83344

Filesharing

So funktionieren Torrents

Bei Bit Torrent gelangt die Datei nicht wie bei HTTP- oder FTP-Downloads nur aus einer Quelle auf den PC. Vielmehr kommt sie von verschiedenen Anwendern, die an dem individuellen Netzwerk für die jeweilige Datei teilnehmen. Dabei muss nicht einmal die gesamte Datei auf dem Rechner sein. Es reicht, wenn der Anwender ein Fragment besitzt, das er an andere Benutzer weitergibt, die möglicherweise schon über weitere Teile verfügen. Die Chance, alle Teile eines Programms zusammenzubekommen, ist dadurch größer als bei anderen Tauschsystemen, bei denen nur Besitzer der vollständigen Datei diese auch weitergeben.

Eindeutige Identität:

Der Austausch von Dateien erfolgt bei Bit Torrent in einem Netzwerkverbund. Einer oder mehrere Anbieter stellen eine Datei zum Download bereit, Bit-Torrent-Clients laden die Datei dann auf Ihren PC herunter. Bei der Torrent-Technologie wird für jede bereit gestellte Datei eine Steuerdatei (.torrent) von wenigen KB Größe generiert. Diese Metadatei enthält eine eindeutige ID (Hash) mit Informationen zur Datei selbst und die Download-Adresse. Die Download-Quellen werden über einen so genannten Tracker gehostet. Er macht es überhaupt erst möglich, dass ein Client die jeweilige Datendatei findet. Im ersten Schritt wird die Torrent-Datei via Webbrowser von einer Homepage geladen und anschließend mit einem Torrent-Client geöffnet. Erst dann startet der Download der eigentlichen Datendatei. Bei den Quellen wird zwischen „Peer“ und „Seed“ unterschieden. Ein Client ist dann ein Peer, wenn er die Datendatei noch am Laden ist. Seeds sind User, die die im Torrent angegebene Datendatei schon vollständig geladen haben und diese nur noch als Quelle für die Peers anbieten. Es ist mindestens ein Seed erforderlich, damit die Übertragung erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Schnell wie ein Download-Manager:

Nachdem man selbst Teile eines Archivs heruntergeladen hat, werden diese Teile auch an andere Bit-Torrent-Nutzer verteilt. Je mehr Peers bei der Verteilung helfen, desto schneller wird der Download sein. Das Prinzip der Übertragung ähnelt dabei einem Download-Manager. Zunächst legt der Client eine lokale Datei an, die dann aus verschiedenen einzelnen Dateisegmenten (Chunks) zusammengesetzt wird. Dadurch, dass der Tracker die aktiven Quellen kennt, muss der Bit-Torrent-Client nicht ständig nach neuen Quellen suchen und erreicht dadurch weit höhere Geschwindigkeiten, als sie etwa bei konventionellen Filesharing-Netzwerken möglich sind. Im Torrent-Netzwerk gibt es keine Suchfunktion. Der Client kennt nur die Quellen, die in der Torrent-Datei gelistet beziehungsweise den gelisteten Quellen bekannt sind.

0 Kommentare zu diesem Artikel
83344