VoIP

Skype Alternativen

Dienstag den 03.04.2012 um 09:15 Uhr

von Thorsten Eggeling

Skype-Alternativen nutzen
Es muss nicht immer Skype sein. Auch andere Dienste bieten neben dem Chat eine Videoübertragung an. Ein Beispiel dafür ist der Windows Live Messenger. Das Programm ist Bestandteil der kostenlosen Windows Live Essentials . Sie benötigen dafür eine Windows-Live-ID, die Sie nach einer Registrierung über www.live.com erhalten. Nach dem Start des Programms nehmen Sie Ihre Gesprächspartner über „Hinzufügen“ in die Kontaktliste auf. Klicken Sie im Anschluss daran auf einen Eintrag in der Kontaktliste und wählen Sie im Menü „Videounterhaltung starten“. Nachdem der Gesprächspartner den Anruf akzeptiert hat, wird die Verbindung aufgebaut. Kamera, Audioausgabe und Mikrofon-Eingang lassen sich über die Symbole am oberen Fensterrand konfigurieren.
Auch der Windows Live Messenger bietet Gelegenheit zum
Video-Chat. Klicken Sie dazu auf einen Kontakt und wählen Sie im
Menü „Videounterhaltung starten“.
Vergrößern Auch der Windows Live Messenger bietet Gelegenheit zum Video-Chat. Klicken Sie dazu auf einen Kontakt und wählen Sie im Menü „Videounterhaltung starten“.

Auch Google bietet einen Video-Chat an. Dazu benötigen alle Teilnehmer ein Benutzerkonto bei Google. Die kostenlose Registrierung erfolgt über die Seite www.google.de . Außerdem müssen Sie das Video- und Sprach-Plug-in herunterladen und installieren. In Google Mail können Sie dann im Chat-Bereich auf der linken Seite Gesprächspartner einladen. Nachdem diese die Einladung jeweils bestätigt haben, öffnet sich das Chat-Fenster. Über die Symbole am oberen Rand des Fensters starten Sie einen Video- oder Sprachanruf. Der andere Teilnehmer muss den Anruf erst annehmen, damit die Verbindung aufgebaut wird. Sollte die Video- oder Tonübertragung nicht funktionieren, gehen Sie auf das Zahnradsymbol rechts oben im Fenster, danach auf „E-Mail-Einstellungen“ und „Chat“. Hier können Sie dann die richtigen Einstellungen für Kamera, Mikrofon und Lautsprecher vornehmen.

Datenschutz und Sicherheit bei Skype & Co
Bei Skype und anderen Chat-Programmen tauchen immer wieder Sicherheitslücken auf. Viele Nutzer haben umfangreiche persönliche Daten in ihren Profilen abgelegt. Das macht die Dienste zu einem bevorzugten Angriffsziel für Hacker, die diese Daten ausspionieren wollen. Daher ist es wichtig, die Software stets auf dem aktuellen Stand zu halten und die persönlichen Angaben auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Bei Skype gibt es ein zusätzliches Problem. Über eine Suche im Skype-Verzeichnis lassen sich aktive Benutzer leicht ermitteln. Profilbilder, Standorte und Geschlecht sind hier ebenfalls einsehbar.

Über eine geeignete Software kann dann die IP-Nummer des gewünschten Teilnehmers ermittelt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Anruf tatsächlich entgegengenommen wird. Das funktioniert sogar, wenn der Skype-Nutzer nicht online ist, denn Skype speichert die letzte bekannte IP-Adresse. Wenn die IP-Nummer ermittelt ist, lässt sich in anderen Netzwerken danach suchen. Sicherheitsexperten der New York University haben im Oktober 2011 nach den ermittelten IP-Nummern im Bittorrent-Netzwerk gesucht. Darüber konnten sie dann herausfinden, welche Skype-Nutzer gerade auf welche Dateien zugriffen. Nutzern, die hier illegale Inhalte herunterladen oder sich in ähnlichen Netzwerken verdächtig machen, kann man so leicht auf die Spur kommen.

Durch die Verbindung der Skype-Profildaten mit den IP-Nummern ist zwar keine eindeutige Identifizierung einer Person möglich, es ist allerdings möglich, Daten beispielsweise über Aufenthaltsorte und Netzwerkaktivitäten zusammenzutragen und danach auch zu missbrauchen. Im Prinzip sind alle Dienste, bei denen eine direkte Kommunikation zwischen den Teilnehmern stattfindet („Peer-to-Peer“), von diesem Datenschutzproblem betroffen. Mit der Einführung von IPv6 wird sich das Sicherheitsrisiko noch einmal verschärfen, weil dann jedes Internet-taugliche Gerät eine eindeutig identifizierbare IP-Nummer erhält.

Dienstag den 03.04.2012 um 09:15 Uhr

von Thorsten Eggeling

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • Antyr 06:32 | 04.12.2012

    Alternative OpenMeetings ....

    Im Bereich Arbeitswelt ist auch noch die OpenSourcevariante OpenMeetings vorhanden (Es sieht es für mich so aus als wenn PC-WELT die OpenSource Welt bisweilen übersieht). OpenMeetings kann alles was hier für Skype angepriesen wird. Wie bereits erwähnt ist OpenMeetings frei für jederman und läuft als Server sowohl auf Windows als auch auf Linux. Was den Vorteil hat, dass man die Verwaltung des Servers in seinem eigenen Unternehmen hat (siehe Sicherheit etc. etc.). Eine Beschreibung von Openmeetings findet man hier:

    http://incubator.apache.org/openmeetings/

    Kurz umrissen:
    Openmeetings provides video conferencing, instant messaging, white board, collaborative document editing and other groupware tools using API functions of the Red5 Streaming Server for Remoting and Streaming.

    Schöne Grüße

    P.s: Bei den Alternativen .. war da nicht erst die Ankündigung dass der Live Messenger zugunsten von Skype eingestellt wird?

    Antwort schreiben
1378887