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So beseitigen Sie die meisten WLAN-Probleme

03.07.2016 | 17:34 Uhr |

Mieser Empfang, volles Frequenzband, hängende Router, vergessene Passwörter: Bequem sind Drahtlosnetze zwar, aber es gibt immer wieder Pannen und Aussetzer, die den Betrieb des Funknetzes verleiden.

Schlechter Empfang: Externe WLAN-Adapter

Die Aluminium-und Magnesium-Gehäuse von Notebooks und Ultrabooks sehen zwar elegant aus, wirken auf die internen WLAN-Antennen aber als Abschirmung. Günstige, externe WLAN-Adapter, per USB angeschlossen, bringen deutliche Leistungssteigerungen im Drahtlosnetzwerk. Noch besser: Verwenden Sie ein USB-Anschlusskabel von einem bis zwei Metern Länge, um den externen WLAN-Adapter unabhängig vom Notebook ausrichten zu können und damit oft ausschlaggebende dBm an Signalstärke herauszuholen. Ein externer Adapter erlaubt außerdem die Aufrüstung des Clients auf das 5-GHz-Frequenzband von 802.11n/ac, falls der WLAN-Router diesen Standard anbietet.

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Anmeldung scheitert: Systematischer Check

Wenn das Drahtlosnetzwerk des Routers korrekt eingerichtet ist, die Verbindungsaufnahme aber trotzdem scheitert, dann suchen Sie den möglichen Fehler systematisch.

1. In den meisten Fällen ist nur das WLAN-Passwort falsch eingegeben, etwa durch ein unpassendes Tastaturlayout.

2. Enthält das Passwort Sonderzeichen? Es kommt vor, dass die Firmware eines Routers oder eines Geräts einige Ascii-Zeichen nicht unterstützt. Als Bestandteil von WLAN-Kennwörtern tabu sind alle Formen von Klammern, das Dollar-, Prozent-, Ausrufe-und Nummernzeichen sowie Schrägstriche.

3. Ist ein MAC-Filter auf dem Router aktiv? Sehen Sie in den Sicherheitseinstellungen des WLANs auf dem Router nach, ob eine Liste für erlaubte MAC-Adressen neue Clients ausschließt.

4. Unterstützt der Client den gewählten Funkstandard? Bei Routern mit Dual-Band (5 GHz und 2,4 GHz) sollten Sie überprüfen, dass 2,4 GHz nicht versehentlich abgeschaltet wurde.

5. Wenn ein PC, Notebook oder Smartphone nicht ins WLAN kommt, dann testen Sie den Zugang mit einem zweiten Gerät. Oft ist die WLAN-Konfiguration in Ordnung, aber die Signalstärke reicht bei dem problematischen Client nicht mehr für die Anmeldung.

6. Um den WLAN-Router als Fehlerquelle auszuschließen, hilft ein alternativer Hotspot. Ein Smartphone oder Tablet mit Android genügt, denn Hotspot-Fähigkeiten bietet Android bereits seit Version 2.2. Gehen Sie in Android auf „Einstellungen -> Drahtlos & Netzwerke“. Einer der Unterpunkte lautet „Tethering und mobiler Hotspot“. Auch bei Apple-Geräten ab iPhone 4, iPads der dritten Generation und dem iPad Mini können Sie einen „persönlichen Hotspot“ in den Netzwerkeinstellungen konfigurieren. Wichtig ist, WPA2-Verschlüsselung (WPA2 PSK) für realistische Testbedingungen zu wählen.

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WLAN-Adapter: Windows will nicht

Ist der WLAN-Adapter unter Windows nicht auffindbar oder zeigt keine Reaktion, dann überprüfen Sie, ob das Funkmodul überhaupt eingeschaltet ist. Insbesondere bei Notebooks lässt sich das WLAN-Modul durch einen oft übersehenen Schalter und oder eine Funktionstaste ein-und ausschalten. Ob der Treiber für den Netzwerkadapter richtig installiert ist, erfahren Sie im Gerätemanager – am schnellsten über Strg-Pause und den Link „Geräte-Manager“. Kontrollieren Sie hier, ob die Hardware unter „Netzwerkadapter“ auftaucht. Tut sie das nicht oder ist der Eintrag mit Ausrufezeichen markiert, müssen Sie den Treiber installieren – entweder von der Original-DVD oder nach dem Download von der Hersteller-Website.

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Viel hilft viel? Nicht bei der Sendeleistung

Einige WLAN-Router können die Sendeleistung in Prozentschritten oder in Milliwatt (mW) anpassen. Wenn Clients in einer Ecke der Wohnung keine Verbindung bekommen, dann ist eventuell gerade eine zu große Sendeleistung das Problem. Ein hoher Pegel bedeutet nicht automatisch besseren Empfang – im Gegenteil: Interferenzen verstärken sich ebenfalls, und die Signalqualität kann sogar schlechter sein als bei geringerer Sendeleistung. Überprüfen Sie, falls vorhanden, die Router-Einstellungen zur Sendeleistung, und regeln Sie diese testweise herunter.

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Router: Admin-Zugriff im Notfall

Wie lautete das Passwort für die Administrationsoberfläche des WLAN-Routers? Damit wieder das Standardpasswort des Herstellers funktioniert, ist ein vollständiges Zurücksetzen der Router-Konfiguration nötig. Dazu müssen Sie bei den meisten Routern, ausgenommen der Fritzbox, den im Szene-Jargon „30/30/30-Reset“ genannten Kaltstart durchführen:

1. Sie schalten den Router ein und drücken 30 Sekunden lang die Reset-Taste auf der Rückseite. Bei vielen Geräten ist ein spitzer Gegenstand nötig, da der Schalter im Gehäuse versenkt ist.

2. Bei gedrückter Reset-Taste trennt man das Gerät vom Strom und hält die Reset-Taste für weitere 30 Sekunden.

3. Bei weiter gedrückter Reset-Taste stecken Sie das Gerät wieder an das Stromnetz. Nach weiteren 30 Sekunden lassen Sie die Reset-Taste schließlich los.

Router von Asus schalten nach diesem Reset erst in einen Recovery-Modus. Nach Schritt 3 trennen Sie Asus-Router deshalb nochmals von der Stromversorgung und schließen sie erst nach einigen Sekunden wieder an.

Die AVM Fritzbox kann Ihnen einen Zugangs-Link zusenden, falls Ihre Mailadresse in der Router-Konfiguration hinterlegt ist. Klicken Sie dazu auf der Weboberfläche auf „Kennwort vergessen?“ unterhalb der Kennwortabfrage und dann auf „Push Service Mail senden“. Ist keine Mailadresse hinterlegt, müssen Sie auch hier alles zurücksetzen. Das gelingt innerhalb der ersten zehn Minuten nach dem Start der Fritzbox auf der Weboberfläche über „Kennwort vergessen? -> „Werkseinstellungen wiederherstellen“.

Nach einem Router-Reset müssen Sie einen PC per Ethernet-Kabel mit dem Router verbinden, damit der PC per DCHP eine IP-Adresse bekommt. Danach erreichen Sie im Browser mit der IP-Adresse die Router-Konfiguration.

Die IP-Adresse des Routers wiederum erhalten Sie mit der Eingabecmd /k ipconfig im Ausführen-Dialog (Tastenkombination Win-R). Ipconfig meldet die Router-IP neben „Standardgateway“. Die bekannten Log-ins der werksseitigen Standardzugänge von Routern sind auf der Webseite www.routerpasswords.com zusammengetragen.

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