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So senken Sie Ihre IT-Kosten

24.09.2016 | 09:09 Uhr |

Für weniger Geld die gleiche oder noch bessere Qualität bekommen - wir zeigen, wie das im Bereich der Unternehmens-IT klappt.

Für weniger Geld die gleiche oder noch bessere Qualität liefern, ist eine Forderung, die regelmäßig an CIOs gestellt wird. Es gibt einige Wege, dieses Ziel zu erreichen. Einer davon liegt in der Unabhängigkeit von den Lebenszyklen, die OEMs ihren Kunden aufdrängen.

Die Ausfallsicherheit ist einer jener Parameter, die in die Qualitätsmessung der IT-Infrastruktur eines Unternehmens eingehen. Komplette Geschäftsmodelle hängen inzwischen von der Verfügbarkeit einer Netzanbindung ab. Deshalb ist für die meisten Verantwortlichen der Abschluss eines Wartungsvertrags bei der Anschaffung neuer Hardware obligatorisch, um gegen potenzielle Ausfälle gerüstet zu sein. Wartungsverträge bilden deshalb einen Budget-Posten, der eher selten kritisch hinterfragt wird.

Abhängigkeit vom Hersteller dominiert den Markt

Dass ein Wartungsvertrag für die Komponenten der Infrastruktur notwendig ist, steht außer Frage. Das Rennen um den Vertrag dürfte in den meisten Unternehmen jedoch mehr oder weniger automatisch der Anbieter der Hardware (OEM oder Reseller) machen, die gewartet werden soll. Das ist bequem und üblich, wirtschaftlich aber nicht unbedingt der beste Weg.

Die meisten Wartungsverträge bieten nur ein umfassendes Paket an Leistungen, die noch dazu pauschaliert mit einem Anteil an den Anschaffungs- beziehungsweise Lizenzgebühren dotiert werden. CIOs, die diesen Weg gehen, zahlen aber oft drauf. Im Zweifelsfall zahlen sie einen höheren Preis und buchen Leistungen, die sie möglicherweise nicht einmal benötigen.

Wartungsverträge von OEM und Resellern loslösen

Vielen ist nicht bekannt, dass es seit 30 Jahren Anbieter auf dem Markt gibt, die Wartungsverträge unabhängig von der Hardware anbieten. Solche Wartungspakete umfassen nicht nur aktuelle Hardware-Generationen, sondern auch Produkte älterer Bauart, für die OEMs gar keine Wartung mehr anbieten. IT-Leiter wählen dabei aus einem Menü von Leistungen exakt die Bestandteile aus, die ihnen sinnvoll erscheinen. Bezahlt wird nur das, was auch benötigt wird. Einsparungen von 50 Prozent und mehr in Sachen Wartung sind hier keine Seltenheit.

CIOs reduzieren so Kosten, sparen aber nicht an Sicherheit oder Qualität. Denn die Anbieter besitzen in aller Regel ebenfalls offizielle Zertifizierungen und Partnerverträge mit den Herstellern, verfügen also über das Know-how, die Lauffähigkeit der Systeme zu gewährleisten. So beschäftigt beispielsweise Curvature rund 40 Cisco-zertifizierte Ingenieure für die Netzwerk-Sparte.

Hardware und Wartung treiben die Gesamtkosten

Einen Anteil von über 50 Prozent am Gesamt-Budget für die Anschaffung neuer Hardware anzusetzen, ist ein durchaus realistischer Wert. In vielen Unternehmen werden trotz der hohen Anschaffungskosten durchschnittlich alle vier Jahre die Netzkomponenten ausgetauscht. Der technische Fortschritt spielt dabei selten eine Rolle. Der CIO investiert nicht in neue Technik, weil diese mehr Nutzen oder Leistung verspricht. Sondern die Rahmenbedingungen veranlassen ihn zu diesem Schritt, weil die eingesetzte Hardware vom OEM und Hersteller inzwischen für veraltet erklärt wird. So wird es zunehmend schwieriger bis unmöglich Support dafür zu bekommen.

Rentabilität bei Hardwareanschaffungen steigern

Bestandteile der Infrastruktur, die also eigentlich noch tadellos arbeiten, werden vorzeitig ersetzt. Vom Hersteller unabhängige Wartungsverträge ermöglichen dem IT-Verantwortlichen, die Hardware flexibler und länger einzusetzen, was die Rentabilität insgesamt steigert.

Unabhängige Wartungsverträge, die eben auch vorherige Gerätegenerationen umfassen, eröffnen aber noch weitere Einsparungspotenziale. Denn damit besitzt der CIO die Option, auf dem Markt von Gebrauchtkomponenten aktiv zu werden. Teile für die Infrastruktur (etwa Router, Switches oder Server) durchlaufen technisch keine so rasante Weiterentwicklung, wie es für andere Bereiche der IT typisch ist. Für einen Bruchteil des Preises der aktuellen Gerätegeneration gibt es Komponenten, die die geplanten Aufgaben ohne weiteres übernehmen können.

Nachhaltigkeit wird oft nachrangig behandelt

Setzt ein Unternehmen Hardware länger ein als der OEM empfiehlt, oder kauft bei Neuinvestitionen gleich ältere Hardware ein, ist das nicht nur unter monetären Gesichtspunkten interessant. Auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit ist das eine gute Entscheidung. Denn ihre ökologische Gesamtbilanz ist erheblich besser als bei der Anschaffung neuer Geräte. Deren Herstellung hinterlässt in unserer Umwelt deutliche Spuren, nicht zuletzt deshalb, weil auch seltene Rohstoffe verwendet werden, deren Abbau alles andere als umweltschonend erfolgt. Die bessere Energieeffizienz, die neue Gerätegenerationen mitunter bieten, macht diese Belastung nicht wett.

Sinnvolle Geschäftsentscheidungen senken Kosten

Wer auf die Hardware eines professionellen Anbieters zurückgreift, trifft eine Entscheidung, die dem Geschäftserfolg zuträglich ist. So muss er etwa keine Abstriche bei der Qualität befürchten - ganz im Gegenteil. Seriöse Anbieter unterziehen die Geräte aus Vorbesitz - häufig sind diese nur wenige Monate alt - einem umfangreichen Funktions- und Belastungstest. Erst wenn dieser bestanden ist, wird die Gebrauchtware angeboten. Diese Systeme weisen eine niedrigere Ausfallquote (unter 0,5 Prozent) auf als Geräte, die frisch vom Hersteller kommen.

Steigenden Kosten und der Forderung nach Budgetdisziplin begegnen CIOs so wirkungsvoll, wenn sie sich dem Gedanken an die Anschaffung von gebrauchten Netzwerkkomponenten und dem Abschluss von herstellerunabhängigen Wartungsverträgen öffnen.

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