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So bringen Sie Ihr Android-Smartphone wieder auf Vordermann

09.10.2016 | 08:34 Uhr |

Android-Smartphones bieten unzählige Einstellmöglichkeiten, die sich je nach installierter Android-Version zum Teil deutlich unterscheiden. Mit einem App-und Speicher-Check optimieren Sie Ihr Android-Gerät.

Ob nun ein frisch ausgepacktes Android-Smartphone oder ein Gerät, das Sie schon einige Zeit im Einsatz haben: Nicht immer verhält sich Android so, wie Sie es sich wünschen. In den Geräteeinstellungen können Sie an vielen Stellschrauben drehen und beispielsweise Töne, Anzeigen, Gesten, Eingabehilfen und vieles mehr nach persönlichen Wünschen anpassen. Von besonderer Wichtigkeit sind die Einstellungen zur Speicherauslastung – hier sollten Sie regelmäßig kontrollieren.

1. Schnelleinstellungen nach Ihren Vorstellungen anpassen

Ziehen Sie die Android-Benachrichtigungsleiste vom oberen Bildschirmrand nach unten. Sie haben nun Zugriff auf die Schnelleinstellungen, beispielsweise zum Ein-und Ausschalten von WLAN, Bluetooth, Energiesparmodus und GPS. Oft wird hier vieles angezeigt, das Sie gar nicht verwenden, und anderes fehlt. Tippen Sie daher auf das Bearbeitungssymbol. Nun stehen Ihnen viele zusätzlichen Symbole für das Ein-und Ausschalten von Smartphone-Funktionen und Einstellungen bereit. Welche Einstellungen im oberen Bereich erscheinen sollen, legen Sie fest, indem Sie Häkchen vor die gewünschten Einträge setzen. Wählen Sie nicht zu viele aus, sonst wird es unübersichtlich.

Test: Die besten Android-Smartphones im Vergleich

2. Überflüssige Apps und Daten aus dem Speicher entfernen

Apps für das Android-Smartphone sind schnell aus dem Play Store heruntergeladen. Doch vieles von dem, was Sie zum Ausprobieren installieren, wird auf Dauer nicht benötigt und belegt wertvollen Speicherplatz. Vor allem bei Geräten mit geringer Speicheraustattung geht dadurch Platz verloren, den Sie für Fotos, Videos oder wirklich benötigte Apps gebrauchen könnten. Grund genug für einen schnellen Speicherplatz-Check, bei dem Sie sich von allen überflüssigen Apps trennen.

Am bequemsten geht das Aufräumen mit einer App wie Clean Master . Das Optimierungs-Tool ist übersichtlich aufgebaut und einfach zu bedienen. Unter „Anwendungsmanager“ erscheinen alle auf Ihrem Smartphone installierten Anwendungen, die Sie zum Beispiel nach ihrer Gesamtgröße sortieren können. In der Tabelle sehen Sie sofort, welche Apps den Speicher am meisten belasten. Benötigen Sie diese Apps nicht mehr, dann können Sie sie sofort entsorgen. Dazu tippen Sie erst den jeweiligen Eintrag an und gehen dann auf „Deinstallieren“. Wenn Sie hinter mehrere Einträge Haken setzen, können Sie diese gleichzeitig entfernen.

Wechseln Sie zurück zur Startseite der App, und öffnen Sie den Punkt „Mülldateien“. Clean Master zeigt Ihnen damit an, wie viel Speicherplatz Sie voraussichtlich durch das Löschen überflüssiger System-und Temporärdaten freigeben können. Die App mistet dazu den System-Cache aus und bereinigt Ablagen von Apps wie Instagram und Google Maps. Unter „Handy beschleunigen“ können Sie weitere Datenablagerungen vom Gerät entfernen und den Arbeitsspeicher ein Stück weit entlasten.

Die kostenlose All-in-One Toolbox zeigt Ihnen alle Apps an, die Android beim Systemstart lädt.
Vergrößern Die kostenlose All-in-One Toolbox zeigt Ihnen alle Apps an, die Android beim Systemstart lädt.

3. Apps beim Hochfahren von Android am Start hindern

Lässt sich Ihr Smartphone nach dem Einschalten viel Zeit, bis es auf Ihre Eingaben reagiert, ist das ein Indiz für einen überladenen Autostart. Wie bei Windows werden manche Apps beim Systemstart sofort aktiv und arbeiten dann im Hintergrund weiter. Das ist meistens der Fall, wenn Anwendungen fortwährend Daten aus dem Internet beziehen oder senden. Einige Apps – dazu zählen besonders werbefinanzierte Spiele – registrieren sich für einen Autostart, um immer wieder lästige Verknüpfungen auf dem Home-Bildschirm abzulegen. Darüber hinaus nerven solche Spiele oft mit Werbe-Pop-ups. Je mehr Apps beim Start von Android ausgeführt werden, desto länger dauert der Start des Geräts. Es lohnt sich deshalb, die Autostart-Liste regelmäßig auf unerwünschte Einträge zu kontrollieren.

Gute Dienste bei der Autostartbereinigung leistet die kostenlose All-in-One Toolbox . Nach dem Start der App sehen Sie unter „Werkzeuge -> Bootbeschleunigung“ auf dem Register „Benutzerapps“ alle von Ihnen installierten Apps, die beim Booten von Android starten. Wenn Sie auf den grünen Button hinter einem Eintrag tippen, so wird dieser aus dem Autostart gelöscht. Tippen Sie dagegen auf das graue Symbol, wird die App hinzugefügt. Auf der Registerkarte „Systemapps“ sind die vorinstallierten Autostart-Systemprogramme von Android aufgeführt, die automatisch ausgeführt werden. Hier sollten Sie allerdings nur dann Änderungen vornehmen und etwas deaktivieren, wenn Sie genau wissen, zu welcher Anwendung ein Eintrag gehört und was er bewirkt. Es könnte sonst zu Funktionsstörungen kommen. Unter „Programme mitstarten“ richten Sie eigene Apps für den Autostart ein.

Siehe auch: Die besten Android-Apps, die kaum einer kennt

4. Unerwünschte Prozesse im Hintergrund unterbinden

Android-Apps, die im Hintergrund aktiv sind, mindern oft die Leistung Ihres Smartphones. Indem Sie die Hintergrundprozesse mit Hilfe einer kostenlosen Monitoring-App wie Android Assistant überwachen und überflüssige Tasks einfach abschalten, entlasten Sie einerseits den Speicher und sorgen andererseits für eine geringere Systemauslastung.

Über das Register „Überwachung“ erhalten Sie Echtzeit-Infos zur aktuellen Auslastung von CPU, Arbeitsspeicher und Akku. Auch wenn Sie selbst keine Apps aktiv geöffnet haben, kann es vorkommen, dass der Prozessor ausgelastet ist. Manche Prozesse arbeiten nämlich auch nach ihrer Beendigung einfach im Hintergrund weiter. Der Arbeitsspeicher ist davon ebenfalls betroffen. Wenn Sie auf den Button „System bereinigen“ tippen, beendet Android Assistant alle aktiven Prozesse, und zugleich arbeitet die CPU weniger. Auf der Registerkarte „Prozesse“ erhalten Sie detaillierte Information über die aktuell laufenden Apps, die Sie auswählen und dann beenden können – achten Sie aber genau darauf, welcher Prozess für welche Anwendung zuständig ist.

Der Android Assistant hat noch mehr auf dem Kasten: Damit der interne Datenspeicher bei Smartphones, auf denen eine große Zahl von Apps installiert ist, nicht über Maß belastet wird, bietet das Tool die Möglichkeit, heruntergeladene Applikationen vom Telefonspeicher auf die SD-Karte zu verschieben und dadurch wieder internen Speicherplatz freizugeben. Dazu zeigt es die Größe der jeweiligen Apps an. Voraussetzung fürs Verschieben ist, dass Ihr Smartphone mit einer Speicherkarte mit genügend freier Kapazität ausgestattet ist. Aber Vorsicht: Nicht alle Apps lassen sich so einfach auf ein alternatives Speichermedium auslagern. Falls das Verschieben auf die Speicherkarte fehlschlägt, müssen Sie die betreffende App erneut installieren.

Android Assistant bietet unter „Werkzeuge“ noch einige Schnellzugriffe sowie einen Autostart-Manager und eine Datensicherung von Apps an, allerdings ist der eingebaute Autostartwächter nicht so mächtig und leicht bedienbar wie die All-in-One Toolbox.

Widgets-Chaos unter Kontrolle bringen

Wenn Sie länger auf eine freie Stelle des Home-Bildschirms tippen und den Finger darauf gedrückt halten, erscheint ein Dialog, über den Sie Widgets und Live-Hintergründe hinzufügen können. Sich bewegende Hintergrundanimationen sind zwar nett anzusehen, sollten aber abgeschaltet werden. Sie verbrauchen nicht nur einiges an Strom und reduzieren damit die Akkulaufzeit, sie beeinträchtigen auch die Gesamtperformance des Smartphones. Halten Sie also Ihren Finger auf eine freie Fläche des Startbildschirms gedrückt, tippen Sie auf „Hintergründe“, und wählen Sie statt eines Live-Hintergrundes ein statisches Bild – etwa aus Ihrer Galerie.

Bei den Widgets auf dem Home-Bildschirm sollten Sie gemäß dem Prinzip „weniger ist mehr“ entfernen, was nicht wichtig ist.
Vergrößern Bei den Widgets auf dem Home-Bildschirm sollten Sie gemäß dem Prinzip „weniger ist mehr“ entfernen, was nicht wichtig ist.

Zudem sollten Sie auf nicht benötigte Widgets auf den Startscreens verzichten. Solche interaktiven Fenster zeigen beispielsweise das Wetter, listen Facebook-Aktivitäten auf oder zeigen den Posteingang zum Durchscrollen an. Widgets deinstallieren Sie, indem Sie für etwa zwei Sekunden mit dem Finger darauf drücken, wodurch sie sich vom Hintergrund lösen. Ziehen Sie das Widget dann auf die Schaltfläche „Entfernen“.

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