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Smarte Netzwerk-Gadgets

09.12.2013 | 11:09 Uhr |

Nützliches, Verspieltes und Sinnfreies – aber alles garantiert mit Freak-Faktor: Diese ausgefallenen Geräte und Hardware-Ergänzungen für das Netzwerk lösen auch solche Probleme, von deren Existenz Sie bisher nichts wussten.

Tester für Netzwerkkabel

Strippen ziehen ist mittlerweile nicht mehr nur das Feld von Profis. Wer ein neues Heim bezieht, nimmt die Sache oft selbst in die Hand oder lässt sich besser gleich bauordnungskonforme Kabelkanäle (VDE 0100) für die spätere eigene Verkabelung vorverlegen. Zur Verkabelung durch die Wand oder über ein Stockwerk machen sich Kabeltester schon bei wenigen Netzwerkkabeln bezahlt, da diese die Funktion testen, alle Adern prüfen und mit dem Gegenstück die Identifikation am anderen Ende vereinfachen. Tester gibt es bei Amazon ab 10 Euro plus Versand.

Marker und beschriftete Kabelbinder
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© Amazon

Marker und beschriftete Kabelbinder

Eine praktische kleine Bastelei bändigt den wilden Wuchs von Netzwerkkabeln. Kabelmarker, einleuchtend beschriftet oder zusätzlich noch mit Farbcodierung, sorgen für Ordnung. Zwei Produkte haben sich in der Praxis gut bewährt und bieten für wenig Geld eine große Hilfe bei Verkabelung und Fehlersuche.

Marker und beschriftete Kabelbinder
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© Amazon

Cablebugs: Die bunten, eckigen Plastikhülsen lassen sich auf Netzwerkkabel bis sieben Millimeter aufklemmen und mittels Etiketten beschriften. 40 Stück kosten rund 10 Euro, plus Versandkosten (etwa bei Amazon ).
Kabelbinder plus Etiketten: Selbstbaulösungen aus Tesafilm für die Beschriftung halten oft nicht lange. Besser sind fertige Kabelbinder, die Sie mit einem wasserfesten Marker beschriften können. 100 Stück sind bei Amazon ab 4 Euro plus Versand zu haben.

Haustechnik mit Ninja Blocks
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© ninjablocks.com

Haustechnik mit Ninja Blocks

Die Hausautomatisierung mit Steuerung über ein WLAN muss nicht teuer und kompliziert ausfallen: Ninja Block sind netzwerkfähige Kleingeräte, die sich modular mit verschiedenen Sensoren verwenden lassen – mit Bewegungsmelder, Licht-, Temperatur-, Feuchtigkeits- und Schallsensor. Was als Bastelprojekt begann, holte sich auf der Schwarmfinanzierungsplattform Kickstarter das nötige Entwicklungsbudget. Die Geräte sind inzwischen bei Version 2.0 angekommen und bringen USB und 802.11b/g/n mit. Für den Zugriff aus der Ferne gibt es eine neue API für einen optionalen Cloud-Dienst, bei dem die Daten über einen Cloud-Server abgefragt werden. Dort lassen sich auch Wenn-Dann-Aktionen vordefinieren. Gegenüber teuren professionellen Lösungen ist die Hardware der Ninja Blocks ist komplett offengelegt und kann ohne große Programmierkenntnisse genutzt werden, um Raume und Häuser zu überwachen. Ein Komplettes Starter-Set kostet auf http://ninjablocks.com derzeit (Juni 2013) 199 US-Dollar. Hinzu kommen noch Versand- und Zollgebühren für die Einfuhr nach Deutschland.

Teufel Raumfeld Connector
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© teufel.de

Teufel Raumfeld Connector

Eine Streaming-Box nicht größer als ein Router: Unter dem Label „Raumfeld“ bietet der deutsche Hersteller Teufel High-End-Produkte für die Anbindung von Audio-Streams an die Stereoanlage. Ein Einsteigerprodukt für 199 Euro, das sich in ein bestehendes Hi-Fi-Setup einklinkt, ist der Teufel Raumfeld Connector. Auf der einen Seite verbindet sich die Box per LAN-Kabel mit dem Netzwerk, auf der anderen steht ein RCAAnschluss für die Stereoanlage bereit. Als Quelle kommen NAS- und USB-Speicher, DLNA- und UPnP-Server in Frage, zur Steuerung gibt es eine App für Android und iOS.

WLAN für die Digitalkamera
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© Toshiba

WLAN für die Digitalkamera

Ein integriertes WLAN-Modul findet sich erst bei neueren System- und DSLR-Kameras für den semi-professionellen Einsatz. Eine andere Möglichkeit zum Nachrüsten bieten universelle WLAN-Module, die in den SD-Kartenschlitz passen: Eine überzeugende und einfache Lösung von Toshiba ist die SDHC Flash Air, die einen eigenen Hotspot aktiviert, aber auch als normale 8-GB-Speicherkarte arbeitet. Mit einem beliebigen WLAN-fähigen Gerät kann man sich aus kurzer Entfernung von wenigen Metern per Ad-Hoc-Netzwerk und WEP, WPA und WPA2 mit der Karte verbinden. Die gespeicherten Bilder lassen sich dann im Webbrowser öffnen, und eine optionale Android-App sorgt für die bequeme Ad-Hoc-Verbindung. Die Karte kostet etwa 36 Euro zuzüglich Versand .

Kleidung mit WLAN-Sensor
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© thinkgeek.com

Kleidung mit WLAN-Sensor

Geeks, denen der praktische Nutzwert zweitrangig ist, empfiehlt sich ein tragbarer WLAN-Sensor mit einer leuchtenden Anzeige für die Signalstärke von nahen Drahtlosnetzen. „Tragbar“ meint hier wörtlich einen WLAN-Monitor als Kleidungsstück. Beim Ausrüster Think Geek gibt es Baseball-Mützen und T-Shirts mit aufgedrucktem WLAN-Sensor. Je stärker das Signal ist, desto mehr Balken leuchten. Der Sensor auf den Textilien ist batteriebetrieben und reagiert auf 2,4-GHz-Funknetzwerke (802.11b/g/n). Ein T-Shirt gibt es ab 26,99 US-Dollar. Wer schon die Kreditkarte zückt, sei gewarnt: Beim Versand aus den USA schlägt der Zoll zu.

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