Smartphone-Vergleich

Droid vs. iPhone - wer ist besser?

Montag den 16.11.2009 um 17:59 Uhr

von PCWorld.com

Motorola Droid: iPhone-Konkurrent?
Vergrößern Motorola Droid: iPhone-Konkurrent?
© 2014
Das Android-Smartphone Motorola Droid gegen das Apple iPhone: Wo stehen diese beiden Smartphones im Vergleich?
Wir haben für Sie eine Funktions- und Eigenschaftenliste zusammengestellt und dabei die wichtigsten Funktionen der beiden Smartphones Droid ( das in Deutschland unter dem Begriff Milestone verkauft wird ) und iPhone unter die Lupe genommen.

Hardware - Android geht als Sieger hervor

Das Droid, ausgestattet mit einer 5-Megapixel-Kamera, einer ausfahrbaren Tastatur und einem großen Display, gewinnt diese Runde. Das Droid verfügt über eine abnehmbare und somit austauschbare Batterie, was sich letztendlich als wichtiger herausstellen dürfte als sich anfangs vermuten lässt. Über die ausfahrbare Tastatur als Pluspunkt lässt sich allerdings streiten, denn viele Nutzer bevorzugen die Touchscreen-Tastatur des iPhones.

Betriebssystem - ein Sieg für das Android?

Werfen Sie einen genauen Blick auf das Betriebssystem Android 2.0, dürfte es nicht schwierig zu erkennen sein, dass es besser als Apples iPhone OS ist. Das Android ist vollkommen Multitasking-fähig. Apple hingegen bietet diese Funktion nur für Anwendungen, die permanent am unteren Bildschirmrand erscheinen. Der eigentliche Sinn dieser Funktion hängt allerdings von den einzelnen Anwendungen für jedes der beiden Betriebssysteme ab.

Derzeit gilt das Android als das bessere der beiden Smartphone-Betriebssysteme, wobei es noch zu früh ist, eine endgültige Aussage zu treffen. Apple könnte zwischenzeitlich noch so einige maßgebliche Veränderungen vornehmen und somit die Partie für sich entscheiden.

Anwendungen - iPhone geht als Sieger hervor

Einer von Elvis Albumtitel könnte auch "100.000 iPhone-Anwendungen können sich nicht irren!" lauten. Und tatsächlich, für das iPhone sind derzeit zehnmal so viele Anwendung wie für das Android verfügbar. Doch: Das könnte sich bald ändern, denn für das Android bedarf es sicherlich keiner 100.000 Anwendungen, um es mit dem iPhone aufzunehmen.

Das Android unterstützt Microsoft Exchange Server, was für viele Business-Nutzer interessant sein dürfte. Nutzer von Google-Anwendungen dürften ohnehin am Android interessiert sein, wobei es kein Problem ist, Nachrichten von Googlemail auf das iPhone weiterleiten zu lassen.

Die Einführung von Googles neuem Navigations-Diensts, der bislang nur für Android zur Verfügung steht, erweckt den Anschein, dass Google erstmal nur Anwendungen für das eigene Betriebssystem entwickelt.

Vorerst gewinnt das iPhone die Schlacht um die Anwendungen. Google und die Android-Entwicklergemeinde könnten diese Etappe innerhalb der nächsten 1 bis 1,5 Jahren jedoch neutralisieren. Der Mangel an verfügbaren Anwendungen verringert allerdings erstmal das Interesse am Android.

Der Naturhaushalt - das iPhone gewinnt

iTunes Music sowie App Store gelten als unglaubliche Pluspunkte für das iPhone. Google könnte es zwar mit Apple aufnehmen, doch hält sich bislang zurück, da das Unternehmen nicht am Verkauf von Musik, Videos oder Anwendungen interessiert ist. Apple nutzt diese Schwäche strategisch für sich.

Kontrollzwang - Android gewinnt

Apples größte Stärke ist Steve Jobs Eigenschaft als Kontroll-Freak. Google hingegen setzt auf eine offenes System. Außerhalb der Handy-Welt schlägt Freiheit oftmals den Totalitarismus, selbst wenn es etwas dauert. Googles Entscheidung nicht auf den Verkauf von Anwendungen Einfluss zu nehmen und stattdessen auf eine offene Entwicklungsumgebung zu setzen, könnte sich in Gewinnanteilen äußern. Apple hingegen behält sich das Recht vor, Produkte zu entwickeln und auf ein genaues Auge auf den Prozess zu werfen. Genau wie das iPhone gilt Macintosh als Ergebnis von Aufmerksamkeit und Kontrolle.

Das Fazit

Das Droid gilt schon jetzt als attraktiver Handapparat. So spannend wie das Droid allerdings auch sein mag, sollten Sie sich in nächster Zeit für ein Smartphone entscheiden, greifen Sie lieber auf das iPhone zurück - allein schon aufgrund der verfügbaren Anwendungen. Eine endgültige Entscheidung lässt sich allerdings erst dann treffen, wenn für das Droid deutlich mehr Anwendungen erhältlich sind. Gleichzeitig muss Apple die Hardware konkurrenzfähiger machen.

Montag den 16.11.2009 um 17:59 Uhr

von PCWorld.com

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