PC aufrüsten

So montieren Sie Grafikkarte, Festplatte und Netzteil

Samstag den 31.05.2014 um 09:11 Uhr

von Marco Chiappetta

Grafikkarte

Obwohl auch der Einbau einer Grafikkarte relativ einfach ist, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Fast alle neuen Grafikkarten, die heutzutage erhältlich sind, wurden für die Nutzung mit einem PCI Express x16-Slot, der auch PEG-Slot (PCI Express Graphics) genannt wird, gestaltet. Viele Hauptplatinen verfügen über mehrere physikalische PCIe x16 Steckplätze, aber nicht all diese Anschlüsse haben eine echte elektrische x16 Verbindung zum Chipsatz. Typischerweise sollten Sie eine Grafikkarte im obersten PEG Slot (der dem CPU Sockel am nächsten ist) montieren, um eine optimale Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Steckplätze bei Ihrem Motherboard die Grafikkarte am besten unterstützen, dann sollten Sie sich das Benutzerhandbuch Ihres Motherboards ansehen. Dort steht, welche Slots echte x16 Slots sind.

Viele aktuelle und sehr leistungsstarke Grafikkarten benötigen eine zusätzliche Stromversorgung. Stellen Sie sicher eine Stromversorgung zu wählen, die über eine ausreichend große Leistungsfähigkeit für Ihre Grafikkarte verfügt. Außerdem sollten Sie daran denken die notwendigen Kabel anzuschließen, bevor Sie Ihr System hochfahren. Wenn die notwendigen Stromkabel nicht angeschlossen sind, wird Ihr System möglicherweise nicht hochfahren.

Sehen Sie nach, ob die Arbeitsspeicher der Grafikkarte nicht zu nahe kommen. Wenn Sie die Haltefedern der Arbeitsspeicher geschlossen haben, sollten diese nicht mehr im Weg sein. Aber wenn die Haltefedern geöffnet sind, können Sie im Kontakt mit der Grafikkarte kommen und so Komponenten beschädigen.

Festplatten

Eine Festplatte in ein System einzubauen ist normalerweise sehr einfach, aber auch hier gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit alles optimal platziert ist und Sie Ihre Kabel ordentlich verlegt haben.

Je nach Größe und Art der Festplatte, die Sie verwenden, wird diese in einem Gehäuse sitzen, dass sich hinter den Erweiterungs-Steckplätzen befindet. Wenn die Festplatte senkrecht zu dem Hauptplatinen-Schacht in das Gehäuse geschoben wird, ist es in der Regel das Beste, wenn sich die Anschlüsse der Festplatte auf der Rückseite des Systems befinden. So können Sie die Kabel hinter dem Motherboard-Schacht legen. Wenn die Festplatte jedoch parallel zum Motherboard-Schacht eingeführt werden muss, dann sollten Sie darauf achten, dass die Festplatte nicht mit irgendwelchen Erweiterungskarten in Kontakt treten wird. Bei vielen mittelgroßen Towern und Minitowern kann es passieren, dass die Festplatte größeren Erweiterungskarten, wie zum Beispiel Grafikkarten, im Weg ist. Hier müssen Sie besonders gut darauf achten, dass Sie den richtigen Ort für die Festplatte finden.

Stromversorgung

Beim Einbau der Stromversorgung können nur wenige Dinge schief gehen. Die meisten Gehäuse bieten nur eine Möglichkeit für den Einbau der Stromversorgung an. Die dafür vorgesehenen Montagelöcher sind so angebracht, dass Sie die Stromversorgung nur auf eine Art und Weise montieren können. Sie sollten lediglich darauf achten, dass Sie die Stromversorgung sicher befestigen, da es sich hierbei um die schwerste Komponente Ihres Computers handelt. Verwenden Sie eine Stromversorgungseinheit mit ausreichend großer Leistungsfähigkeit für all Ihre Komponenten. Tatsächlich sollte die Leistungsfähigkeit sogar größer sein, als es die derzeit eingebauten Komponenten verlangen. Wenn Sie beispielsweise momentan 350 Watt benötigen, dann sollten Sie sich für eine Stromversorgung mit 550 Watt (oder gar noch etwas mehr) entscheiden. Außerdem sollten Sie auf eine renommierte Marke setzen, da sich die Billig-Hersteller häufig nicht an die angegebenen Spezifikationen halten. Eine gute Stromversorgung ist entscheidend, wenn Sie ein verlässliches und stabiles System bauen wollen.

Gehäuse

Nur wenige Gehäuse müssen Sie selbst zusammenbauen, aber dennoch müssen Sie auf ein paar Dinge in Bezug auf Ihr Computergehäuse achten. Sie sollten sehr vorsichtig sein, wenn Sie die Laufwerk-Abdeckungen entfernen. Viele Gehäuse haben ausbrechbare Metallstücke, die Sie entfernen müssen, bevor Sie beispielsweise ein optisches Laufwerk anbringen können. Diese ausbrechbaren Metallstücke und deren kleine Metallreste, die nach dem Entfernen übrig bleiben, können sehr scharf sein. Sie können Handschuhe verwenden, um Verletzungen zu vermeiden.

Ein anderes Problem betrifft die Gehäuse-Verkabelung. Sie müssen die kleinen Kabel mit dem Power/Reset-Knöpfen, den Lautsprechern und den LEDs verbinden und das kann ganz schön schwierig sein. Es gibt kein Standard-Layout und keine einfache Farbkodierung gibt. Lesen Sie im Benutzerhandbuch Ihres Motherboards nach, welches Kabel wofür verwendet wird. Behalten Sie im Hinterkopf, dass das weiße Kabel in den meisten Fällen das negative (-) Kabel ist.

 

Samstag den 31.05.2014 um 09:11 Uhr

von Marco Chiappetta

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • kalweit 12:57 | 02.06.2014

    Zitat: deoroller
    Ich denke an einen Beispiel-PC


    Achso - ja, so was kann man machen. War aber bestimmt zu viel Arbeit.

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  • deoroller 12:52 | 02.06.2014

    Zitat: kalweit
    Ansonsten müsste man alle Eventualitäten und Kombinationen durchkauen.

    Dann reden wir aneinander vorbei. Ich denke an einen Beispiel-PC, bei der die Aufrüstung durchgezogen wird.
    Für individuelle Wünsche ist das Forum da.

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  • kalweit 11:53 | 02.06.2014

    Welche Hausaufgaben? Ich habe keine aufgegeben und kann sie deshalb auch nicht benoten. Ich sehe solche Artikel bestenfalls als Entscheidungshilfe für Anwender, die sich nicht schlüssig sind, ob sie sich eine Aufrüstung selbst zutrauen oder besser gleich Fachpersonal damit beauftragen. An der Stelle ist es vielleicht sogar gut, nicht weiter ins Details zu gehen, da so der Anwender gezwungen ist, sich für seinen konkreten Fall weitere Informationen zu beschaffen. Ansonsten müsste man alle Eventualitäten und Kombinationen durchkauen. Und selbst dann würde es hier Kommentare von Leuten gehen, die sich nicht berücksichtigt fühlen. Was natürlich den Artikel sinnvoll aufgewertet hätte, wären Verweise auf vorhandene Anleitungen zu den einzelnen Komponenten.

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  • deoroller 10:36 | 02.06.2014

    Das befreit die Autoren aber nicht davon, ihre Hausaufgaben selbst zu machen.

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  • kalweit 10:20 | 02.06.2014

    Auf der anderen Seite: es gibt tausende von Anleitungen im Netz.

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