16.01.2012, 13:00

Steffen Zellfelder, Daniel Behrens, Benjamin Schischka

Benimmregeln für soziale Netzwerke

Sieben Verhaltensregeln für Facebook und Co.

Auch in sozialen Netzwerken gelten Verhaltensregeln: Mit unseren Verhaltensregeln vermeiden Sie Fettnäpfchen.

Soziale Netzwerke gehören für viele Menschen mittlerweile zum Leben wie die morgendliche Tasse Kaffee. Wer früher mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben oder verschollene Bekannte wieder finden wollte, der musste entweder zum Telefonhörer greifen oder einen Privatdetektiv engagieren. Dank Facebook, Google Plus, Twitter, Myspace und Co. ist das passé. Doch auch in sozialen Netzwerken gelten Verhaltensregeln: Wer sie missachtet, kann sich sein Image schneller ruinieren als ein Politiker, der bei seiner Doktorarbeit pfuscht.
Dass Sie auf wüste Beleidigungen, rassistische Äußerungen und wahllose Gewaltandrohungen verzichten sollten, versteht sich eigentlich von selbst. Weil das Internet nichts vergisst, bedeutet richtiges Benehmen aber auch, eigene Interessen zu schützen und ein Auge auf persönliche Informationen zu haben. Für viele Arbeitgeber gehört es übrigens mittlerweile bei der Bewerberauswahl dazu, deren Profile in sozialen Netzwerken abzuklopfen. Im Folgenden stellen wir Ihnen wichtige Verhaltensregeln für Facebook, Google Plus, Twitter, Foren & Co. vor. 

Verhaltensregel 1: Benutzen Sie Ihren echten Namen

Zumindest in Business-Netzwerken wie Xing und Linked-In sollten Sie auf Pseudonyme oder Fake-Namen verzichten. Auf Datenschutz bedachte Menschen werden bei dieser Verhaltensregel wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber die Verwendung von Spitznamen wie "bloodymarry" oder "mallorca_fritz72" ist im beruflichen Umfeld unprofessionell. Einmal davon abgesehen, dass Sie es Ihren Kontakten erschweren, Sie zu finden. Denken Sie auch an diese Regel, wenn Sie beispielsweise Facebook zum Teil beruflich verwenden.
Mancher rät dazu, überall - egal ob privat oder beruflich - den Klarnamen zu verwenden. Aus Sicht der Etikette ist das durchaus sinnvoll. Unter Ihrem echten Namen agieren Sie automatisch höflicher und können sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken. Aus Datenschutz-Sicht ist das problematisch. Mit Leichtigkeit lässt sich ein Profil von Ihnen erstellen. Wie haben Sie sich entschieden? Wo verwenden Sie Ihren echten Namen, wo nicht? Schreiben Sie Ihre Antwort direkt ins Kommentarfeld unter dem Artikel (einfach runterscrollen)!

Verhaltensregel 2: Bleiben Sie ruhig - Anschuldigungen und Beleidigungen sind tabu

Hatten Sie einen schlechten Tag auf der Arbeit? Geht Ihnen der dogmatische Abteilungsleiter auf den Keks oder hat Ihr Chef außer Kritik nichts für Sie übrig? Jeder ist beim Job mal frustriert oder fühlt sich von Kollegen schlecht behandelt. Das ist ganz normal. Nicht normal ist es aber, seiner Wut über soziale Netzwerke Luft zu machen. Vergessen Sie nicht: Soziale Netzwerke sind mehr oder weniger öffentlich. Sie wären nicht der erste, der seinen Boss beleidigt und danach zum Arbeitsamt muss. Natürlich dürfen Sie Ihre Meinung kundtun - Achten Sie aber darauf, dass Ihre Meinungsäußerung nicht zur plumpen Beleidigung abdriftet. Besonders unter Alkoholeinfluss neigt der ein oder andere bekanntlich dazu, etwas deutlicher und ungehemmter seine Meinung zu sagen. Legen Sie sich nach einer durchzechten Nacht also am besten gleich ins Bett und schreiben Sie nicht vorher noch gehässige (Facebook-)Kommentare. Es könnte Ihnen sonst am Morgen danach leid tun.
Ähnliches gilt für hitzige Online-Diskussionen: Bewahren Sie einen kühlen Kopf, lassen Sie sich also nicht provozieren. Wer im Eifer der Emotionen die Beherrschung verliert und andere angreift, darf sich nicht wundern, wenn das auch Auswirkungen aufs reale Leben und das Miteinander hat. Denn Sie treten online ja mit Ihrem echten Namen und gegebenenfalls Foto auf (siehe Regel 1).
Verhaltensregel 3: Vorsicht mit Fotos und Videos
Wenn Sie Ihre Photoshop-Kenntnisse nutzen, um ein Portrait-Foto Ihres Abteilungsleiters auf den Körper einer Tarantel zu montieren, dann ist das genau so lange witzig, bis besagter Abteilungsleiter davon Wind bekommt. Seien Sie nicht zu enthusiastisch mit Ihrem Bildmaterial - nicht jeder kann über alles lachen. Lassen Sie Vorsicht walten bei der Auswahl der Bilder und Videos, die Sie online stellen! Achten Sie einerseits darauf, welche Bilder Sie von sich selber posten (Stichwort: „Trinkgelage“) und andererseits darauf, welche Personen sonst noch darauf zu sehen sind. Streng genommen sollten Sie die anderen Beteiligten entweder unkenntlich machen oder fragen, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Diese Verhaltensregel gilt insbesondere dann, wenn diese in einer unvorteilhaften Art und Weise auf dem Foto abgebildet sind.

Verhaltensregel 4: Inhalte und Meldungen gezielt freigeben

Nutzen Sie Freundeslisten (Facebook) beziehungsweise Kreise (Google Plus), um Ihr Online-Netzwerk nach engen Freunden, losen Bekanntschaften, Familie, Verwandtschaft und Kollegen zu sortieren. Und entscheiden Sie bei jeder Statusmeldung und jeder Foto- oder Video-Freigabe gezielt, welche Gruppe sie sehen soll. Wenn Sie Einträge von anderen kommentieren, denken Sie daran, dass jeder, für den der andere seinen Eintrag freigegeben hat, auch Ihren Kommentar sieht.
Um zu überprüfen, welche Sicht andere Nutzer auf Ihre Inhalte haben, zum Beispiel Ihr Chef, nutzen Sie dafür die entsprechende Funktion des genutzten Social Networks. In Facebook gehen Sie dazu in Ihr Profil, indem Sie oben auf Ihren eigenen Namen klicken und ebenfalls im oberen Bereich „Anzeigen aus der Sicht von…“ wählen.
Bei Google Plus klicken Sie auf Ihr Foto in der oberen Statusleiste und dann auf „Profil“. Rechts oben über Ihrem aktuellsten Beitrag gibt es ein kaum erkennbares Eingabefeld mit der Beschriftung „Profil ansehen als“, in das Sie den Namen eines anderen Benutzers eintippen.
Einen hundertprozentigen Schutz bieten Listen, Gruppen oder Kreise aber nicht. Denn Ihnen kann immer noch die Technik zum Verhängnis werden. Beispiel Facebook: Durch einen Fehler im Meldesystem für Bilder konnte man über einen Trick kurze  Zeit auf Fotos zugreifen, die nur für bestimmte Personen freigegeben waren.
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