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So beheben Sie die nervigsten Software-Probleme

20.10.2011 | 14:01 Uhr |

Update-Nörgler, lahme Krücken und blinde Software-Passagiere – diese Tools strapazieren Ihre Nerven. Wir verraten Ihnen die besten Rezepte für die Anti-Nerv-Kur.

Wenn man von einem Programm vor allem den Ladebalken kennt oder man aus Angst vor dem nächsten Absturz schon ganz schwitzige Hände hat – spätestens dann nervt ein Tool. Aber nicht nur schlampig programmierte und Ressourcen-vertilgende Systembremsen strapazieren unsere Nerven. Ungebetene Software-Gäste, die sich im Fahrwasser beliebter Anwendungen einschleichen und Update-Nörgler, die ständig nach Aktualisierungen verlangen, nerven mindestens genauso. Selbst nützliche Software avancieren zu Nervensägen, wenn ihre Entwickler Sicherheits-Probleme nicht in den Griff bekommen und die Namen ihrer Programme somit einen festen Platz in den Negativ-Schlagzeilen gebucht haben.

Sie müssen Ihr Lieblingstool aber nicht gleich im digitalen Papierkorb entsorgen, nur weil es ein Plappermaul oder eine lahme Krücke ist. Mit den richtigen Kniffen machen Sie so manches Plappermaul mundtot und verwandeln eine lahme Krücke bisweilen in einen Sprinter. Blinde Software-Passagiere räuchern Sie einfach aus. Sicherheitsrisiken rücken Sie mit cleveren Helfern zu Leibe. Und wenn alles nichts mehr hilft und die Probleme überhand nehmen – wir verraten die besten Alternativen.

Nervt: Update-Terror

Ein bei Hackern beliebtes Einfallstor ist der Adobe Reader . Immer wieder nutzen Viren und Trojaner seine Schwachstellen aus, bis Adobe die Lücken mit einem Patch stopft. Dann beginnt das Katz-und-Maus-Spiel von neuem. Man darf Adobe aber zwei Dinge zugute halten: Die häufigen Angriffe resultieren auch aus der großen Verbreitung des PDF-Readers (dadurch wird er für Hacker attraktiv). Und zumindest einige frühere Probleme – etwa überladene und vollgestopfte Menüs – hat der Hersteller weitgehend bereinigt. Trotzdem: Für Update-Geplagte ist das ein schwacher Trost. Sie greifen zu Sumatra PDF oder PDF-XChange Viewer . Für das ebenfalls Sicherheitsleck-geplagte Flash gibt es keine Alternative – nur Konkurrenz mit deutlich geringerer Verbreitung. Sicherheitsbewusste können Flash-Inhalte im Browser aber blocken und nur bei Bedarf abspielen lassen – etwa mit dem Firefox-Addon FlashBlock . Gibt es auch für Google Chrome .

Nervt nicht: Update-Automatik anschalten

Alternativ installieren Update-Genervte den Secunia Personal Software Inspector (PSI) . Das kostenlose Tool überprüft regelmäßig die Festplatte auf veraltete Software und bietet meist auch den passenden Link zum Update-Download an. Das Besondere: Optional kümmert sich Secunia PSI automatisch um das Update. Dadurch verliert der Update-Terror viel von seinem Schrecken. Einziger Wermutstropfen: PSI versorgt längst nicht jede Software mit automatischen Updates. Mit dabei sind aber der Adobe Reader, Adobe Flash Player, 7-Zip, Java, Irfan View, FileZilla und Pidgin. Wechseln Sie nach der Installation in die Optionen, indem Sie am linken Rand auf „Configuration“ und dann auf „Settings“ klicken. Im Reiter „PSI Settings“ müssen Sie die obersten drei Checkboxen aktivieren: „Start the Secunia PSI on boot“, „Enable program monitoring“ und „Enable automatic program updates“. Wenn Sie für ein Plus an Kontrolle auf etwas Komfort verzichten wollen, aktivieren Sie auch „Prompt before running automatic program updates“. Dann bittet Sie Secunia PSI vor jedem automatischen Update nochmal um Erlaubnis.

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