Bei Bluetooth lassen sich Verbindungsaufbau und Datenübertragung per Verschlüsselung schützen. Der Anwender kann diese Sicherheitsoptionen in der Software des Geräts aktivieren. In diesem Fall muss er mindestens bei der ersten Verbindung zwischen zwei Geräten - Koppeln oder Pairing genannt - eine maximal 16-stellige PIN eingeben. Für spätere Verbindungen mit demselben Partner lässt sich diese PIN speichern.
Mit Hilfe der PIN, einer Zufallszahl und der weltweit einmaligen Geräteadresse bilden die Verbindungspartner einen 128-Bit-Initialisierungsschlüssel. Dieser schützt den anschließenden Austausch des Verbindungsschlüssels (Link Key). Durch den Link Key, den nur die Geräte kennen, die an einer bestimmten Verbindung teilnehmen, authentifizieren sie sich in einem Challenge-Response-Verfahren.
Auch die übertragenen Daten selbst werden verschlüsselt. Dafür wird aus dem Link Key der Encryption Key berechnet, der 8 bis 128 Bit lang sein kann. Zusätzlich verringert das Frequenzsprungverfahren die Gefahr, dass ein Unberechtigter mitlauschen kann. Dabei wechseln die Geräte 1600-mal in der Sekunde zwischen 79 Funkkanälen, die Sprungfolge gibt der Master den Slaves vor. In erster Linie dient diese Technik aber dazu, Bluetooth-Verbindungen sicher gegen Störungen auf der Funkstrecke zu machen.
Angesichts der meist auf zehn Meter begrenzten Reichweite von Bluetooth-Geräten haben Lauscher zwar sehr viel geringere Chancen als bei WLAN, sich in den Funkverkehr einzuklinken. Dennoch sollten Sie die vorhandenen Sicherheitsoptionen nutzen und eine ausgefallene alphanumerische PIN mit maximaler Länge wählen. Zusätzlich können Sie ein Bluetooth-Gerät im Treiber anweisen, sich nur mit bereits bekannten Geräten zu verbinden. Und schließlich lässt sich ein Gerät auch vor anderen Bluetooth- Komponenten verbergen.
Bluetooth - So funktioniert's
Zwei Bluetooth-Geräte miteinander zu verbinden ist nicht immer trivial - trotz der Herstellerversprechen und trotz standardisierter Profile. Hier setzt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung an: Wir erklären das Vorgehen anhand der weit verbreiteten, aber nicht sehr bedienerfreundlichen Bluetooth-Software von Widcomm, die sehr viele Hersteller ihren Geräten beilegen. Je nach Bluetooth-Gerät - USB-Adapter, Headset, Handy, PDA - fallen die Schritte natürlich unterschiedlich aus, Sie gehen aber grundsätzlich immer auf ähnliche Weise vor.
Schritt 1: Installation. Schließen Sie das Bluetooth-Gerät an, und installieren Sie Treiber und Steuerungs-Software von der mitgelieferten CD. Microsoft-Betriebssysteme unterstützen Bluetooth nicht von Haus aus, deshalb brauchen Sie den Herstellertreiber.
Schritt 2: Gerätesuche. Nach der Installation sehen Sie im Systray ein Bluetooth-Icon und auf dem Desktop eine Verknüpfung. Wenn Sie auf das Icon klicken, öffnet sich "My Bluetooth Places", eine Windows-Explorer-ähnliche Ansicht. Gehen Sie auf "Bluetooth, Search for Devices". Das Bluetooth-Gerät sucht nun nach Bluetooth-Partnern in Reichweite. Hat es einen gefunden, sehen Sie dessen Icon unter "Entire Bluetooth Neighborhood".
Schritt 3: Dienste feststellen. Führen Sie einen Rechtsklick auf das gefundene Gerät aus. Wählen Sie im Kontextmenü "Discover Available Services". Die Explorer-Ansicht führt jetzt die Profile auf, die Ihr Gerät mit dem Bluetooth-Partner nutzen kann.
Schritt 4: Geräte koppeln. Um eine sichere Verbindung herzustellen, führen Sie einen Rechtsklick auf das Bluetooth-Icon im Systray aus. Wählen Sie aus dem Menü "Setup, Security". Markieren Sie nun das gefundene Gegenüber, und klicken Sie auf "Execute Pairing". Anschließend müssen Sie ein selbst gewähltes Passwort eingeben. Kurz darauf erscheint ein Eingabefenster am PC, an dem der Bluetooth-Partner angeschlossen ist. Geben Sie auch hier das Passwort ein. Nun sind die beiden Geräte gekoppelt und können ohne erneute Passworteingabe miteinander kommunizieren.
Schritt 5: Dienste auswählen. Mit einem Rechtsklick auf das Bluetooth-Icon im Systray wählen Sie unter "Services" einen Dienst aus, den Sie nutzen wollen, zum Beispiel "Serial Port" zum Emulieren eines COM-Ports. Wenn das Gegenüber ein entsprechendes Profil besitzt, verbinden sich die beiden Bluetooth-Geräte miteinander, und Sie haben so einen seriellen Port zur Verfügung. Im "Eigenschaften"- Menü der Verbindung sehen Sie, welchen COM-Port die Bluetooth-Verbindung bereitstellt - ein Faxprogramm oder das DFÜ-Netzwerk kann nun auf diesen Port zugreifen.
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