-WLAN-Hotspot für die Steckdose, der die Reichweite Ihres Funknetzwerks über das Stromnetz steigert.
© Devolo

Recht problematisch ist es bei Funknetzwerken, wenn es darum geht, mehrere Stockwerke oder eine weitläufige Wohnung lückenlos zu vernetzen. Schließlich möchten Sie aufgrund toter Signalwinkel nicht in manchen Räumen auf die WLAN-Nutzung verzichten müssen. Häufig reicht da der Einsatz eines Repeaters nicht aus. Dann ist ein Powerline-WLAN-Hotspot ideal. Dieser vergrößert die Reichweite des eigenen Funknetzwerkes über das Stromnetz ohne den Nachteil der Begrenzung des Maximal-Tempos. Damit bekommen Sie Ihren Internetzugang in jeden Raum, der eine Steckdose besitzt.

Sie benötigen zwei Powerline-Adapter, am besten greifen Sie zu einem Starter-Set, das beide Module enthält: Der Powerline- WLAN-Adapter wird in eine freie Steckdose in der Nähe des Einsatzortes gesteckt. Einen zweiten Adapter verbinden Sie mittels Ethernet-Kabel mit dem Router und schließen ihn an eine freie Steckdose an. Die Datenübertragung läuft dann über die Stromleitung. Darüber gelangen die Daten vom Router zum WLAN-Adapter, von dem sich bei Bedarf mehrere parallel einsetzen lassen, um das WLAN zu vergrößern.

Adapter unterschiedlicher Hersteller mischen

Zwar sind aktuelle Powerline-Geräte zueinander kompatibel, es lassen sich aber nur die Modelle eines Herstellers gemeinsam administrieren.
Vergrößern Zwar sind aktuelle Powerline-Geräte zueinander kompatibel, es lassen sich aber nur die Modelle eines Herstellers gemeinsam administrieren.

Aktuelle Powerline-Geräte sind zueinander kompatibel, Sie können also Modelle verschiedener Hersteller mischen. Das ist allerdings nicht empfehlenswert, denn die gemeinsame Verwaltung der Adapter über eine gemeinsame Bedienoberfläche setzt voraus, dass beide Geräte vom selben Hersteller stammen.

Technische Besonderheit: Da es sich bei Powerline-WLAN-Geräten nicht um einen herkömmlichen WLAN-Repeater handelt, sondern um eine WLAN-Verlängerung in Form eines eigenen Netzwerks, wird das via Powerline bereitgestellte WLAN an den Clients als neues Funknetzwerk erkannt. Sie müssen deshalb beim Verbindungsaufbau einmal das auf der Rückseite des Adapters vermerkte Passwort eingeben, um die Verbindung herzustellen.

Wenn sonst nichts hilft: Router mit neuen Wireless-N- oder AC-Routern ersetzen

WLAN-Geräte entsprechen gewissen Standards (festgelegt von der IEEE), sodass Hardware von unterschiedlichen Herstellern auch miteinander funktioniert. Die gängigen Standards, die bislang entwickelt wurden, sind 802.11b, 802.11g, 802.11n und 802.11ac. Wenn Sie also einen älteren b- oder g-Router besitzen, sollten Sie über die Anschaffung eines neuen n- oder ac-Modells nachdenken, das über eine bessere Reichweite und schnellere Verbindungen verfügt.

Mit einem n- oder ac-WLAN-Router sollte sich nicht nur die Reichweite zumindest geringfügig erhöhen, die Geschwindigkeit sollte sich auch mindestens verdoppeln im Vergleich zu älteren Standards. Insbesondere über kurze Distanzen macht sich die erhöhte Geschwindigkeit deutlich bemerkbar.

Router-Leistung verbessern: Diese Einstellungen sollten Sie kennen

Um herauszufinden, welche Art von Gerät Sie besitzen, reicht in aller Regel ein Blick auf die Hardware selbst, oder auf einen Aufkleber, auf dem der WLAN-Standard geschrieben stehen sollte. Oft befindet sich auch in der Modellnummer ein a, b, g oder n. Wenn das nicht der Fall ist, suchen Sie online nach Ihrer Modellnummer, um die exakten Spezifikationen zu erhalten. Wenn es sich um einen Router handelt, den Sie von Ihrem Internetanbieter erhalten haben, oder das WLAN im Modem oder Gateway des Providers integriert ist, erfahren Sie womöglich am ehesten etwas durch einen Anruf bei Ihrem Anbieter. Wenn Ihr Provider Ihnen kein Router-Modell mit einem neueren WLAN-Standard zur Verfügung stellen will, ist es womöglich an der Zeit, auch über einen Anbieterwechsel nachzudenken. Wenn Ihr Router über einen b- oder g-Standard verfügt, sollten Sie wenigstens auf einen WLAN-n-Router aufrüsten.

Achtung: Die Netzwerkadapter dem Router anpassen

Die WLAN-Standards b, g, n und ac sind allesamt abwärtskompatibel miteinander. Wenn Sie also einen neuen n- oder ac-Router kaufen, sollten alle Ihre Computer und WLAN-Geräte noch damit funktionieren. Allerdings holen Sie mit den alten Geräten nicht das Optimum an Reichweite und Leistung aus dem neuen Router heraus. Das geht erst, wenn auch Ihre restliche Hardware dem neuen Standard angepasst wird. Machen Sie daher eine kurze Inventur aller Ihrer Computer und WLAN-Gerätschaften, überprüfen Sie deren WLAN-Standards und überlegen Sie sich, die Adapter auszutauschen, die nicht dem neuen Router-Standard entsprechen.

Abhängig von Ihren Geräten kann es natürlich schwierig sein, den WLAN-Standard überhaupt erst herauszufinden. Bei PCs und Laptops ist er für gewöhnlich in der Liste der Netzwerkadapter aufgeführt. Öffnen Sie dazu Ihr Netzwerk, wechseln Sie zu den Netzwerk-Einstellungen und Netzwerk-Verbindungen, wo Ihr Standard aufgelistet werden sollte. Bei iPads, Tablets und Smartphones, überprüfen Sie die Spezifikationen im Handbuch oder recherchieren Sie online.

Ratgeber WLAN-Tuning: Besser, stärker, schneller

Wenn Ihr Gerät über einen älteren WLAN-Standard verfügt, haben Sie ein paar Upgrade-Möglichkeiten. Die einfachste Methode besteht darin, für Ihren PC oder Laptop einen USB-Wireless-Adapter der neuen Generation zu kaufen und ihn einfach in einen freien USB-Port zu stecken. Wenn Sie einen WLAN-Adapter für Ihren PC kaufen wollen, bedenken Sie die Anschaffung eines Adapters mit Kabel, sodass Sie den Adapter (und die darin eingebaute Antenne) an den besten Platz rund um Ihren PC aufbauen können. Laptop-Besitzer hingegen sollten auf einen kürzeren USB-Adapter zurückgreifen, der nicht so sehr aus dem Gehäuse herausragt.

Eine weitere Möglichkeit für Desktop-PC-Nutzer ist der Kauf eines PCI Wireless-Adapters, der ins Gehäuse eingebaut wird. Wenn Sie einen PCI-Adapter kaufen möchten, vergessen Sie nicht, auch gleich ein Antennen-Erweiterungs-Kit mit zu erwerben, sofern der Händler eines anbietet. Laptops, die über einen PC-Karten-Slot verfügen, können auch einen PC-Karten-Wireless-Adapter benutzen, der einfach in den freien Slot geschoben wird.

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