Wie gelangt nun das Server-Programm auf den PC des Opfers? Im einfachsten Fall hat der Angreifer persönlich Zugriff auf den Rechner der Zielperson, zum Beispiel in einer Firma auf das Gerät eines Kollegen. Derartige Fälle sind nicht so selten, wie man glaubt.
Ansonsten funktioniert die Verbreitung wie bei anderen Trojanern. Das Programm wird zum Beispiel massenweise per Mail an beliebige Adressen verschickt. Die Mail preist die angehängte Datei als brandneuen Spiele- Crack, nützliches Tool, aktuelles Windows- Update, Erotik-Präsentation oder Ähnliches an. Beliebte Verbreitungswege sind auch einschlägige Newsgroups, Peerto- Peer-Tauschbörsen oder Downloads auf dubiosen Web-Seiten.
In jedem Fall muss der Empfänger die Programmdatei explizit starten. Dann nistet sich die Backdoor im Betriebssystem ein und wird bei jedem Neustart automatisch aktiv. Damit der Anwender die Backdoor nicht als solche enttarnt, zeigen die meisten Server dann zur Tarnung eine falsche Fehlermeldung und beenden sich scheinbar sofort wieder. Bei manchen Backdoors kann der Angreifer sogar detailliert einstellen, welcher Fehler und welche Meldung angezeigt werden.
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