Arbeiten von unterwegs

So finden Sie das richtige Business-Gerät für unterwegs

Freitag, 22.07.2011 | 10:31 von Patrick Miller
© iStockPhoto/ Godfried Edelman
Smartphone, Netbook oder Tablet? Oder eine Kombination? Mit welchen Geräten lässt es sich unterwegs am bequemsten arbeiten? Wir haben es ausprobiert!
Egal ob Tablet, Smartphone oder Netbook: Wenn Sie das richtige Gerät für das Arbeiten von unterwegs aus suchen, helfen Ihnen einfache, technische Details bei der Entscheidung oft nicht weiter. Die Kollegen unserer US-Schwesterzeitschrift PC World haben sich deshalb aufgemacht und drei Tage lang mit drei verschiedenen Geräte-Kombinationen von unterwegs aus gearbeitet:
a) mit einem Windows-Netbook samt Smartphone;
b) mit einem Google Chrome OS CR-48 Netbook plus normalem Handy;
c) mit einem Apple iPad samt normalem Handy.

Womit konnte man unterwegs am besten arbeiten und für welche Budgets sind die Kombinationen zu haben?

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Kombination 1: Windows-Netbook und Android-Smartphone

Der erste Feldversuch erfolgte mit einem HP Mini 1103 Netbook und dem Evo Shift 4G Smartphone. Letzteres ist bislang leider nur in den USA erhältlich.Auffällig: Obwohl der Gedanke, mit einem ultraleichten Netbook unterwegs zu sein und damit zu arbeiten, sehr verlockend ist, fällt die Arbeit in der Praxis doch sehr ernüchternd aus. Zwar konnten mit dem Netbook alle Arbeiten erledigt werden, die sonst im Büro auch anfallen (zum Beispiel per VPN mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden, Artikel produzieren und ins Content Management System einbuchen, Videos und Bilder hochladen, etc.), allerdings ist die Handhabung alles andere als komfortabel.

Ein bisschen fühlt es sich an, als würde man mit einem Schweizer Taschenmesser arbeiten: es steckt zwar alles drin, was man  braucht, doch teilweise hat man echte Probleme, heranzukommen. Zwar beherrscht das Windows-7-Netbook alle Dienste, die man auch vom Büro-Desktop-Rechner kennt,  und man muss sich nicht an andere Anwendungen gewöhnen. Aber man braucht viel Zeit und Geduld für die eigentliche Arbeit. Zum Beispiel ist es um ein vielfaches unkomfortabler, an einem Textdokument, das man normalerweise auf zwei Bildschirmen editiert, plötzlich auf dem kleinen Netbook-Bildschirm zu arbeiten. Denn hier sieht man stellenweise nur wenige Zeilen weit.

Offline und online arbeiten mit Google Cloud Connect

Selbst Standard-Aufgaben, wie das Lesen einer Webseite oder eines PDF-Dokuments, produzieren auf dem 10,1-Zoll-Display des HP Mini 1103 mit seiner Auflösung von 1024x600 Pixeln eher Frust als Lust. Kurzum: Es ist nett, unterwegs einen ultraportablen PC in greifbarer Nähe zu haben, allerdings geht das Arbeiten von unterwegs auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit und damit auch auf Kosten der Effizienz.

Das Evo Shift 4G-Android-Smartphone ist nützlich, um den Überblick über Termine in Googlemail und im Google Calendar zu behalten. Zudem hilft Google Maps gerade wenn man in fremder Reiseumgebung unterwegs ist, hervorragend bei der Wegfindung. Wenn es aber ums Aufrufen einer Webseite geht, ist ein nahegelegener Wi-Fi-Spot fürs Netbook eindeutig die bessere Wahl. Insbesondere, wenn man dadurch verwöhnt ist, an zwei Monitoren zu arbeiten.

Mobil surfen mit Opera Mini 6.1 und Opera Mobile 11.1

Das preisgünstigste Paket zum arbeiten von unterwegs ist die Windows-Netbook-Android-Smartphone-Kombi leider auch nicht. Das HP Mini 1103 gibt's zwar schon ab etwa 250 Euro, das Evo Shift 4G schlägt ohne Vertragsbindung aber mit stolzen 550 Dollar - umgerechnet knapp 400 Euro - zu Buche. Hinzu kommen etwaige monatliche Kosten für die Nutzung von Wi-Fi-Spots, 4G und anderen mobilen Diensten für unterwegs, die einkalkuliert werden müssen.

Fazit : Die Netbook-Smartphone-Kombination für unterwegs ist flexibel und vielseitig. Wenn Ihre Arbeit von unterwegs also eher unvorhersehbar ist, liegen Sie mit dieser Kombination goldrichtig. Rechnen Sie aber mit mehr Zeitbedarf und Stress - denn wer nicht an das filigrane Arbeiten an Netbook und Smartphone gewöhnt ist und plötzlich einen ganzen Arbeitstag damit verbringen muss, wird nicht nur schneller frustriert, sondern schafft insgesamt auch weniger Arbeitspensum.

Freitag, 22.07.2011 | 10:31 von Patrick Miller
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