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Smartphone, Tablet und Notebook urlaubfit machen

24.06.2014 | 09:01 Uhr |

Smartphone, Tablet oder Notebook im Urlaub? Keine Frage, na klar. PC-WELT zeigt, wie Sie Ihre Geräte sicher nutzen, die Daten schützen und die Kosten in den Ferien im Griff haben.

Das Wort „Ferien“ bedeutet freie Zeit oder Ruhe, doch Ruhe vor Smartphone, Tablet und Notebook wollen viele Menschen im Urlaub gar nicht mehr: Die Verbindung an die Außenwelt soll nicht verloren gehen, das IT-Equipment also muss mit. Im Prinzip stellt dies mit mobilen Geräten kein Problem dar, an ein paar Dinge gilt es aber zu denken.

Das beginnt bei der Geräte- und Datensicherheit, denn im Urlaub ist das Verlust- und Diebstahlrisiko meist deutlich höher. Außerdem möchten Sie vermutlich ins Internet, und das sicher und zu vertretbaren Kosten . Hinzu kommen praktische Aspekte wie der richtige Stecker oder die Akkulaufzeit. Schließlich können Sie keineswegs alle Daten dabei haben, dieses Problem löst der Fernzugriff auf das digitale Zuhause.

Die richtige Ausrüstung in die Ferien mitnehmen

Was also nimmt man mit? Die Antwort kann nur individuell ausfallen und hängt von den persönlichen Vorlieben, der Art des Urlaubs, den vorhandenen Geräten, der Nutzungsart sowie dem Reiseziel ab. Die Mitnahme des Telefons steht meist außer Frage, bei Tablet-PC und Notebook sieht es schon anders aus. Erstens braucht man sie nicht unbedingt, vieles lässt sich ja auch am Smartphone erledigen. Außerdem verfügt nur ein kleiner Teil solcher Geräte über eine Mobilfunkschnittstelle, die Kommunikation muss man gegebenenfalls über WLAN und/oder zusätzliche Hardware bewerkstelligen.

Neben der Netzspannung ist die Steckerform entscheidend für die Verwendungsmöglichkeit der deutschen „Schuko“-Stecker im Ausland: Adapter wie dieser Universalstecker helfen weiter.
Vergrößern Neben der Netzspannung ist die Steckerform entscheidend für die Verwendungsmöglichkeit der deutschen „Schuko“-Stecker im Ausland: Adapter wie dieser Universalstecker helfen weiter.
© Travel Star

Beim Standurlaub verkratzt das neue Smartphone leicht. Ein älteres Gerät bietet sich aber auch an, wenn die Urlaubsunterkunft keinen Safe hat. Dagegen lohnt sich ein neuer oder zusätzlicher Akku, Ersatzakkus gibt es bei Ebay und in anderen Online-Shops für viele Smartphones schon für ca. fünf Euro. Das sind zwar keine „Originalakkus“, doch die Replacements erfüllen durchaus ihren Zweck.

Digitale Gefahren im Urlaub vermeiden

Zuguterletzt muss man sich je nach Reiseland Gedanken um den passenden Stecker und ums Netzteil machen. Zunächst zur Spannung: Auf jedem Ladegerät und Netzteil ist die zulässige Eingangsspannung notiert. Steht dort etwa „Input: 100 – 240 V~“ bedeutet dies, dass es für Wechselspannung zwischen 100 und 240 Volt eignet, also auch für die USA mit 120 Volt und 60 Hz.

Davon unabhängig müssen Form und Größe des Steckers stimmen, schon in manchem Nachbarland stößt man hier förmlich an Grenzen. Informieren Sie sich am besten vor dem Urlaub, welchen Adapter Sie vor Ort benötigen. Einfache „Reisestecker“-Adapter kosten weniger als fünf Euro, die für mehr Länder passenden Universalstecker sind etwas teurer.

Dazu noch ein Tipp: Steht das Bücherlesen im Vordergrund, bietet sich ein Ebook-Reader an. Damit muss man keine schweren Bücher mitschleppen, der Reader selbst wiegt nur um 200 Gramm. Weil das E-Ink-Display dieser Lesegeräte völlig anders arbeitet als das eines Smartphones, lässt es auch im direkten Sonnenlicht hervorragend ablesen. Ebook-Reader wie das günstigste Kindle-Modell von Amazon kosten ab 50 Euro, neuer Lesestoff lässt sich am Reiseziel per WLAN aufs Gerät laden. Welches Lesegerät im aktuellen Vergleich am besten abschneidet, lesen Sie hier .

Ein Ebook-Reader wie dieser Amazon Kindle für knapp 50 Euro ist kein Ersatz für einen Tablet-PC, aber zum Lesen von Büchern im Urlaub definitiv die bessere Wahl.
Vergrößern Ein Ebook-Reader wie dieser Amazon Kindle für knapp 50 Euro ist kein Ersatz für einen Tablet-PC, aber zum Lesen von Büchern im Urlaub definitiv die bessere Wahl.
© Amazon

Hardware, Daten und persönliche Zugänge schützen

Ein Zugriffschutz, also das Blockieren jedes Gerätes über einen Code, ist absolute Pflicht. Android bietet dazu gleich mehrere Möglichkeiten, von denen die Sperre per (sicherem) Passwort die beste ist („Einstellungen -> Sicherheit -> Displaysperre -> Passwort“). Bei Apples aktuellem iOS 7.1 tippen Sie auf „Einstellungen -> Code“, geben zunächst einen Zahlen-PIN ein, schalten dann die Funktion „Einfacher Code“ aus und legen ein sicheres Passwort mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen fest. Falls gewünscht aktivieren Sie die Option „Daten löschen“: Sie bewirkt, dass sämtliche Daten auf dem iPhone bzw. iPad bei mehr als zehn falschen Code-Eingaben gelöscht werden. Verbieten Sie ferner der Spracherkennung Siri den Zugriff im Sperrzustand.

Checkliste: Das tun Sie bei Smartphone-Verlust

Eine gute Idee setzt die Sicherheits-App von Lookout um: Sie macht bei zu viel Fehlversuchen heimlich ein Foto mit der Frontkamera und sendet es an die im Smartphone hinterlegte Mail-Adresse.

Auch ein iPad und iPhone lässt sich statt nur mit dem vierstelligen Zahlen-PIN mit einem komplexen Passwort schützen.
Vergrößern Auch ein iPad und iPhone lässt sich statt nur mit dem vierstelligen Zahlen-PIN mit einem komplexen Passwort schützen.

Der Lockscreen, also das Entsperren von Display und Gerät, schützt noch nicht die gespeicherten Daten selbst. Dagegen hilft nur – wie beim PC auch – das Verschlüsseln . Während sämtliche Daten auf den mobilen Apple-Geräten automatisch verschlüsselt werden, sobald die Bildschirmsperre aktiviert ist, muss die Funktion bei Android über „Einstellungen -> Sicherheit -> Telefon verschlüsseln“ erst eingeschaltet werden. Außerdem lässt sich beim Google-Betriebssystem die Verschlüsselung nicht ohne Datenverlust rückgängig machen – erst das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen hebt die Verschlüsselung auf.

Schutz gegen Diebstahl und Verlust gewährleisten mittlerweile Apple und Google. Ist die Funktion „Mein iPhone suchen“ bzw. „Mein iPad suchen“ auf dem Mobilgerät unter „Einstellungen -> iCloud“ eingeschaltet, lässt es sich per Fernzugriff sperren sowie alle darauf gespeicherten Daten löschen. Der „Geräte-Manager“ von Google arbeitet ähnlich, bei älteren Android-Versionen müssen in der App „Google Einstellungen“ unter „Android Geräte Manager“ die beiden Funktionen „Remote-Ortung ... durchführen“ sowie „Remote-Sperre und Löschen zulassen“ aktiviert sein, damit man sein vermisstes Gerät wieder aus der Ferne über den Android Geräte Manager sperren und löschen kann. Beim aktuellen Android ist keine App-Installation oder Anpassung erforderlich.

Dessen ungeachtet ist ein Backup wichtiger persönlicher Daten vom Mobilgerät zu empfehlen, beim iPhone oder iPad über iCloud (5 GByte Online-Speicher sind gratis) oder lokal über iTunes . Bei Android-Geräten lassen sich viele Einstellungen ebenfalls synchronisieren und automatisch sichern. Weitergehende Möglichkeiten bieten die App Helium Backup sowie die PC-Software MyPhoneExplorer .
 
Tipps und Tools gegen Notebook-Diebstahl
 
All diese Schutzmaßnahmen gelten auch fürs Notebooks: Die Benutzerkonten und damit der gesamte PC gehören mit einem sicheren Passwort geschützt, die Datenverschlüsselung übernimmt ein Tool wie TrueCrypt , die Datensicherung erledigt unter anderem Personal Backup .

Im zweiten Teil des Ratgebers erfahren Sie, wie Sie per WLAN oder Mobilfunk günstig und sicher im Internet unterwegs sind

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