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Mobiles Internet als Trendsetter

16.06.2008 | 09:38 Uhr |

Die Nachfrage nach PDAs geht laufend zurück, Smartphones mit zusätzlichen Funktionen wie Telefonieren und E-Mail-Versand werden dagegen immer beliebter. Wir stellen einige neue Modelle vor.

von Heide Witte

"Hi, ich überlege, mir noch einmal einen Handheld zuzulegen. Vor ein paar Jahren hatte ich einmal einen Palm III und war eigentlich ganz zufrieden damit. Nun wurde mir im Media Markt gesagt, es gebe im Prinzip gar keine Palm-Handhelds mehr", so ein Posting in einer Newsgroup Anfang Februar 2008. Das ist richtig, sagen Marktforscher. Das Interesse an Geräten mit mobilen Adress- und Terminverwaltungen ist laut IDC zwar weiterhin hoch, doch zusätzliche Funktionen, unter anderem die Möglichkeit des Telefonierens oder des E-Mail-Versands, sind das K.o.-Kriterium beim Kauf. Die Nachfrage nach PDAs ohne Telefonfunktion gehe bereits seit Ende 2003 kontinuierlich zurück.

Fast jeder Handy-Hersteller hat deshalb Smartphones im Angebot. Allerdings ist es um neue Smartphone-Modelle auf der CeBIT nicht gerade üppig bestellt - vor allem aus dem Symbian-Lager. Zu sehen waren einige neue Geräte an den Ständen von Mobilfunk-Providern wie Vodafone oder T-Mobile. Viele Hersteller glänzten indes durch Abwesenheit. Nokia und Samsung waren schon 2007 nicht dabei und sind auch in diesem Jahr nicht dabei gewesen. Auch der Mobilfunkkonzern O2 sagte ab. Ein Grund für die CeBIT-Abstinenz: Kurz vor Eröffnung der CeBIT 2008 fand mit dem 3GSM World Congress in Barcelona die weltweit wichtigste Messe für den Mobilfunkmarkt statt.

Business braucht Netzzugang
Der wichtigste Umsatzmotor heißt für die Branche "Mobiles Internet". Laut der aktuellen Telco-Trend-Studie von Steria Mummert Consulting setzen 56,5 Prozent der befragten Experten das Handy-Web auf Platz eins der Mobilfunkdienste, gefolgt von SMS (54 Prozent), Mobile Office (50,8) und Sprachdiensten (44,4). Besonders gefragt sei das Kriterium Netzzugang bei Business-Kunden, die unterwegs E-Mail, Adress- und Kalenderverwaltung nutzen wollen. Ende 2007 besaßen bereits mehr als zehn Millionen Deutsche ein UMTS-fähiges Gerät, so die Studie. Beim mobilen Internet heißt das Zauberwort High Speed Downlink Packet Access (HSDPA). Damit ist es möglich, ein Bild mit einer Datengröße von 1 MB in nur 0,2 Sekunden herunterzuladen. Zum Vergleich: Mit GPRS (General Packet Radio Service) dauert es 3,20 Minuten, mit Edge (Enhanced Data Rates for GSM) 0,50 Minuten", rechnet Günther Ottendorfer, Geschäftsführer T-Mobile Deutschland, vor. Die Trendsetter, die auf der CeBIT zu sehen waren, zeichnen sich denn auch durch einen schnellen Internet-Zugang aus: Die zunehmende UMTS-Breitband-Versorgung macht Download-Raten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde möglich - mehr als dreimal so schnell wie mit einem gängigen DSL-Festnetzanschluss. Auch das Versenden von Daten soll in Zukunft flächendeckend schneller vonstatten gehen: Die neue HSUPA-Technik (High Speed Uplink Packet Access) beschleunigt Upstreams auf bis 1,45 Mbit pro Sekunde.

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