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So nutzen Sie die neuen Facebook-Listen

20.09.2011 | 15:25 Uhr |

Automatisch und effektiv – aber auch sehr neugierig. Wir verraten, wie Sie die neuen Facebook-Listen clever nutzen ohne in die Datenschutz-Falle zu tappen.

Wie vor kurzem angekündigt, hat Facebook nun die automatischen Freundes-Listen aktiviert . Die Automatik erstellt aus Angaben der Facebook-Freunde Listen wie „Firma“, wenn jemand Ihrer Kontakte die gleiche Firma als Arbeitgeber angegeben hat. Oder „Familie“ und „Schule“, wenn die entsprechenden Profilfelder sowohl bei Ihnen als auch bei den Familienmitgliedern oder Schulfreunden ausgefüllt sind.

Facebook führt Abonnieren-Button ein

Die Listen finden Sie auf der linken Seite der Facebook-Startseite (nach dem Login). Wenn Sie darauf klicken, werden nur Neuigkeiten von Listenmitgliedern angezeigt; ein Klick auf das Facebook-Logo oben links bringt Sie zurück zur Standard-Ansicht. Innerhalb der Listen-Ansicht sind weitere Optionen verfügbar:

  • Rechts schlägt Facebook erstaunlich zielsicher weitere Facebook-Freunde für die Liste vor.

  • Wenn Sie in der Listen-Ansicht ein Status-Update schreiben, ist es nur für Mitglieder der Liste sichtbar. So lassen sich beispielsweise gezielt Arbeitskollegen oder Familienmitglieder erreichen.

  • Unter „Liste verwalten“ oben rechts dürfen Sie die Liste umbenennen oder mit einer anderen Liste zusammenführen. Am spannendsten ist aber der unterste Punkt, der bestimmte Meldungen aus dem Listen-Ticker ausklammert – etwa alle Spiele oder Fotos und Videos. Standardmäßig sind Kommentare und „Gefällt mir“-Klicks bereits ausgeblendet.

Zwei der neuen Listen sind jedoch nicht automatisiert – und das ist auch gut so. „Enge Freunde“ und „Bekannte“ müssen Sie manuell einteilen und vermeiden damit schwerwiegende Fehlentscheidungen von Facebook. Die Einteilung erfolgt über die Profilseiten der Facebook-Freunde, oben rechts unter „Freunde“. Standardmäßig präsentiert Ihnen Facebook bei engen Freunden „Alle Aktualisierungen“, dass Ihnen nichts entgeht. Wer mag, lässt sich sogar per E-Mail benachrichtigen, wenn ein enger Freund etwas schreibt. Die Option finden Sie unter „Konto, Kontoeinstellungen, Benachrichtigungen, Facebook“.

Von Bekannten bekommen Sie in Ihrem Facebook-Stream „Nur wichtige Aktualisierungen“ zu sehen. Ohne Unterteilung – die Unterteilung ist optional – lesen Sie „Die meisten Aktualisierungen“. Sie haben schon Listen erstellt wie „Nervensägen“ oder „Best friends“? Kein Problem, Ihre Facebook-Kontakte können gleichzeitig in mehreren Listen stehen. Oder Sie führen die Listen einfach zusammen, wie weiter oben erklärt.

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Wer mag unterteilt noch feiner, was er in seinem Facebook-Stream lesen will. Unter „Abonniert“ oben rechts im Profil eines Freundes geben Sie Facebook die Anweisung nur eine oder mehrere dieser Updates in Ihrem Ticker einzublenden:

  • Lebensereignisse

  • Statusmeldungen

  • Fotos und Videos

  • Spiele

  • Kommentare und „Gefällt mir“-Angaben

  • Andere Aktivitäten

Wer nichts mehr von einer Person hören (beziehungsweise) „lesen“ will, klickt auf „Abonnement deaktivieren“. Dadurch wird die Freundschaft nicht gekündigt.

Neue Facebook-Listen werden teils automatisch erstellt.
Vergrößern Neue Facebook-Listen werden teils automatisch erstellt.

Eine bislang versprochene Neuerung war zum Zeitpunkt der Artikel-Recherche noch nicht umgesetzt: Wenn Sie ein Status-Update nur für eine bestimmte Liste schreiben – etwa „gute Freunde“ - sehen Ihre guten Freunde nicht den Namen der Liste. Sie sollten laut Facebook aber die Namen derer sehen, die ebenfalls den Facebook-Status lesen können. Diese Funktion erinnert stark an Google+ und sollte Ihnen helfen, Ihre Antwort entsprechend zu formulieren. Sieht etwa auch der Chef die Nachricht eines Freundes, schreiben Sie wohl eher nicht „Boah, krasse Sch****!“. Wenn nur weitere Freunde mitlesen, ist das vielleicht etwas anderes.

Fazit

Die automatischen Listen helfen ungemein bei der Verwaltung der Facebook-Freunde. Besonders gut gefallen uns die Listen und Optionen zum Ausmisten des Facebook-Streams. Weniger gute Freunde melden sich nun seltener zu Wort – auch wenn Sie mehr schreiben als die besten Freunde. Die Sache hat aber auch einen Haken: Um automatische Listen zu erhalten, müssen Sie Lücken in Ihrer Profil-Info ausfüllen und Ihre Freunde animieren, es Ihnen gleichzutun. Wir raten davon ab, jedes Feld im Profil auszufüllen. Um ihre Daten Besorgte geizen lieber mit Informationen und erstellen eigene Listen manuell wie gehabt.

Mit den überarbeiteten Freundeslisten schlägt Facebook zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits macht Mark Zuckerberg den Rückstand zu Google+ wett. Andererseits animiert er die Facebook-User, noch mehr Angaben zu machen.

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