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Kinder im Internet: Gefahren und Schutz

Fotostrecke © iStockphoto.com/Tulay Over
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Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Zeit auf, in der es völlig selbstverständlich ist mit PC und Handy umzugehen sowie sich im Internet zu bewegen. Sie gelten jedoch als eine besonders gefährdete Gruppe der Internet-Nutzer. Welche Gefahren lauern im Internet, wie können Eltern ihre Zöglinge schützen?
Längst ist eine Generation so genannter "Digital Natives" heran gewachsen. Das sind Menschen, für die ein Leben ohne Mobiltelefon oder Internet-PC kaum vorstellbar ist - jedenfalls in den Industrieländern. Bereits im Kindesalter verbringen sie oft mehr Zeit vor dem PC als auf dem Spielplatz, soziale Kontakte werden über das Internet hergestellt und gepflegt.

Auf viele Fragen, die Eltern in Zusammenhang mit den ersten Schritten ihres Nachwuchses in der Online-Welt haben, gibt es keine einfachen Antworten. Erziehungsberechtigte müssen sich zum Teil erst einmal selbst kundig machen, denn oft sind sie selbst in einer anderen Zeit aufgewachsen und deshalb mit PC und Internet nicht so vertraut, wie es ihre Kinder schnell sein werden. So gilt es zunächst sich einen gewissen Erfahrungsvorsprung zu erarbeiten, denn Kinder haben Fragen, sind neugierig.

Ab welchem Alter Kinder an den PC und ab wann sie ins Internet dürfen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Doch wenn das Interesse einmal geweckt ist, wird man sie nicht mehr lange davon fern halten können. Ehe sie völlig unkontrolliert bei Freunden ihre ersten Internet-Erfahrungen machen, sollten Eltern die ersten Schritte in der Online-Welt gut vorbereitet begleiten. Wichtig ist das offene Gespräch, aber auch klare Regeln sind wie in allen Lebensbereichen, in die Kinder hinein wachsen, unverzichtbar.

Welche Gefahren lauern im Internet auf Kinder?

Wie im richtigen Leben lauert in der Cyber-Welt nicht hinter jeder Ecke der böse Kinderschänder. Es sind vielmehr zunächst die Risiken, denen alle Internet-Nutzer ausgesetzt sind. Kinder wie Erwachsene jeden Alters können auf der Straße von einem Auto angefahren werden oder sich auf einer Web-Seite einen digitalen Schädling auf den PC holen. Nach einer Schätzung von Google aus dem Jahr 2007 ist jede zehnte Web-Seite mit Malware, schädlichem Programm-Code, verseucht. Es spricht nichts dafür, dass dies inzwischen besser geworden ist.

Kinder sind noch mehr als Erwachsene anfällig für die Maschen aus der Trickkiste des so genannten Social Engineering. Sie müssen erst noch lernen, dass es in der (Online-) Welt nicht immer ehrlich zugeht. Auch und insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook und Google+ sind Lügen und schöner Schein gang und gäbe. Nicht jeder Online-Freund ist so jung, wie er vorgibt sein, nicht jede Online-Freundin ist weiblich.

Kinder sind nicht nur neugierig sondern auch auskunftsfreudig. Sie wissen noch nicht, dass es oft besser ist mit persönlichen Informationen sehr zurückhaltend zu sein. Dazu gehören auch Fotos und Videos - umso mehr, wenn auch noch andere Personen darauf zu sehen sind, deren Persönlichkeitsrechte verletzt werden können. So hinterlassen Kinder und Jugendliche oft bereits früh Spuren im Internet, die sich später kaum noch tilgen lassen. Man nennt das auch eine "digitale Tätowierung". Manches davon kann sich später bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz als hinderlich erweisen - in Zukunft noch mehr als heute schon.

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