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Smarte Hausgeräte auf der IFA 2013

08.09.2013 | 10:42 Uhr

Die neueste Generation an Hausgeräten verbindet Energieeffizienz, gesundes Kochen und Langlebigkeit – verpackt in edlem Design mit komfortabler Bedienung.

Edel, nachhaltig und smart – so lassen sich die wichtigsten Trends bei Hausgeräten auf den Punkt bringen. Die Hersteller setzen auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, gesundes Kochen, Wellness und hohen Alltagsnutzen. Alles verpackt in einem gefälligen Design mit edlen Materialien und leichter Bedienung. Neben dem klassischen Weiß stehen oft auch Alternativfarben zur Auswahl. Vernetzte Haushaltsgeräte Immer mehr Haushaltsgeräte brüsten sich mit dem Attribut „Smart“, also schlau. Die Zutaten für smarte Systeme sind heute allgegenwärtig: Man hat fast überall Internetzugang und WLAN zur Verfügung, und es sind komfortable Schnittstellen zu Smartphones und Tablets vorhanden – all dies begünstigt die Verbreitung von smarten Geräten im persönlichen Wohnumfeld. Davon profitieren Sie als Nutzer im Alltag auf vielfältige Weise. Die offensichtlichsten Vorteile der smarten Geräte im Haushalt sind mehr Information, Kommunikation sowie ein Plus an Bedienkomfort und Sicherheit. Licht oder Wärme, aber auch Kühlschrank oder Backofen sind vernetzt und lassen sich über Apps steuern. Der Nutzer kann leicht Statusinformationen abrufen, ein anderes Programm wählen oder nachsehen, wie lange ein bestimmter Vorgang noch dauert. Die Systeme steuern auch die Kommunikation einzelner Geräte untereinander, beispielsweise zwischen Kochfeld und Dunstabzug.

Saubere und leise Geräte

Mehr Hygiene durch High-Tech-Materialien sowie geringere Geräuschemissionen sind weitere Pluspunkte der jüngsten Gerätegeneration. Ob große Hausgeräte wie Wasch- oder Spülmaschine, Kühlgerät, Froster, Kochfeld und Dunstabzug oder Elektro-Kleingeräte zur Speisenzubereitung – in allen stecken technische Neuentwicklungen, die den täglichen Einsatz und die Reinigung der Geräte verbessern und etwa Bakterienwachstum hemmen. Angesagt sind etwa antibakterielle Türdichtungen und Waschmittelschubladen oder die Bedampfung der Wäsche gegen Allergene und Programme speziell für Allergiker und Babywäsche. Ruhig laufende Motoren mit dynamischer Ansteuerung reduzieren das Betriebsgeräusch. Da immer mehr Hausgeräte in Wohnküchen zum Einsatz kommen, hat man von leise arbeitenden Elektrogeräten jeden Tag aufs Neue etwas.

Flüsterleise Staubsauger sind einer der IFA-Trends.
Vergrößern Flüsterleise Staubsauger sind einer der IFA-Trends.
© AEG

Clevere Konstruktionsänderungen

Geschickte Verbesserungen bei der Gerätekonstruktion bringen etwa im Bereich Waschmaschinen und Trockner neue Impulse: So haben die Hersteller an den Trommeln im Inneren der Geräte getüftelt. Bei den neuesten Modellen wurden etwa Beschaffenheit, Form und Material der Oberfläche und der Mitnehmer sowie die Bewässerungslöcher optimiert, ebenso die Vermischung von Wasser und Waschmittel sowie die Einspülung ins Innere. In Verbindung mit einer dynamischen Rotationssteuerung zum gewählten Waschprogramm wird die Wäsche während des Reinigungsvorgangs mechanisch geschont und kommt vorgeglättet aus der Maschine. Auch moderne Wäschetrockner mit ihren Auffrischungsfunktionen profitieren von neu konstruierten Trommeln, etwa durch eine bessere Luftzirkulation.

Runter mit dem Stromverbrauch

Deutliche Optimierung beim Energieverbrauch ist ein weiterer Trend der IFA in diesem Jahr. Energie ist ein kostbares Gut – teuer und zunehmend knapper. Deshalb ist es wichtig, damit sparsam umzugehen. Im Durchschnitt vier Elektro-Großgeräte stehen in jedem der rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland. Sie waren bislang für ungefähr ein Drittel des privaten Stromverbrauchs verantwortlich. Die auf dem IFA-Gelände vorgestellten Geräte aus den Bereichen Kochen, Kühlen, Gefrieren, Waschen, Trocknen und Geschirrspülen sind auf einen geringen Stromverbrauch hin getrimmt. Moderne Kühlgräte verfügen dazu etwa über neue Wärmeisolier-, Belüftungs- und Steuerungssysteme, die den Strombedarf senken. Das Energie-Label auf jedem Gerät sorgt für Transparenz, sodass der Verbraucher vergleichen und das für seine Ansprüche optimale Modell auswählen kann. Das Sparpotenzial ist dabei beträchtlich: Ein Gerät in Klasse A++ verbraucht rund 25 Prozent weniger Energie als ein A+-Gerät, von A+ zu A+++ beträgt die Einsparung sogar rund 50 Prozent.

Sparsam und stark

Ein weiteres Beispiel sind die neuen Geschirrspüler: Sie haben sich zu Wasser- und Energiesparweltmeistern entwickelt. Mit deutlich unter zehn Litern Wasser wird Geschirr gereinigt, klargespült und danach schonend getrocknet. Dafür ist jede Komponente von der Dosierung des Spülmittels über Heizung, Pumpe, Filter, Sprüharm, Korb und Sensoren aufeinander abgestimmt. Die effektive und sichere Wärmezufuhr per Induktion erobert nach dem Kochfeld auch den Backofen. Ein spezieller Induktionseinsatz mit integrierter Heizspirale setzt die Energie zum Backen und Braten um. Ebenfalls neu bei den Kochgeräten ist das vakuumierte Dampfgaren, bei dem die Lebensmittel in Plastikbeuteln eingeschweißt bei niedrigen Temperaturen schonend gar werden. Wird bei der Zubereitung kleiner Speisemengen nicht der komplette Garraum benötig, erlaubt ein Garraumteiler die separate Nutzung des oberen oder unteren Bereichs – ein besonders einfacher Trick, der Strom einspart. Die Energieeffizienz wird auch beim Dunstabzug durch leise Motoren und hohe Wirkungsgrade groß geschrieben. Neu sind im Küchenmobiliar komplett versenkbare Abzugssysteme, die bei Bedarf herausfahren und Kochdünste rasch absaugen. Selbst kleinere Einsparungen bei Haushaltsgeräten können da im Laufe der Zeit einen großen Unterschied machen. Es lohnt sich also in vielen Fällen, ein ineffizientes Altgerät auszutauschen.

Wärme zurückgewinnen

Einen technologischen Sprung haben Wäschetrockner gemacht. Moderne Geräte blasen die Abluft nicht unmittelbar nach außen, sondern nutzen einen Teil der Restwärme im Abluftstrom erneut fürs Trocknen. Spitzenreiter in puncto Energieeffizienz ist übrigens die Wärmepumpentechnologie.

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