159622

Die besten Firewall-Tipps

12.01.2010 | 11:26 Uhr |

Eine Firewall soll Ihren PC vor Angriffen aus dem Internet schützen. Das gelingt ihr aber nur, wenn sie richtig konfiguriert ist. Wir geben Tipps, wie Sie die Software am besten einstellen.

Testen Sie Ihre Firewall auf offene Ports
Vergrößern Testen Sie Ihre Firewall auf offene Ports
© 2014

Eine Desktop-Firewall hat eine eindeutige Aufgabe: Sie lässt erwünschte Datenpakete passieren, und unerwünschte blockt sie ab. Doch woher weiß das Programm, was erwünscht ist und was nicht? Es hört auf die Befehle des Anwenders – also auf Ihre. Wenn Sie etwa eine typische Tauschbörsen-Software starten, dann geben Sie zumindest einen Ordner Ihres PCs auch allen anderen Anwendern dieses Dienstes frei. Das Verzeichnis ist von jedem Rechner im Internet aus erreichbar. Es ist also entscheidend, dass Sie Ihre Firewall richtig einstellen und bedienen. Die Firewall folgt außerdem mitgebrachten Regeln. Stets aktiv und wahrscheinlich die wichtigste Regel ist: Die Annahme von unaufgefordert zugesandten Datenpaketen aus dem Internet wird verweigert.

Tipp 1: Kontrollieren Sie die Windows-Firewall
Die Windows-Firewall genügt als Schutz gegen Angriffe aus dem Internet vollkommen. Wenn Sie keine zusätzliche Desktop-Firewall nutzen wollen, verwenden Sie das Bordmittel von Windows. Ab der Version XP mit Service Pack 2 ist das Tool standardmäßig eingeschaltet. Achtung: Wenn Sie irgendwann eine ältere Desktop-Firewall installiert hatten, hat diese die Windows-Firewall bei der De-Installation wahrscheinlich nicht wieder eingeschaltet. Kontrollieren Sie, ob das Bordmittel aktiv ist: Das geht unter "Systemsteuerung, Windows Firewall". Sollten Sie aber eine Desktop-Firewall installiert haben, so darf nur diese aktiv sein. Die Windows Firewall muss vom Installations-Assistenten deaktiviert worden sein. Ob das wirklich geschehen ist, überprüfen Sie an derselben Stelle: "Systemsteuerung, Windows Firewall".

Tipp 2: Kontrollieren Sie Freigaben in der Windows-Firewall
Nach außen ist Ihr Rechner durch die Windows-Firewall abgeschottet. Denn sie verwirft alle Datenpakete, die unaufgefordert ankommen. Aber: Sie lässt alle Pakete durch, die an Programme auf der Ausnahmenliste gesendet werden. Diese Liste sollten Sie regelmäßig kontrollieren, um sicher zu sein, dass dort nur erwünschte Tools stehen. Das geht über "Systemsteuerung, Windows Firewall, Ausnahmen" (XP) oder "Systemsteuerung, Windows Firewall, Programme durch die Windows-Firewall kommunizieren lassen" (Vista). Was die "Ausnahmen" genau bedeuten, erfahren Sie im Tipp "Achtung! Seien Sie sparsam mit Server-Rechten für Tools". Sollten auf dieser Liste Namen auftauchen, die Ihnen nichts sagen, markieren Sie diese und schauen sich unter "Eigenschaften" den Pfad und den Dateinamen an. Mit Hilfe des Tipps "So schätzen Sie Meldungen der Firewall richtig ein" finden Sie schnell heraus, was das Programm macht. In der Regel ist es unproblematisch, Toos von der Ausnahmeliste zu entfernen (Häkchen entfernen). Sollte ein Online-Tool danach nicht mehr richtig arbeiten, setzen Sie das Häkchen wieder.

Tipp 3: Windows-XP-Firewall mit Tipps von Microsoft einstellen
Die Firewall von Windows XP bietet nicht gerade viele Einstellmöglichkeiten. Wer sie dennoch einsetzen möchte, findet bei Microsoft selbst eine ausführliche Anleitung . Wenn Sie die Firewall nicht nur auf einem PC konfigurieren wollen, sondern auf vielen in gleicher Weise, geht das am besten über eine Konfigurationsdatei (Netfw.ini). Diese kopieren Sie mit den gewünschten Regeln auf jeden PC, und schon ist die Firewall entsprechend konfiguriert. Eine genaue Anleitung gibt´s über www.pcwelt.de/22b .

0 Kommentare zu diesem Artikel
159622