1846432

So drucken Sie unterwegs von jedem Gerät aus

05.04.2014 | 08:08 Uhr |

Vom Android-Smartphone, iPhone, Windows Phone, iPad oder Android-Tablet aus zu drucken, ist nicht immer einfach. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von nahezu jedem mobilen Gerät aus drucken. Die meisten Apps sind gratis.

Viele dachten, dass Smartphones und Tablets das Drucken überflüssig machen würden, aber das ist (noch) nicht der Fall. Nach wie vor sind Ausdrucke auf Papier unverzichtbar. Drucker-Hersteller helfen hier mit Apps, die Daten von Ihrem mobilen Gerät zu Papier bringen. Das ist aber nicht ganz so einfach: Weder wurden mobile Geräte für das Drucken entworfen, noch wurden Drucker entwickelt, um mit etwas anderem als mit einem PC oder Mac zu kommunizieren. Das Gerät und der Drucker müssen im gleichen WLAN sein oder der Drucker muss mit dem Internet verbunden sein. Manche Apps können den Auftrag auch via Email zum Drucker schicken. Auch wenn die Apps einige Möglichkeiten anbieten, um Ihre Druckaufträge zu verändern, wie zum Beispiel die Anzahl der Drucke, die Größe oder die Art des Papiers, könnte es passieren, dass Ihre Drucke nicht so aussehen wie Sie es erwarten, da die Apps nicht alle Schriftarten und Formate perfekt übertragen können.

Mobil drucken im Büro von unterwegs aus – so geht‘s

Dafür gibt es eine Druck-App

Für etliche Drucker, die Sie zu Hause oder im Büro haben, könnte es eine App geben:

Brother iPrint&Scan : Brother ermöglicht es Ihnen von iOS-, Android- und Windows-Phone-Geräten aus zu drucken. Das Scannen von diesen Multifunktionsgeräten direkt auf Ihr Mobil-Gerät wird auch unterstützt. Das Drucken ist im allgemeinen auf 10 MB oder 50 Seiten und durch weitere Limitierungen beschränkt (vom Windows-Phone aus kann zum Beispiel keine Internetseiten drucken). Eine große Auswahl der MFC-, DCP- und HL-Drucker des Unternehmens funktionieren mit verschiedenen Apps. Wobei der Support für die iOS-Geräte etwas besser ist.

Canon Easy-PhotoPrint : Diese App ist für iOS-, Android-, und Windows RT-Geräte verfügbar, sie ist aber vor allem auf das Drucken von Fotos beschränkt und auch für diesen Zweck optimiert. PDFs können ebenfalls gedruckt werden und Dokumente können direkt auf iOS- oder Android-Geräte gescannt werden. Die App unterstützt die meisten PIXMA-Drucker.

Canon Pixma Printing Solutions : Canon brachte vor kurzem iOS- und Android-Apps heraus. Derzeit funktioniert diese nur mit zwei Druckern, dem Pixma MG5520 und dem Pixma MG7120. Weitere Drucker sollen folgen. Die App ermöglicht es Dokumente und Fotos von speziellen Cloud-Diensten zu drucken. Canon fing mit sechs der größten an, darunter Dropbox, Evernote, Facebook und Twitter. Die App kann auch Dokumente über den Drucker scannen und an Ihr Mobilgerät senden.

Dell Mobile Print : Diese App funktioniert nur mit Android-Geräten und lässt Sie die meisten Dokumente direkt drucken, sofern Sie mit dem Netzwerk verbunden sind. Dell stellt eine Liste der unterstützen Drucker zur Verfügung, hauptsächlich sind es Farb- und Schwarz-Weiss-Laserdrucker aber auch einige wenige herkömmliche Laserdrucker.

Epson Connect : Epson bietet eine große Menge an Apps an, die Sie von verschiedensten Geräten aus drucken lassen. Unter anderem Epson Email Print, welche es Ihnen erlaubt Dokumente an eine gewünschte Email-Adresse zu senden, um diese dann zu Hause auszudrucken. Das funktioniert von nahezu jedem Gerät, das eine Email versenden kann, einschließlich iOS-, Android- und BlackBerry-Geräten. Ein anderes System, Epson iPrint, gibt Ihnen mehr Flexibilität über die Auswahl an Dateien, die Sie drucken können – Fotos, Dokumente oder Internetseiten – aber es benötigt eine separate App auf Ihrem iOS- oder Android-Gerät. Epson iPrint kann auch direkt auf Ihr Smartphone scannen.

Drucken vom Mobilgerät

Epson Connect ermöglicht Ihnen Druckaufträge aus der Ferne zu erledigen.
Vergrößern Epson Connect ermöglicht Ihnen Druckaufträge aus der Ferne zu erledigen.

HP ePrint : Mit HP ePrint können Sie über iOS-, Android- und BlackBerry-Geräte drucken. Per Mail. Außerdem gibt es HP ePrint Home&Biz für Symbian-Geräte. Diese Apps unterstützen diverse Drucker aus vielen HP-Drucker-Reihen.

Kodak Mobile Printing Apps : Kodak ist nicht mehr im Drucker-Business tätig, aber für seine Drucker gibt es weiterhin eine Vielzahl von mobilen Druck-Apps. Die größten beinhalten Kodak Pic Flick (druckt Fotos von iOS-, Android-, BlackBerry- oder Windows Phone-Geräten), Kodak Pic Flick HD (gibt Ihnen mehr Flexibilität für Fotos, entwicktelt für iPad und Android Tablets) und Kodak Document Print (ermöglicht das Drucken von Lokalen Daten, Internetseiten oder Info-Dateien, die auf Google Docs-, Dropbox- oder Evernote-Accounts gespeichert sind; nur für iOS/Android verfügbar). Eine Vielzahl an Apps sind darauf abgestimmt an Kiosks zu drucken.

Lexmark Mobile Printing : Unterstützt iOS und Adroid, druckt aber nur PDF- und Bild-Dateien. Diese einfache App ist überwiegend für Lexmark-Laser-Drucker entworfen worden, mit einer kleinen Anzahl an Tintenstrahl-Druckern (Lexmark verließ das Tintenstrahl-Druck-Geschäft vor über einem Jahr). Ein nettes Feature: Lexmark Laserdrucker haben einen eingebauten Touchscreen auf dem ein QR-Code angezeigt werden kann. Sie können diesen Code mit der Lexmark Mobile Printing-App scannen, um den Drucker Ihrem Smartphone hinzuzufügen.

Samsung Mobile Print : Benutzen Sie iOS-, Android- oder Windows Phone-Gerät, um Internetseiten, Fotos, PDFs oder Office-Dokumente zu drucken oder scannen Sie direkt auf Ihr Gerät (Anmerkung: Die Windows Phone-Version von Mobile Print kann nur mit mobilen Samsung-Geräten benutzt werden.) Eingescannte Dateien können dann zu Cloud-Diensten wie Dropbox hochgeladen werden. Die App funktioniert mit nahezu allen Samsung-Druckern mit eingebautem Ethernet oder WLAN. Hauptsächlich sind das die Geräte der CLP-, CLX-, ML- und SCX-Serie.

Drittanbieter-Tools zum Drucken

Ideal ist es, wenn Sie eines der oben aufgeführten Tools benutzen, um direkt über Ihren Drucker zu drucken. Die Hersteller-eigenen Apps haben in der Regel die meisten Funktionen und bereiten meistens weniger Probleme.

Wenn es dagegen keine Hersteller-App für Ihren Drucker gibt oder Sie diese nicht auf Ihrem Gerät zum Laufen bringen können, dann können Sie auf Druck-Tools von Drittanbietern zurückgreifen. Es gibt zwei große Systeme, die Sie sich näher ansehen sollten, und daneben auch einige kleinere Lösungen.

Apple Air Print : Diese von Apple bereitgestellte App funktioniert so gut, dass sie sich sogar auch dann lohnt, wenn Ihr Anbieter eine eigene Druck-App anbietet. Nahezu jeder Drucker-Hersteller wird von AirPrint unterstützt, obwohl Sie überprüfen sollten, ob Ihr spezielles Modell auf der Liste ist. Wenn es enthalten ist und wenn Sie ein iOS- oder MacOS-Gerät benutzen, sollten Sie AirPrint ausprobieren. Wenn Sie im gleichen WLAN-Netzwerk sind, können Sie so gut wie alles ausdrucken, was Ihr Gerät anzeigen kann.

Google Cloud Print erlaubt Web-Nutzern nahezu alles auszudrucken – vorausgesetzt Sie nutzen Chrome.
Vergrößern Google Cloud Print erlaubt Web-Nutzern nahezu alles auszudrucken – vorausgesetzt Sie nutzen Chrome.

Google Cloud Print : Google Cloud Print nutzt einen anderen Ansatz, in dem es Ihre bestehenden Drucker über das Internet verfügbar macht. Es gibt allerdings einen Haken: Der Drucker benötigt einen Internetzugang über einen angeschlossenen, eingeschalteten Computer oder einen Drucker der bereits „Cloud-bereit“ ist. Diese können eigenständig auf das Internet zugreifen. Wenn Sie den Chrome-Browser benutzen, ist die Einstellung leicht: Besuchen Sie dafür nur die Cloud-Print-Seite und installieren Sie das Add-On für den Browser. Registrieren Sie anschließend Ihre lokalen Drucker im Chrome-Dienst, welcher das typische Druck-Dialogfenster mit einem neuen für den Druck von überall ersetzt. Es ist besonders nützlich wenn Sie Google Docs nutzen oder ein Android-Gerät haben (oder beides). Eine neue Ergänzung erlaubt es Ihnen Google Cloud Print so zu erweitern, dass es mit Standard-Windows-Anwendungen, wie zum Beispiel Microsoft Office, funktioniert. Es ist nicht so zuverlässig wie das Drucken mit dem Standard-Windows-Druck-System, aber es ist im Notfall eine denkbare Option.

Google Cloud Print verwalten

Andere Anwendungen: Ein paar neue Lösungen zielen auch auf das Drucken von mobilen Geräten.

Print n Share : 10 Dollar, iOS. Diese App ist ähnlich wie AirPrint, allerdings für „alle“ Drucker und nicht nur die kompatiblen Geräte.

Presto : 2 Dollar/Monat für Home-Office-/Klein-Unternehmens-Nutzer, iOS, Android, Chrome. Diese App ist ideal als Lösung für die Organisation mehrerer Drucker in einem Unternehmen und erweitert diesen Support auf mobile Geräte.

PrinterShare : 13 Dollar Premium, iOS, Android, Windows. Diese App ist eine vollwertige „drucke auf jedem Gerät“-App, mit fernbedienbarer Druck-Unterstützung. Der Test der App ist kostenlos.

Mit GoToMyPC (10 Dollar/Monat) und LogMeIn Pro (70 Dollar/Jahr) können Sie mehr als nur einen entfernten Computer bedienen. Sie können auch darüber drucken und zwar so als würden Sie direkt davor sitzen, aber trotzdem die Daten von Ihrem mobilen Gerät benutzen. Wenn Sie das in Windows integrierte Fernbedienungs-Desktop-System verwenden, können Sie so auch von unterwegs aus drucken.

Seien Sie sich dessen bewusst, dass diese Apps und die oben genannten Hersteller-Drucker-Apps sich nicht gegenseitig ausschließen und dass diese oft nebeneinander funktionieren können. Zum Beispiel könnten Sie, wenn Sie zu Hause Ihr iPad verwenden, Apple AirPrint benutzen und dann auf Epson Connect wechseln, wenn Sie unterwegs sind.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation PC-World.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1846432