Sichere Bankgeschäfte am PC
Sicherheitsplus: Extra (virtueller) PC
Live-System: Für noch mehr Sicherheit müssten Sie Ihren PC mit einem garantiert vertrauenswürdigem System neu starten. Das geht etwa mit Live-Systemen wie Knoppix. Das sind komplette Betriebssysteme, die Sie auf eine CD oder DVD brennen, von der aus Sie den Rechner starten. Virenfreiheit ist damit garantiert. Allerdings ist dieses Verfahren kaum praxistauglich, da Sie nicht nur neu booten, sondern in den meisten Fällen auch Ihre Online-Verbindungsdaten jedes Mal neu eingeben müssen.
Vertipper bei Überweisungen
Keine Verpflichtung zum Abgleich durch die Banken – das bekam ein Kläger vom Amtsgericht München bestätigt (Aktenzeichen: 222 C 5471/07). Er hatte sich beim Online-Banking vertippt und 1800 Euro einer ihm unbekannten Person überwiesen. Nachdem der eigentliche Empfänger den Betrag angemahnt hatte, musste er erneut 1800 Euro überweisen. Das Geld der Fehlbuchung würde er bei einer Klage gegen den falschen Empfänger zwar zurückbekommen, doch war dieser pleite.
Die meisten Banken fordern ihre Kunden auf, Antiviren-Programm und Firewall auf dem PC fürs Online-Banking zu installieren. Einige Institute haben das zudem in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen. So sind sie beim einem Verstoß rechtlich vermutlich nicht mehr verpflichtet, dem Opfer eines Banking-Trojaners das gestohlene Geld zu ersetzen.
Einige Banken gehen auch von einer gehobene Sorgfaltspflicht bei den TAN-Listen aus. Ähnlich wie die Geheimnummer zur EC-Karte darf die TAN-Liste nicht für Fremde zugänglich sein. Kommt es zu einem Diebstahl der Nummern und zu räuberischen Überweisungen, sieht sich die Bank wiederum nicht in der Pflicht, das Geld zu erstatten.


