15.12.2009, 10:44

Michael Schmelzle

So rüsten Sie Ihren PC auf

Prozessor-Upgrade leicht gemacht

Machen Sie Ihren PC wieder fit für aktuelle Anforderungen, indem Sie gezielt eine Komponente tauschen. Wir zeigen Ihnen, wann der Prozessor die Schwachstelle ist und wie Sie ihn austauschen.
Für viel Geld einen neuen PC kaufen? Das muss nicht sein. Besser ist es, die Leistungsbremse zu lösen, indem Sie eine Komponente ersetzen. Sie selbst können am besten einschätzen, wo der Schuh drückt: Wenn neu installierte Multimedia-Software nicht flüssig läuft, ist meist der Prozessor zu langsam. Zu wenig CPU-Leistung ist auch der Grund, wenn das Umwandeln von Musikstücken und Videos in andere Dateiformate und Kompressionsstufen lange dauert und den ganzen PC blockiert.
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Das Utility CPU-Z verrät im Menü "Mainboard" unter "Manufacturer" den Hauptplatinenhersteller. Darunter steht die genaue Typenbezeichnung ("Model") sowie im Feld rechts daneben die Revisionsnummer ("Rev."). Ebenfalls wichtig sind die "Version" und das Datum ("Date") des "BIOS" gleich darunter. Notieren Sie sich alle Angaben, oder machen Sie einen Screenshot des "Mainboard"-Menüs. Wechseln Sie dann ins "CPU"-Menü. Dort finden Sie unter "Name" die genaue CPU- sowie unter "Package" die Steckplatz-Bezeichnung. Meldet CPU-Z unter "Package" "Socket AM2(+)" oder "Socket 775 LGA", ist häufig ein unkompliziertes Prozessor-Update möglich. Steht dort hingegen "Socket 478", "Socket 754" oder Socket A" müssen Sie in der Regel zuvor die Hauptplatine austauschen. Nachdem Sie sich alle Angaben notiert haben, rufen Sie die Website des Platinenherstellers auf. Suchen Sie im Support-Bereich nach Ihrem Modell. Dort finden Sie in der Regel eine CPU-Kompatibilitäts-Liste inklusive der dafür benötigten Bios-Version. Als grobe Faustregel für ein sinnvolles Upgrade gilt, dass die neue CPU mindestens eine von drei Bedingungen erfüllen muss: Gegenüber dem bisherigen Prozessor sollte sich die Zahl der Rechenkerne verdoppeln, die Taktrate um circa 1 GHz steigen oder der Fertigungsprozess eine Generation weiter sein. Zum letzten Punkt ein Beispiel: Stammt Ihre alte CPU aus der 90-Nanometer-Fertigung (nm - Nanometer), sollten Sie sie durch eine 65-Nanometer-Variante ersetzen. Einen 65-nm-Prozessor tauschen Sie gegen ein 45-nm-Modell aus. Die Fertigungs-Technik verrät CPU-Z im CPU-Menü unter "Processor, Technology", Lässt sich Ihre Hauptplatine nicht mit einer CPU gemäß unserer Faustregel aufrüsten, müssen Sie auch die Platine ersetzen.
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