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Smartphone rundum neu: Gehäuse, Hintergrund, Theme anpassen

03.10.2016 | 09:44 Uhr |

Sie finden Ihr altes Handy langweilig? Dann verpassen Sie ihm eine Frischzellenkur! Wir zeigen Ihnen, wie Sie aus Ihrem alten Knochen ein schickes „neues“ Gerät machen.

Mit jedem Smartphone-Modell bringen die Hersteller auch neue schicke Farben heraus, etwa „Roségold“, „Shimmery White“ oder „Electric Blue“. Außerdem kommt meist auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche mit modernen Icons hinzu. Doch um in den Genuss des überarbeiteten Stylings zu kommen, müssten Sie sich jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen!

Statt nun aber Unsummen für neue Mobilgeräte auszugeben, können Sie Ihrem Smartphone auch selbst eine Frischzellenkur verpassen, indem Sie es mit einfachen – und günstigen! – Mitteln aufhübschen.

Gehäuse: Andere Farbe und gepimptes Display

Der einfachste Weg, um dem Gehäuse Ihres Smartphones einen anderen Look zu verpassen, ist eine neue Rückseite. Diese lässt sich aber nur bei wenigen Modellen austauschen, und die Alternative, nämlich ein Case, macht ein Smartphone leider auch größer. Praktischer sind da sogenannte Skins, also Klebefolien, die Sie einfach auf der Rückseite Ihres Mobilgeräts anbringen. Beispielsweise gibt es bei http://designskins.com Folien mit oder ohne Struktur, die sich preislich zwischen 6 und 15 Euro bewegen. Sie haben zum Teil sogar die Möglichkeit, ein selbst entworfenes Muster oder Foto auf Folie zu bannen.

Mit einer Design-Displayfolie wie der „Stardust“ von Crocfol können Sie das Äußere Ihres Smartphones sehr einfach hübsch aufpeppen.
Vergrößern Mit einer Design-Displayfolie wie der „Stardust“ von Crocfol können Sie das Äußere Ihres Smartphones sehr einfach hübsch aufpeppen.

Aber nicht nur die Rückseite des Smartphones lässt sich verschönern. Auch dem Display können Sie neuen Glanz verpassen – mit der Displayfolie „Stardust“ von Crocfol im wahrsten Sinne des Wortes. Die Folie lässt das Display glitzern, sofern es ausgeschaltet ist. Im Betrieb wird die Folie klassisch durchsichtig, sodass Sie mit dem Smartphone wie gewohnt arbeiten können, ohne beeinträchtigt zu werden. Das Modell „Magic Switch“ von Crocfol funktioniert ebenfalls nur bei ausgeschaltetem Bildschirm und verwandelt diesen dann in einen Schminkspiegel.

Siehe auch: Die besten Android-Smartphones im Test

Hintergrundbild: Abwechslungsreich im Einsatz

Mit einem neuen Hintergrundbild bringen Sie schon frischen Wind auf Ihr Smartphone. Dabei können Sie aus dem Internet geladene, selbst aufgenommene oder bereits vorhandene Fotos des Herstellers verwenden. Um ein Bild einzustellen, tippen Sie lange auf eine leere Fläche des Startbildschirms. Daraufhin gelangen Sie in ein Menü, über das Sie Widgets, Designs und eben die Hintergrundeinstellungen bestimmen können. Übrigens: Die Bezeichnungen und die Einstellmöglichkeiten können sich von Gerät zu Gerät unterscheiden. Sony bietet etwa vier Optionen („Widgets & Apps“, „Hintergrund“, „Designs“ und „Starteinstellungen“), bei HTC setzen Sie das Hintergrundbild dagegen in den Einstellungen unter „Personalisieren“ ein. Wählen Sie die Option „Hintergrund“ oder ähnlich, haben Sie im nächsten Bildschirm die Möglichkeit, die Bildquelle auszuwählen. Hier stehen Ihnen Ihr Album mit den selbst aufgenommenen Bildern oder eventuell heruntergeladene Live-Hintergründe – also Hintergründe, die mit Effekten aufwarten – zur Auswahl. Außerdem bieten die Hersteller auch eigene Designs für den Hintergrund an, die Sie ebenfalls verwenden können.

Lange tippen, Bildquelle wählen, richtiges Bild finden – und schon haben Sie einen neuen Hintergrund.
Vergrößern Lange tippen, Bildquelle wählen, richtiges Bild finden – und schon haben Sie einen neuen Hintergrund.

Übrigens bieten einige Nutzeroberflächen zusätzliche Hintergrundfunktionen in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Anzeige“ oder „Display“. Bei Samsungs Oberfläche Touchwiz beispielsweise stellen Sie dort nicht nur den normalen Hintergrund ein, sondern auch das Bild des Sperrbildschirms.

Bedienoberfläche: Neuer Look dank Themes

Eine komplett neue Optik des Betriebssystems erreichen Sie mit einem Theme. Themes ziehen sich wie ein roter Faden vom Sperrbildschirm bis ins Einstellungsmenü durch, womit alles in den gleichen Farben und im gleichen Design erscheint. HTC liefert Ihnen ein solches Feature in der eigenen Nutzeroberfläche Sense mit. In den Einstellungen unter „Personalisieren“ im Punkt „Szenen“ finden Sie verschiedene Designs, die unter anderem Apps und Widgets gleich auf den Startbildschirm legen, die zu einem Thema wie etwa „Arbeit“ passen. Bei Sony finden Sie die „Designs“ genannten Themes, wenn Sie lange mit dem Finger auf eine freie Stelle auf dem Homescreen tippen.

Ein Theme verändert nicht nur den Hintergrund, sondern tauscht auch die Symbole und Bedienelemente aus.
Vergrößern Ein Theme verändert nicht nur den Hintergrund, sondern tauscht auch die Symbole und Bedienelemente aus.

Besonders viele Themes, die für alle Smartphones nutzbar sind, beinhaltet der beliebteste Android-Launcher Go Launcher Ex. Er ersetzt die Standard-Nutzeroberfläche Ihres Smartphones – aber keine Angst, nach Entfernen der Anwendung ist alles wieder beim Alten.

Nach der Installation finden Sie auf dem Startbildschirm das Icon „Thema“ beziehungsweise „Themes“, mit dem Sie in den Go Store mit kostenlosen und kostenpflichtigen Themes gelangen. Haben Sie sich von dort Themes besorgt, finden Sie diese, indem Sie lange auf eine freie Fläche des Homescreens drücken und dann unter „Thema“ auf das grüne Herunterladen-Icon ganz rechts oben tippen. Tippen Sie auf das gewünschte Theme, und bestätigen Sie mit „App“. Nun können Sie die Homescreens anpassen.

Klingelton: Weg mit den Standard-Tönen!

Die meisten Standard-Klingeltöne nerven auf Dauer. Lassen Sie Ihr Smartphone doch bei einem Anruf eines Ihrer Lieblingslieder spielen! Haben Sie noch keine Musik auf Ihrem Smartphone, machen Sie dies wie folgt: Schließen Sie Ihr Gerät via USB an den Computer an, und erlauben Sie – falls nötig – den Speicherzugriff über die Benachrichtigungsleiste. Sobald Ihr PC das Smartphone erkannt hat, öffnet sich in der Regel ein Fenster zur „Automatischen Wiedergabe“, in dem Sie „Ordner öffnen“ auswählen. Somit gelangen Sie auf den Speicher des Gerätes. Alternativ können Sie den Speicher auch wie gehabt über den vergebenen Laufwerkbuchstaben öffnen.

Schieben Sie nun die MP3-Dateien in den Ordner „Music“ auf der obersten Ebene des internen Speichers beziehungsweise der Micro-SD-Karte. Ist der Ordner nicht vorhanden, erstellen Sie ihn. Die Musikdateien – einzeln oder in Ordnern –werden automatisch im Musikplayer angezeigt.

Wählen Sie statt eines Standardklingeltons des Herstellers Ihren Lieblingssong als Sound, dann macht das auch ein älteres Smartphone wieder etwas interessanter.
Vergrößern Wählen Sie statt eines Standardklingeltons des Herstellers Ihren Lieblingssong als Sound, dann macht das auch ein älteres Smartphone wieder etwas interessanter.

Befindet sich Ihr Lieblingssong nun auf dem Androiden, starten Sie die Musikplayer-App. Sollten Sie keinen Player installiert haben, laden Sie sich aus dem Google Play Store einen herunter. Im Kontextmenü jedes Songs finden Sie nun die Option „Als Rufton festlegen“ oder ähnlich. Das Menü rufen Sie entweder über drei Punkte oder durch langes Tippen auf den Titel auf.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann auch häufigen Anrufern jeweils einen eigenen Song zuweisen. So erkennen Sie gleich am Klingelton, wer anruft! Beispielsweise kann Sie Wagners Walkürenritt vor der Schwiegermutter warnen, dagegen Roland Kaisers „Sieben Fässer Wein“ darauf hinweisen, dass Sie den Anruf des besten Kumpels besser annehmen sollten.

Neues Betriebssystem: Custom-ROM macht’s möglich

Einen kompletten Rundumschlag hinsichtlich Betriebssystem und Optik machen Sie mit dem Aufspielen eines Custom-ROMs, einer speziellen angepassten Android-Version, die den Funktions-umfang Ihres Mobilgeräts erweitert und ihm im besten Fall auch ein hübscheres Äußeres verpasst. Der Klassiker auf diesem Gebiet ist Cyanogenmod , ein Custom-ROM, das für viele, auch ältere Smartphones zur Verfügung steht. Cyanogenmod ist zudem einfach zu installieren und hat eine große Community, die bei Fragen und Problemen gerne hilft.

Schnäppchen-Smartphones auf dem MWC 2016
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