Online-Sicherheit

So sichern Sie Ihren Router ab

Montag den 23.07.2012 um 13:22 Uhr

von Christian Löbering

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© istockphoto.com/barisonal
Wenn Hacker Ihren Router kapern, können sie Ihre Daten ausspähen, Ihre Internetverbindung missbrauchen und Sie auf gefälschte Internetseiten umlenken. Schützen Sie sich jetzt!
Ihr Router ist das Datendrehkreuz, durch das alle Daten fließen, die Sie innerhalb Ihres lokalen Netzwerks von einem PC auf einen anderen übertragen. Außerdem läuft der gesamte Internetverkehr Ihres Netzwerks durch diese Box. Umso wichtiger ist es, dass die Einstellungen Ihres Routers und der Zugang zur Ihrem WLAN geschützt sind. Ansonsten kann Ihr Internet mitbenutzt und auf alle freigegebenen Daten zugegriffen werden. Schlimmstenfalls konfiguriert Malware Ihren Router um und setzt etwa einen manipulierten DNS-Server ein, der Ihre Internetzugriffe umlenkt. Das kann Ihnen nicht passieren? Seien Sie vorsichtig!



DNS-Hack: Anfang September hat eine türkische Hacker-Gruppe die DNS-Einträge einiger Domain-Registraren gehackt und so den Internet-Traffic zu den Seiten von UPS, Vodafone, National Geografic, Acer und weiteren teilweise umgelenkt.

Speedport-Hack: Ende August wurde bekannt, dass mehrere von T-Online und Vodafone verkaufte WLAN-Router ab Werk einen unsicheren WPA-Schlüssel voreingestellt hatten. Zwei Studenten fanden das System heraus, mit dem der Schlüssel erzeugt wird, und konnten so den Schlüssel jedes Geräts dieser Modellreihen ermitteln.

PC-WELT zeigt hier, wie Sie Ihr WLAN und Ihren Router vor Angriffen schützen. Die Vorgehensweise wird anhand einer Fritzbox 7240 erläutert. Die Optionen und Menüs können bei Ihrem Router etwas abweichen.

Wer surft gerade in Ihrem WLAN-Netz?
Beim einfachsten Weg, um herauszufinden, ob Ihr Router oder Ihr WLAN-Schlüssel geknackt wurde, prüfen Sie, ob gerade ein Fremder mit Ihrem Netzwerk verbunden ist.

WLAN-Verbindungen auflisten: Auf einem Computer, mit dem Sie in Ihrem WLAN verbunden sind, starten Sie dazu das Programm Wireless Network Watcher . Das Programm listet daraufhin die IP-Adressen, die Gerätenamen, die Hersteller und die MAC-Adressen zu allen Geräten auf, die gerade mit Ihrem Netzwerk verbunden sind – verkabelt oder kabellos. Sollten das mehr sein, als Sie in Ihrem Haushalt aktuell nutzen, surft ein Fremder mit. Dann sollten Sie schnell handeln.

Wireless Network Watcher
Vergrößern Wireless Network Watcher

Prüfen Sie zunächst, welche der angezeigten IP-Adressen dem Eindringling gehört. Gehen Sie dazu nach dem Ausschlussverfahren vor, und sehen Sie bei jedem Ihrer Geräte nach, welche IP-Adresse es besitzt.



Eigene IPs herausfinden: Bei Windows-Computern halten Sie dazu die Taste Strg und drücken R, geben in das „Ausführen“-Fenster cmd ein, und drücken Enter. Im sich dann öffnenden Kommandozeilenfenster geben Sie den Befehl ipconfig gefolgt von Enter ein. In den Informationen die nun angezeigt werden, suchen Sie zunächst nach Ihrem Netzwerkadapter (etwa „Drahtlos-LAN-Adapter“ oder „Ethernet-Adapter“) und darunter nach der Zeile „IPv4-Adresse“. Die IP-Adresse (vier Zahlenblöcke, jeweils durch einen Punkt getrennt), die in dieser Zeile steht, vergleichen Sie dann mit der Liste aus Wireless Network Watcher.

Bei Android-Geräten tippen Sie auf „Menü, Einstellungen, Drahtlos und Netzwerk, WLAN Einstellungen“, und dann auf den Eintrag des verbundenen WLANs. Im sich dann öffnenden Fenster sehen Sie die IP-Adresse des Geräts.

Bei iPhone/iPad tippen Sie dazu auf „Einstellungen, WLAN“ und dann auf den Pfeil am rechten Ende der Zeile mit Ihrem WLAN-Eintrag. Im sich dann öffnenden Fenster sehen Sie die IP-Adresse des Geräts.

Falls Ihr Fernseher, Receiver oder Ihre Konsole ebenfalls im Netz sind, sehen Sie in deren Netzwerkeinstellungen nach.

Nachdem Sie alle eigenen IP-Adressen identifiziert haben, kennen Sie auch die IP des Eindringlings und können mit dem nächsten Kapitel fortfahren.

Montag den 23.07.2012 um 13:22 Uhr

von Christian Löbering

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • mike_kilo 11:08 | 14.02.2012

    Freeware Heatmapper mit/ohne Registrierung

    Seite 3/5:

    [SIZE=1]WLAN-Konnektivität messen:
    Nun sollten Sie prüfen, ob Ihre Räume oder zumindest die Orte, an denen Sie sich mit dem Internet verbinden möchten, noch ausreichend mit Konnektivität abgedeckt sind. Laufen Sie dazu Ihre Wohnung mit dem Notebook ab, und prüfen Sie die Stärke des WLANs.

    Am besten geht das mit dem englischsprachigen Programm Heatmapper.[/SIZE]
    Vergessen wurde der Hinweis, dass der Softwaredownload bei o.g. Seite nur mit Registrierung möglich ist.
    Es geht jedoch auch ohne Reg.
    >[SIZE=2][URL]http://heatmapper.soft-ware.net/download.asp
    ([/SIZE][FONT=Arial][COLOR=#000040]HeatMapper 1.1.2)[/COLOR][/FONT]

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